Pen & Paper - Spielsysteme > Pathfinder/3.x/D20
[Pathfinder] Sind Kämpfer immer noch langweilig?
Germon:
--- Zitat von: Darius am 7.07.2011 | 16:18 ---Und rollenspielen kann man auch ohne Skills oder?!
--- Ende Zitat ---
Sollte man meinen.
Greifenklaue:
--- Zitat von: ElfenLied am 8.07.2011 | 13:41 ---Nein, sie verhindert mundanen Schaden komplett, und reduziert den Schaden von magischen Quellen auf die Hälfte.
--- Ende Zitat ---
Ja, gerade nochmal nachgelesen im englischen PRD, ist richtig. Auch im deutschen MHB nachgelesen, steht da auch... Hä, wo und was hab ich denn gestern da gelesen? Ist mir ein Rätsel ... (War<auch mitten in einer Session)
Ach Mist, jetzt hab ich es - ich habe bei "Unterart Körperlos" nachgelesen und nicht bei der Fähigkeit Körperlos... Na gut, kann passieren.
Danke für den Hinweis!
Niedertracht:
--- Zitat von: Luxferre am 7.07.2011 | 20:11 ---Ja, der Kämpfer ist noch immer ein reinrassiger Kämpfer. War irgendwie nicht anders zu erwarten, oder? ~;D
--- Ende Zitat ---
Auch wenn die Aussage sicherlich mit einem Augenzwinkern gemeint ist, greife ich sie dennoch kurz auf.
Das Hauptaugenmerk eines Kämpfers liegt natürlich in seinen Fähigkeiten Herausforderung durch den Einsatz von kämpferischen Eigenschaften zu lösen, jedoch gibt es genügend Beispiele von guten Kämpfern, die wesentlich mehr konnten, als nur zu kämpfen.
Und damit kommen wir dann zum nächsten Punkt.
--- Zitat ---Es ist schon so, dass seine Möglichkeiten arg eingeschränkt sind, außerhalb des Kampfes auf Regelebene etwas richtig gut zu bewirken. Es liegt also am SL, dem Kämpfercharakter sein(e) Spotlight(s) zu offerieren und am Spieler, sich selbst auf rollenspielerischer Ebene einzubringen.
--- Ende Zitat ---
Sobald dieses Einbringen aber in Bereiche eingreift, die Regeln unterworfen werden (da ist die Qualität erst einmal unerheblich), bedingt sich jedoch Rollenspiel und harter Regelkern. Spiegeln die Werte nicht wieder, daß der Charakter flammende Reden halten kann, um seine Mannen zu ermutigen (Henry V. als Beispiel), dann wird es schwierig dies umzusetzen, bzw. den Erfolg zu bestimmen.
Man kann natürlich nun sagen, daß man bestimmte Regelteile in seiner Gruppe abweichend handhabt (oder Regeln komplett ignoriert), aber das sind dann Hausregeln und bieten für eine objektive Diskussion keine gemeinsame Basis.
Paizo hätte für Kämpfer "Wege" entwickeln können, ähnlich den Blutlinien eines Hexenmeisters, um das Problem anzugehen. Aber anscheinend gibt es ja schon Alternativen, die es zulassen, einen Kämpfer zu spielen, der mehr kann, als nur zu kämpfen. Denn, wenn ich einen Kämpfer als Anführer spielen möchte, will ich keinen Paladin/Ritter spielen, sondern eben einen Kämpfer.
Tudor the Traveller:
--- Zitat von: Germon am 8.07.2011 | 13:53 ---
--- Zitat ---Und rollenspielen kann man auch ohne Skills oder?!
--- Ende Zitat ---
Sollte man meinen.
--- Ende Zitat ---
Aber da liegt eines der Probleme. Wenn man bei einem Kämpfer IN, WE und CH immer nur als Dumpstats nutzt, ist der Typ außerhalb von Kämpfen auch einfach nicht zu gebrauchen, auch rollenspielerisch. Welcher NSC will schon mit einem unsympathischen Volltrottel interagieren?
Man betrachte folgende Stats:
Str 21, Dex 8, Con 15, Int 6, Wis 10, Cha 7
Kommt bekannt vor? Ist aber kein Kämpfer... Das sind die Werte eines Ogers wie er im MM steht ;)
Niedertracht:
--- Zitat von: Germon am 8.07.2011 | 13:53 ---Sollte man meinen.
--- Ende Zitat ---
Das ist aber etwas mißverständlich formuliert. Werte (im Allgemeinen) und Rollenspiel bedingen sich nun einmal. Das bedeutet nun nicht, daß man ständig würfeln muß, ob man einen vernünftigen Satz über die Lippen bringt, aber Rollenspiel bedeutet nun einmal, daß sich ein Charakter mit hoher Intelligenz (in der Regel) eloquenter ausdrücken kann, aus der dumme Bauerntölpel oder daß der junge, unerfahrene (niedrige Weisheit) Müllerssohn das Abenteurerleben völlig romantisch verklärt sieht und daher auch ein Stück weit naiv ist, während der alte, erfahrene Recke viele gute Freunde hat sterben sehen und einen anderen Blickwinkel hat und daher nicht mehr alles glaubt, was einem aufgetischt wird.
Werte und Rollenspiel zu verbinden, artet entgegen vieler Unkenrufe mitnichten in Würfelorgien aus und schließt sich auch eben nicht komplett aus - es ist vielmehr das (immer wieder vehement geforderte) Ausspielen einer Rolle und daher essentiell.
Ich denke, es dürfte in vielen Gruppen zu einiger Verwunderung führen, wenn der uncharismatische (weil unscheinbare und zurückhaltende) Schneiderlehrling auf einmal zum Frauenheld mutiert, nur weil der Spieler ein gewisses Händchen in solchen Situationen hat.
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