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Political Correctness beim Setting entwickeln
Callisto:
Huh, es gibt schon Quellen die ihn zum Bösewicht machen. Wenn auch nicht so. Wobei ich es dank einiger Chatpartner ev. auch etwas abwandele.
Aber du siehst es aus der falschen Perspektive (um zu sehen, wie er Bösewicht sein könnte). Die Perspektive die ihm zum Gegenspieler macht, kann selbstverständlich nicht die christliche sein.
Disclaimer: Ich sehe das alles als Teil der Fiktion!
Doch ich hol mal aus. Bei Felis ist die Göttin der Akteure ja Bastet, die auch für Geburt und Wiedergeburt steht (Fruchtbarkeitsgöttin, ihr Aspekt als Göttin Sachmet dazu als Kämpferin etc pp). Die Helden sind Katzen. Wenn wir jetzt ins Mittelalter schauen wurde dort die Katze von der Kirche verteufelt. Da bei Felis aber Katzen die Guten sind, kann die Kirche damals nicht Recht gehabt haben. Ok, könntest du jetzt sagen, wurde halt die Kirche in dieser Zeit von Bastets Gegenspieler (Apep, der Schlange) unterwandert. Dem stimme ich auch zu. Doch ist es so, dass Jesus ja von den Toten auferstanden ist. Hätte er nur eine Religion begründet, who cares. Aber er muss in diesem Setting sogar einen Deal mit irgendeinem Gott gemacht haben um wieder aus dem Totenreich zurückkehren zu können. Das das nicht Bastet war, ist klar, denn er hat ja von seinem Vater und nicht von seiner Mutter geredet.
Allerdings wurde mir im Chat geraten anstatt Jesus den Simon Petrus zum Bösewicht zu machen. Könnte funktionieren, denn der hat ja die Kirche eigentlich gegründet. Bliebe noch immer die Frage nach dem Gott von dem er spricht, Monotheismus passt nämlich einfach nicht in mein Setting. Daher wäre es einfach das sinnvollste direkt den Gegenspieler Apep zu nehmen. Wobei man eventuell auch statt Apep Bastets Rivalen Anubis nehmen könnte. Dann hätte Jesus immerhin keinen Deal mit dem Bösewicht gemacht. Anubis ist bei Felis vor allem der Vater der Hunde, daher eher als Konkurrent denn als Bösewicht zu sehen.
Wahrscheinlich lass ich dass alles doch eher im Dunklen...
Hróđvitnir (Carcharoths Ausbilder):
Dacht ich mir. Im ersten vierten Absatz ist es klar: Nicht JC ist der Böse, sondern die Kirche. Aus der eigentlichen Legende von JC gehen nämlich keine bösen Taten hervor. Was die Kirche angeht: Da kann nun wirklich niemand widersprechen. Und Katzen haben sie auch verfolgt, korrekt, sehr zur Freude der Pestflöhe, die jubelnd auf ihren Ratten durch die Straßen ritten.
Nur ist mir die Verbindung zwischen Jesus und Kirche nie so ganz klar gewesen. Wenn ich mich heute auf Beate Uhse berufe um einen Keuchheitskult zu propagieren, kauft mir das doch auch kein Mensch ab. Daran hakt es dann zusätzlich. Die mittelalterliche Kirche als böse zu verkaufen, ist zwar indifferent und einseitig, aber durchaus nachvollziehbar. Das mit Jesus zu tun wirkt einfach nur aufgesetzt.
EDIT/ Settingimmanent muß er ja nicht zwangsweise vom Bösen erweckt worden sein. Die ganze Typologie geht doch eher in Richtung Sohn des Ra. Bring doch Echnatons Monotheismus als Gegenspieler ein... :)
Drantos:
--- Zitat von: Hróðvitnir am 29.04.2011 | 01:10 ---Ich sehs ähnlich wie Dolge. Zusätzlich verstehe ich nicht-religiöser Mensch noch nicht einmal, wie Du Jesus zum Bösen machen willst - weder die offiziellen noch die apokryphen Evangelien geben das her. Was genau ist denn sein "Böses"?
--- Ende Zitat ---
Das ist ja gerade der Trick dabei. Es war eine große Verschwörung von Jesus und seinem Vater, die dazu diente, alle anderen Götter aus den Herzen der Menschen zu verbannen und für null und nichtig zu erklären.
Eine ganze Götterwelt auszulöschen ist Genozid in apokalyptischem Ausmaß. Und sich dann noch als Gott der Barmherzigkeit und Liebe feiern zu lassen ist der Gipfel der Ironie.
Die Evangelien wurden ja von Anhängern dieses dunklen Kultes geschrieben. Natürlich ist da nur das beste über Jesus und Gott zu lesen.
@Callisto:
Mach doch was du willst. Ist schließlich dein Spiel.
cu Drantos
Callisto:
Wiedergeburt und Wiederauferstehung sind jedoch auch Themen bei Felis. Und soviele Menschen die das fertigbrachten, vor allem mit so einem großem Drumherum, kenn ich nun auch nicht. Ok, man könnte Jesus mit Osiris verbandeln....
Über Simon Petrus weiß ich wiederum zu wenig. Wobei man wohl auch Saulus zum Fiesling machen könnte. Wobei nicht der Mensch der Fiesling ist, sondern sie selbst nur Opfer des manipulativen Gottes Apep sind.
Aber ab davon sollte ich Felis-Böse und Realwelt-Böse abgrenzen. Denn während Bastet für den Freien Willen steht, steht Apep für Gleichgeschaltetes Denken. Also ist Jesus-böse nicht wegen Abschlachten und Gewaltexzessen böse sondern weil er den Verstand seiner Anhänger manipuliert und mit seinem eigenem gleichzuschalten versucht. Dabei ist er selbst nur gleichgeschaltet mit Apep.
edit@Drantos: Huh >;D Aber das rückt mir das ganze dann doch zu sehr in den Fokus. Wobei die Idee nachdenkenswert ist.
6:
Wenn Du übrigens jemanden nehmen willst, der "das Böse" der Christenheit sein soll, dann wäre glaube ich Paulus(Schau mal da unter Bedeutung und Wirkung) besser als Simon Petrus.
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