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DSA mit FATE?

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Xetolosch:
Mir ist aufgefallen, dass viele Systeme nur Vorschläge machen, wie die Magie geregelt werden könnte bzw. kann, scheinbar aber meist keines wirklich richtig ausgearbeitet ist?

Um das Magiesystem möglichst frei zu gestalten und dadurch auch keine endlose Zauberlisten erstellen zu müssen, haben wir nun versucht einige Rahmenbedingungen zu definieren, welche sich auf den Mindestwurf eines Zaubers anrechnen...

Zaubereffekte/-wirkungen
Dabei werden Zaubereffekte an Stunts(Attributo), Aspekte (sieht nichts, gefesselt) und Konsequenzen (Hexenschuss,...) angelehnt. Eine gute Auswahl an Aspekten und Stunts erhält man über die Beispiele in Dresden Files und Malmsturm sowie eigene Kreativität.

Schwierigkeit
Effekte, welche mittels einer Fertigkeit abgewickelt werden könnten, erhalten auch eine dafür passende Schwierigkeit. Zauber gegen ein Ziel haben als MW die passende Fertigkeit des Verteidigers (mindestens 3) oder eine Schwierigkeit nach Mächtigkeit/ Kraftstufe des Effekts (beginnend mit MW 3 steigend). Hier ist noch offen, wie man Wirkungen am besten einer Stufe zuordnen kann, ohne wieder alles durchzugehen und festzulegen.
Grundsätzlich haben wir für die Basis-Schwierigkeit als Vorlage die Konsequenzen genommen (störend/ gering - hart - schwerwiegend - extrem), wobei die Einteilung vielleicht verfeinert wird um mehr Abstufungen zu haben. So muss die Wirkungsstärke einer passenden Schwierigkeitsstufe zugeordnet werden.

Reichweite
Bezieht sich erstmal rein auf die Distanz, wobei selbst/ Berührung mit -1 beginnt. Hier müsste vermutlich nochmal in Anzahl der Zielpersonen und/ oder den Wirkungsradius unterschieden werden.
selbst/ Berührung - 3m - 10m - 20m - 50m - 100m - Sichtweite/ Horizont - Außer Sicht

Wirkungsdauer
Beginnend mit 0 bis (genau genommen Sonnenwende) +7.
sofort - 1 Minute - 30 Minuten - 1 Stunde - 1 Tag - 1 Woche - 1 Monat - Sonnenwende - länger...

Zauberdauer
Normalerweise ist die Zauberdauer sofort bzw. je nachdem wie lang z.B. Gesten oder Formeln im Rollenspiel dauern sollen. Lässt man sich mehr Zeit, wird es etwas einfacher. Im gegenzug gibt es noch Modifikatoren nach Umständen, welche aber spontan entschieden werden müssen.
1 Stunde (-3) - 30 Minuten (-2) - 1 Minute (-1) - normale Zauberdauer (0)


Diese Punkte sind gestern entstanden, nachdem wir uns die verschiedenen Systeme (DF, freeFate, fate2) mal kurz angeschaut und verglichen haben. Vielleicht ist die Idee unbrauchbar, aber möglicherweise auch ein Anfang, auf den man aufbauen kann?

Scimi:
Hmm, ich verstehe nicht ganz, was jetzt eigentlich gewürfelt wird, um zu zaubern, aber an sich klingt das ziemlich nach meinem Vorschlag...

Bei den Zaubereffekten verstehe ich nicht so ganz, wo der Unterschied zwischen Stunts, Aspekten und Konsequenzen liegt und wie das verwirklicht werden soll.

Das mit der Schwierigkeit habe ich auch nicht so ganz verstanden.

Die Reichweite habe ich über Zonen abgewickelt, weil sie bei FATE das einzige verwendete Maß für Entfernung in taktischen Situationen sind und ich dem System nicht noch eine Schicht an Komplexität aufsetzen wollte.

Bei der Wirkungsdauer bin ich ebenfalls von der FATE-Zeittabelle ausgegange, eure Lösung macht schnell größere Sprünge. Das kann ganz cool sein, muss ich mir mal überlegen.

Die Zauberdauer habt ihr auch analog zur Wirkungsdauer gebaut.

Callisto:
Ich glaub Xetolosch redet von DSA, aber das is doch alles bei Fate gar nicht nötig!

Xetolosch:
@Scimi:
Möglicherweise ist das deinem Vorschlag ähnlich... Hast du den hier im Thema gepostet, dann geh ich nochmal auf die Suche...  ;)
Ziel ist halt anhand einiger Modifikatoren den Zauber im Baukastenprinzip einfach selbst zusammenzubauen.

Gewürfelt wird mit der Fertigkeit Zaubern.

Es gibt in Fate Aspekte/ Konsequenzen und Stunts, diese haben Auswirkungen auf Charakter oder Szene. Genau diese Effekte können auch der Wirkung eines Zaubers entsprechen. Da es keine Zauberliste mehr gibt, muss man sich ja an irgendetwas orientieren können. Oder was verstehst du daran nicht?

Die Schwierigkeit setzt sich zusammen aus Grundschwierigkeit (abhängig vom gewünschten Effekt oder der Fertigkeit des Verteidigers) und Modifikatoren (Ziele/ Radius, Entfernung, Wirkungsdauer, beeinflussende Umstände der Szene).

Ich habe auch von Zonen gelesen, jedoch wird das nirgendwo erklärt... Wie groß ist eine Zone? Ich habe nur irgendwo gefunden, dass 3 Zonen 100m entspricht und in der ersten Zone Berührung möglich sein soll?! Zonen sind praktisch, aber in dem Fall schwammig und ohne Erläuterungen. Bei Savage Worlds gab es hier zumindest klare Schablonen und Entfernungsangaben. Aber vielleicht kann mir hier noch jemand Infos liefern? :)

Wir nehmen erstmal an, dass Zauber ziemlich sofort wirken. Somit ist Zauberdauer eine Möglichkeit durch längere Vorbereitung und Konzentration die Probe zu erleichtern.

Wirkungsdauer nehmen wir mal ein Beispiel aus DSA. Die Verwandlungsmagierin möchte sich in ein Falken verwandeln und fliegen. Wie lange kann sie wohl nach der Fate-Zeittabelle fliegen? Irgendwie wollten wir halt ermöglichen auch mal einen 20min-Flug zu machen oder mal für eine Stunde einen Zauber zu wirken. Dafür gibt es ja nach unserem aktuellen Fate-Verständnis dann auch einen ordentlichen Aufschlag auf die Schwierigkeit.
Nicht mehr so durchdacht ist die Liste dann wohl ab 1 Tag, jedoch hier wohl eher nur noch für Rituale oder Artefakte usw. relevant.


@Callisto:
ich rede nicht rein von DSA, sondern eher von der Umsetzung von Fate für das Setting Aventurien ;)

Scimi:
Ja, meine Regeln sollten hier irgendwo im Thread stehen, such mal und lies.

Zu den Zonen: Eine Zone ist so groß, wie sie sein soll. Die Faustregel ist, dass man alles innerhalb einer Zone im Nahkampf angreifen können sollte. Aber meistens orientieren sich Zonen an den Gegebenheiten: In den meisten Gebäuden ist jeder Raum eine Zone, größere Räume können aus mehreren Zonen bestehen, etwa in einem Theater Backstagebereich, Bühne und zwei Publikumsbereiche. Oder auf einem Schiffs die verschiedenen Decks.

Zonen können verschieden groß sein und jede Form besitzen, die passend erscheint. Es geht um eine räumliche Einteilung der Szene, nicht um Vermessungstechnik. Das führt manchmal zu etwas seltsamen Ergebnissen, funktioniert aber in der Praxis ganz hervorragend. Zonen sind in den FATE-Regeln fest vorgesehen, wenn es etwa darum geht, sich zu bewegen oder auf etwas zu schießen. Darum macht es Sinn, für das Zaubern nicht andere Regeln einzubauen.

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