Pen & Paper - Spielsysteme > Savage Worlds
Was ist der Grund für die enttäuschten Kunden von Savage Worlds?
OldSam:
--- Zitat von: alexandro am 6.05.2011 | 00:34 ---Generalisierungen sollte man schon korrigieren dürfen. Schließlich geht es in diesem Thread um negative Erfahrungen, nicht um Gleichschaltung.
--- Ende Zitat ---
Was für eine Gleichschaltung, was soll das denn jetzt wieder heissen? Das was Du verlinkst hast, war nur eine spaßige Anmerkung zu einer anderen generellen Aussage und ein harmloser, subjektiver Kommentar, der einfach allgemein gefasst war...
--- Zitat von: Pyromancer am 6.05.2011 | 00:32 ---Na, so Sachen wie "Statisten sind alle von den Werten her identisch" und "es gibt 5-10 Stufenanstiege pro Sitzung" wird man ja wohl noch ins rechte Licht rücken dürfen, oder?
--- Ende Zitat ---
Das letztere wurde so in der Tat an keiner Stelle behauptet, sondern tatsächlich nur bei den Antworten so eingestuft (obwohl es auch vom System her qualitativ nicht mal eine Rolle spielt, ob Anstiege schneller oder langsamer durchgeführt werden). Und bei der Sache mit den Statisten ist es doch gut, wenn sich hier rausstellt, dass die doch nicht ganz so gleichförmig sind - obwohl es ja im Normalfall auch nicht allzu große Unterschiede gibt ;) - schließlich waren das nur Spielerfahrungen, die ja nur einzelne Fälle sind und nicht stellvertretend für alle stehen. Ich finde das insofern auch völlig ok sowas dann aufzuklären, v.a. solange alles im Rahmen bleibt und keiner ausfallend wird...
alexandro:
--- Zitat von: OldSam am 6.05.2011 | 00:57 ---Das was Du verlinkst hast, war nur eine spaßige Anmerkung zu einer anderen generellen Aussage und ein harmloser, subjektiver Kommentar, der einfach allgemein gefasst war...
--- Ende Zitat ---
--- Zitat ---Wirklich große Massenkämpfe (spätestens bei Schlachten mit Hundertschaften), sind ja auch mit einem mid-scale Kampfsystem für nen Rollenspielabend zeitlich normalerweise nicht mehr sinnvoll, weil das immer viele Stunden dauert... Im Prinzip ist es dann recht schnell auch kein Rollenspiel mehr, sondern wirklich Wargaming (was natürlich ebenfalls Spaß macht, aber nen anderer Spieltyp ist) - in solchen Fällen finde ich jedenfalls für "Rollenspiele" den Einsatz eines "großen" Mass Combat Systems mit Abstraktion (inkl. Einfluss der Spielerhandlungen) viel sinnvoller...
--- Ende Zitat ---
-Ausspielen großer Schlachten dauert mehrere Stunden
-es ist es nicht sinnvoll, soviel Zeit zu investieren
-Ausspielen großer Schlachten ist kein Rollenspiel
-abstrakte MCSs sind besser
OldSam:
--- Zitat von: alexandro am 6.05.2011 | 01:17 ----Ausspielen großer Schlachten dauert mehrere Stunden
-es ist es nicht sinnvoll, soviel Zeit zu investieren
-Ausspielen großer Schlachten ist kein Rollenspiel
-abstrakte MCSs sind besser
--- Ende Zitat ---
Sorry, aber Du interpretierst mein Posting einfach fälschlich als Pauschalaussagen und siehst absolute Statements, wo ich z.B. Tendenzen aus meiner Perspektive beschrieben habe. Das war auch alles bis auf den ersten Fall klar nur als persönliche Meinung ausgezeichnet - und ich frage mich, ob Du bei dem 1. Punkt ernsthaft behaupten willst, dass große Schlachten mit Hundertschaften nicht mehrere Stunden dauern würden?!
Zumal ich das nicht mal sw-spezifisch gesagt habe, geschweige denn, dass es irgendwie abwertend formuliert wäre! Denn ich kenne grundsätzlich kein System, dass auf einer nicht-abstrakten Ebene bei solchen taktischen Kämpfen nicht Stunden dauern würde, wenn es aber ein solches gibt und das auch qualitativ gut ist, freue ich mich über diese Info. Und wenn es tatsächlich Gruppen gibt, die regelmäßig mit SW bei hunderten von Einheiten im taktischen, rundenbasierten Kampf trotzdem nur 2 Stunden oder weniger brauchen lasse ich mich gerne eines besseren belehren.
Speziell mit SW habe ich selbst zwar nur 2 größere Kämpfe gespielt, aber auch beim größten der beiden waren vermutlich noch keine 100 Figuren auf dem Feld und trotzdem dauerte das ein paar Stunden. Das war auch eine ganz gute Geschwindigkeit und die Schlacht hat mir auch viel Spaß gemacht! Und sie hatte noch genug Rollenspielelemente. Aber - und nur von so großen Schlachten sprach ich - wenn man jetzt z.B. die Einheitenzahl noch mehr als verdoppelt hätte o.ä. wäre mir persönlich das für ein RPG klar zuviel geworden und ich hätte bei sowas immer nen abstraktes System vorgezogen - und ich habe da auch nichts spezifisches genannt, wo Du scheinbar gleich einen Angriff siehst. AFAIK hat SW doch sogar auch ein abstrakteres MC-System, oder nicht? (Ich selbst kenne es allerdings nicht)
Tybalt:
--- Zitat von: Sephiron am 5.05.2011 | 23:37 --- Also wieso sind jene "enttäuschten SW-Kunden" auf den Trichter gekommen, SW sei irgendetwas Anderes als es ist?
--- Ende Zitat ---
Oh, das ist ganz einfach. Ich denke mal, die meisten enttäuschten Kunden, zumindest war es bei mir so, sind mit einer Erwartungshaltung an des System rangegangen, die durch Werbung, Reviews, Meinungen in Foren und vielleicht noch Empfehlungen von Bekannten geweckt wurde. Man wußte also ungefähr, was man bekommt. Deswegen war ich z.B. auch bereit, Geld dafür auszugeben. Ich wollte also ein schnelles, grobkörniges System, das auf Action ausgelegt ist.
Aber: Ob es dann auch wirklich was für einen selbst ist kann man erst rausfinden, wenn man sich das Regelwerk angeschaut hat, oder irgendwo mal mitspielen konnte. Mitspielen ging bei mir nicht, als Regelwerk kaufen, lesen und ausprobieren. Und da liegt der Teufel dann im Detail. Ich bin von SW nicht enttäuscht, weil es was ganz anderes ist als was ich mir vorgestellt habe, sondern weil mir bestimmte Mechanismen nicht gefallen haben, und die kannte ich vorher im Detail nicht.
Mehr ist da nicht dran.
D. M_Athair:
Schön gesagt, Tybalt!
--- Zitat von: Sol Invictus am 5.05.2011 | 14:14 ---[...] gibt es gewisse Dinge, die erst mit der Zeit so richtig auffallen und die man vielleicht doch im Voraus vielleicht irgendwie umgehen könnte?
--- Ende Zitat ---
--- Zitat von: oliof am 5.05.2011 | 14:18 ---Benniefluss, Trappings, Taunts/Tricks/Sonderaktionen im Kampf/dynamische Kampfumgebung sind glaub ich die drei Dinge, die man durchholen muss.
--- Ende Zitat ---
Benniefluss: Er ermöglicht flüssiges Spielen. Herrscht Mangel, dann läuft das Spiel unrund und Kämpfe enden für SC recht schell tödlich. Zwei Tücken:
1. Bennies werden z.T. wie Ressourcen benutzt aber eher nicht wie diese generiert.
2. Bennies werden für gutes RollenspielTM, Ausspielen von Nachteilen, tolle Ideen, heroische Aktionen, out-of-game Scherze oder plotvorantreibende Handlungen VOM SL vergeben. "In general rewad the players with bennies for the kind of play you like to see in your games". (SWoSK S.125) Vielleicht abgesehen vom Ausspielen der Nachteile sind keine "harten Richtlinien", wie es sie z.B. bei TSoY für den Erwerb von Erfahrungspunkten hat. Die Vergabe der Bennies liegt in der Hand/Willkür des SL. Das kann sowohl für Spieler als auch für SL oder beide zu einer Stolperfalle werden.
Extras: Das ganze System ist drauf ausgelegt, dass der GROßTEIL der NSC - also fast alle - als Extras abgehandelt wird. Weicht man von diesem Paradigma ab, wird das Spiel schnell recht langwierig. (Extras haben eigene Bennies!)
Spieler können diese "erzwungene" Einteilung als artifiziell und unangemessen empfinden.
"Die berühmten >>Sieben Samurai" haben euch umzingelt und greifen an". => Man tut den Spielern keinen Gefallen, wenn man diese Helden oder Schurken als Wild Cards abbildt. Die Begegnung wird nur irre mühsam - obwohl vom Hintergrund her eine solche Abbildung sinnig wäre. Hier sind andere Werkzeuge gefragt.
Shaken: Man muss sich bewusst sein, dass Wild Cards im Kampf regelmäßig/häufig "shaken" werden. Was das fürs RSP bedeutet, muss jede Runde an Spielenden sich bewusst sein und MÖGEN.
Das wären die Dinge, die mir dazu einfallen.
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