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[Batman] The Dark Knight Rises

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Agent_Orange:

--- Zitat von: Red White Dragon am 10.08.2012 | 09:36 ---@Agent Orange

Wer in den dritten Teil einer Trilogie geht, ohne die vorherigen Teile gesehen zu haben, ist selber schuld, wenn er nichts mitbekommt. Die Flashbacks in Rückkehr der Jedi Ritter waren ja auch einzigartig. Hoppla, es gab keine. Zeig bitte irgendjemanden nur die dritten Teile von Herr der Ringe und Star Wars und sag mir bitte, ob da nicht ebenso viele Fragen auftauchen.
Wäre der Heini mit mir im Kino gewesen, ich hätte ihn ausgelacht, weil er so doof ist.

--- Ende Zitat ---

Nun, ich lache Leute nicht dafür aus, dass sie mir im Kino Fragen zu den Zusammenhängen stellen. Vor allem halte ich solche Kinobesucher nicht für doof. Deshalb bin ich vermutlich weder Nerd noch fähig, "Heiligtümer" entsprechend zu würdigen.
Red White Dragon <= Regel 0 Sieht wohl so aus, als würde ich mit Dir nicht ins Kino gehen ...

AO

Phantar:

--- Zitat von: Red White Dragon am 10.08.2012 | 08:40 ---Du gehst also in den abschliessenden Teil einer Trilogie und erwartest, dass es keinen Zusammenhang gibt?Really? Really?
 
--- Ende Zitat ---

Nein. Ich erwarte nicht, dass es keinen Zusammenhang gibt. Ich erwarte aber, dass der Film auch auf eigenen Beinen stehen können muss, ohne die Filme davor zu kennen. Und das schafft Dark Knight Rises in meinen Augen nicht.

Und was deine Gegenbeispiele betrifft: Star Wars umgeht das Problem mit dem Opening Crawl. wenn der nicht wichtig wäre, wäre nach deiner Argumentation auch "A New Hope" ein Drecksfilm.

Und Herr der Ringe nimmt sich die Zeit, mehrmals nochmal die Zusammenhänge zu erwähnen, die zu dieser Konstellation geführt haben. Zu deinen Spoiler-Tags:
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Die Handlung des dritten Films funktioniert für sich alleine, ohne zu wissen, was genau es mit der Schlacht von Isengart auf sich hatte. Vergleiche den ersten Star Wars: Der Film "A New Hope" funktioniert, auch ohne viel Wissen von Klonkriegen und Untergang des Senats zu haben. Die Bedeutung für die aktuelle Handlung wird ausreichend erklärt, ansonsten sind sie aber irrelevant. Bei Dark Knight Rises ist das nicht so: Gordons "Geständnis" wird als dramatisches und wichtiges Plotelement behandelt, dass den Status Quo und die Glaubwürdigkeit wichtiger Personen in Frage stellt - was aber nichts bringt, wenn man die entsprechende Vorgeschichte nicht weiß
Wenn du den Film trotzdem gut findest, ist das vollkommen deine Sache. Wenn du aber jeden, der ohne dein "nerdiges Vorwissen" auslachst, wenn er nichts mitbekommt, halte ich's wie Agent Orange: bin froh, nicht mit dir ins Kino zu gehen. (Wobei ich mir die Situation gern vorstellen würde: "Haha, der dumme 12jährige, geht in den dritten Teil ohne die Vorgänger zu kennen, seine Schuld das er so Jung ist, soll er halt nicht ins Kino gehen!")

Außerdem, kann ja sein, dass man die Vorgänger nicht gesehen hat, sich aber DKR ansehen will um zu sehen, was der Hype eigentlich soll?

Red White Dragon:
@Agent Orange
Tja, wird sich geographish eh nicht ausgehen, also was solls.

@Phantar
2 Worte: BluRay und DVD. Und selbst bei mir gab es ein Tripplefeature.
A new Hope war nicht das Ende einer Trilogie, sondern der Anfang.Eigentlich nichtmal das. Lucas hat erst nach dem großen Erfolg Sequels und Prequels geplant.
Nolan macht aber anscheinend den Fehler, sein Publikum für intelligent zu halten. Wenn in TDKR alles wiedergekäut worden wäre, was vorher passiert ist, wäre der Film 4 Stunden lang.

Agent_Orange:

--- Zitat von: Red White Dragon am 10.08.2012 | 10:45 ---Nolan macht aber anscheinend den Fehler, sein Publikum für intelligent zu halten. Wenn in TDKR alles wiedergekäut worden wäre, was vorher passiert ist, wäre der Film 4 Stunden lang.

--- Ende Zitat ---

Aussage 1: Epic fail, dude, epic fail!

Aussage 2: Nö; es gibt genug Ballast, was inhaltlich hätte ersetzt werden können. Da ich meinem Begleiter im Kino in wenigen Sätzen das große Bild darstellen konnte, sprechen wir hier im Zweifel von wenigen Minuten, durch die der Film im Zweifel länger und so "publikumsfreundlicher" ausgefällen wäre, wenn die Vorgeschichten etwas deutlicher skizziert worden wäre.

Da Nolans Batman-Interpretation zudem das Batman-Universum in Teilen "anders" zeichnet, als es in den verschiedenen Comic-Vorlagen vorgestellt worden ist, können auch Batman-Fans durchaus "überfordert" sein, wenn sie in weitreichender Kenntnis des Batman-Universums nur den dritten Film gesehen haben.

Da das Produkt "Film" sich nicht nur auf "über-intelligente, arrogante, Trilogie-vorkennende, Heiligtümer anbetende Voll-Nerds" als Konsumenten ausrichtet, wäre es also auch konsumentengerechter gewesen wenn ... Aber "wenn" und "wäre", so ist das nun mal.
Meine Empfehlung an Dich, Red-White-Dragon: Komm mal von Deinem hohen Ross runter. Kino ist nicht nur für Trilogie-Intelligenzbestien und Voll-Nerds da, sondern richtet sich an "die" Kino-Öffentlichkeit.

Um mal wieder zum Film als solchen zu kommen: Wer den zweiten Film nicht kennt, der wird mit der Dent-Story in TDKR tatsächlich ziemlich alleingelassen und wird die Tragweite und Bedeutsamkeit rund um die "Lüge von Gordon" nicht voll erfassen und 'würdigen' können; der Story-Arc zur Gesellschaft der Schatten und rund um Ras al Ghul (wie auch immer das nun geschrieben wird) führt zu ähnlichen Problemstellungen.
Gleichwohl funktioniert TDKR durchaus als Stand-Alone-Film, da er auch genug eigenständige Inhalte bereitstellt. Und der Knaller um die "Zwischenzeit-Geliebte" von Batman ist sogar recht gut. Allerdings leidet der Film eben sehr unter den offeneren Anspielungen an die vorangegangen Trilogie-Teile und bleibt auch deshalb hinter meinen (den?) Erwartungen durchaus zurück. Dass also gerade diejenigen, die die ersten zwei Teile nicht kennen, eher unzufrieden das Kino verlassen, ist absehbar und eher wahrscheinlich. Jedenfalls (!) sind diese Kinobesucher weder doof noch unintelligent, zumal "das Wissen um konkrete Filminhalte" echt nur extrem abseitig (wenn überhaupt) mit Intelligenz zu tun hat.

Was der Kritik an dem Film gut kommt, das ist meines Erachtens der Versuch, den Film bzw. das Gesamtkunstwerk "Trilogie" nicht zu überhöhen. Insgesamt ist die Nolan-Trilogie zu Batman/ the Dark Knight gelungen und gut; und gerade in Kenntnis aller Teile entfaltet der dritte Teil viel Wirkung, die ansonsten aber eben fehlgeht. Wenn man nun berücksichtigt, dass der Dritte Teil lange nach den anderen zwei Teilen ins Kino gekommen ist und sich eben an die allgemeine Kino-Öffentlichkeit richtet, hätte man angesichts der Symbolik und dem Bedeutungsschwangeren und dem Tiefgang der Geschichte durchaus "mehr" machen können, um die Zusammenhänge näher darzustellen. Das ist nun nicht passiert, geschenkt, aber eben auch verschenkt.

AO

Red White Dragon:
Nochmal: Es ist eine Trilogie! Die war auch als solche geplant.  Es gibt Zusammenhänge, da es nicht nur eine Aneinanderreihung von Filmen ist.  Rückkehr des Königs wird einem sicher auch besser gefallen, wenn man die ersten beiden Filme gesehen hat.
Aber heute muss anscheinend alles runtergdooft werden, damit jeder alles verstehen kann.

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