Pen & Paper - Spielsysteme > Pathfinder/3.x/D20
Paizo CEO: Pathfinder verkauft mehr Bücher als D&D4
Samael:
--- Zitat von: Chrischie am 30.06.2011 | 09:13 --- welches wohl die größten Gruppen sind.
--- Ende Zitat ---
Mit so großem Abstand, dass man den Rest als Hintergrundrauschen abtun darf.
Chrischie:
--- Zitat von: Samael am 30.06.2011 | 09:14 ---Mit so großem Abstand, dass man den Rest als Hintergrundrauschen abtun darf.
--- Ende Zitat ---
Mag auch gerne stimmen. Einen Markt scheint es dafür trotzdem zu geben.
Ich wage mal die große These, dass Paizo nicht die Anzahl an Büchern umsetzt, die WotC mit D&D 3.5 umgesetzt hat. Dies gilt aber wohl auch für D&D4. Somit teilen sie sich aktuell den Kundekreis. Ein zerplitterter Markt für ein RPG von dem mindestens fünf Versionen (mit oD&D-Kolnen, werden wohl eher mehr sein) im Umlauf sind. Keine tolle Situation für das Spielsystem und die Marke.
~edit~
Schon ironisch. Die D20-Schwemme machte D&D 3.5 kaputt. D&D4 hat unter einer D20-Klon-Schwemme zu leiden und alles ausgelöst durch die OGL. War von WotC wohl doch nicht der große Wurf. Zumindest aus wirtschaftlicher Sicht.
Ein:
--- Zitat von: Samael am 30.06.2011 | 09:11 ---Ja, sollte man denken. Anscheinend erschließt PF aber, ebenso wie D&D4, in nicht unerheblichem Maße neue Käufer. Siehe, wie bereits gesagt, Lisas Kommentar, dass sich PF Core besser verkauft als vor einem Jahr. Vielleicht liege ich falsch, aber ich vermute so ein Trend ist ungewöhnlich im Markt (wo bei Einführung einer neuen Edition gewöhnlich sehr viele Grundregelwerke verkauft werden und dann stetig weniger).
--- Ende Zitat ---
Auch wenn ich das Paizo absolut gönnen würde, würde ich diese Aussage nicht einfach nur aus den Verkaufszahlen ableiten wollen. Da können viele Faktoren dahinter stecken, z.B. auch Rollenspieler, die einfach nur wieder bei D&D eingestiegen sind. Bzw. ist es auch denkbar, dass Leute, die der Marke treu geblieben sind, von der 4e enttäuscht sind und dann halt doch zu PF wechseln. Ohne weitergehende Marktstudien fischt man da aber auch nur im Trüben.
--- Zitat ---Ach, das ist doch Blödsinn. D&D war immer DAS Fantasy-Rollenspiel, Designphilosophie hin oder her. D&D4 hatte selbstverständlich denselben Anspruch. Jetzt ist es von einem OGL-Klon wenn nicht überholt, so zumindest eingeholt worden. Das ist rollenspielhistorisch einigermaßen sensationell.
--- Ende Zitat ---
Sehe ich nicht so, wenn D&D jederzeit so toll gewesen wäre, wäre TSR nicht pleite gegangen.
--- Zitat ---Ich wage mal die große These, dass Paizo nicht die Anzahl an Büchern umsetzt, die WotC mit D&D 3.5 umgesetzt hat. Dies gilt aber wohl auch für D&D4. Somit teilen sie sich aktuell den Kundekreis. Ein zerplitterter Markt für ein RPG von dem mindestens fünf Versionen (mit oD&D-Kolnen, werden wohl eher mehr sein) im Umlauf sind. Keine tolle Situation für das Spielsystem und die Marke.
--- Ende Zitat ---
Ich sehe momentan nur eine drei Teilung des Marktes in 4e, PF und andere Fantasy-Rollenspiele, wozu auch frühere Editionen von D&D gehören. Was dabei beachten muss, ist dass Paizo vor allem Altkunden bedient, während WotC versucht neue Kundenkreise für ihr Spiel zu gewinnen (Brettspieler, MMOler).
Samael:
--- Zitat von: Chrischie am 30.06.2011 | 09:19 ---Ich wage mal die große These, dass Paizo nicht die Anzahl an Büchern umsetzt, die WotC mit D&D 3.5 umgesetzt hat.
--- Ende Zitat ---
Ja, bestimmt.
--- Zitat ---Dies gilt aber wohl auch für D&D4. Somit teilen sie sich aktuell den Kundekreis.
--- Ende Zitat ---
Hier wiederum würde ich widersprechen. Gerade D&D4 hat massenhaft Leute angesprochen, die vorher D&D nicht angefasst hätten. Ich denke der Kundenkreis INSGESAMT ist gewachsen.
Das ist natürlich Spekulation.
Was die "Situation" angeht:
Paizo geht es prächtig. Ist halt ein Mittelständler der mehr Erfolg hat als er wohl zu träumen wagte und in atemberabender Frequenz okaye bis hervorragende Produkte raushaut.
WotC hat mit D&D neue Wege eingeschlagen und ist zwar nicht nur belohnt worden, aber hat zumindest eine Menge neuer Synergien aufgetan. Ich bin sicher das zahlt sich langfristig aus. Das Problem ist eben, dass WotC zu Hasbro gehört und eben kein Mittelständler ist. Das hat sicher Vorteile bei eben den Synergien (DDI, Brettspiele etc.), aber eben auch Nachteile (Gewinnmaximierungsdiktat, Feuern von altgedientem Personal (weil es wahrscheinlich zu viel verdient) etc.).
Insgesamt nicht so schlecht.
Samael:
--- Zitat von: Ein am 30.06.2011 | 09:27 ---Sehe ich nicht so, wenn D&D jederzeit so toll gewesen wäre, wäre TSR nicht pleite gegangen.
--- Ende Zitat ---
TSR ist pleite gegangen wegen zig gleichzeitig vermarkteter Settings. AD&D2nd war trotzdem mit Abstand das meistverkaufte Rollenspiel in den 90ern (in den USA).
--- Zitat von: Ein am 30.06.2011 | 09:27 ---Was dabei beachten muss, ist dass Paizo vor allem Altkunden bedient,
--- Ende Zitat ---
Ich wiederhole mich ungern, aber: Das scheint eben ein Vorurteil zu sein. Siehe oben.
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