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[VtM] Euer Spielverständnis?

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Teylen:

--- Zitat von: Chrischie am  4.08.2011 | 14:48 ---Beide Ansätze nicht sonderlich befriedigend. Klappt höchstens mit Goodwill des SLs. Aber immer wieder schön zu sehen, wie man seine Behauptungen unterlegen kann.
--- Ende Zitat ---
Du erwartest nun tatsaechlich das ich ein komplettes Szenario aus dem linken Aermel schuettel? O_O;

Ansonsten wuerde ich auf Online Chroniken verweisen wie Port Lussuria, wo es moeglich ist, als Spieler, mit einem frischen Charakter, sich in Primogen Position hochzuarbeiten sowie, wenn man es anstrebt, den Prinzen Posten zu besetzen.


--- Zitat ---Zum Thema VtM und der Anspruchs des Storytelling, der sich in den Regeln wiederspiegelt... wieso habe ich nur gerade das Lied von Pippi Langstrumpf im Ohr.
--- Ende Zitat ---
Naja, ich wuerde behaupten das V:tM der bisher erfolgreichste Versuch eines eierlegendenwollmilch-RPG ist.
Was insbesondere das ambitionierte Ziel betrifft H&S Spieler und Erzaehlonkel etwas zu geben das beide moegen (wollen).

Es hat Probleme wenn man die besten Eier, die beste Wolle und die beste Milch erwartet, aber es versagt beim Eier legen, Wolle scheren und Milch geben nicht in dem Ausmass das es den Leuten nicht gefallen wuerde.

Teylen:

--- Zitat von: Koenn am  4.08.2011 | 15:07 ---Ich habe Taktik nur in Shadowrun, Savage Worlds und D&D gesehen, aber nie in Vampire.
--- Ende Zitat ---
Ich habe auch bei Vampire Taktik gesehen.
Die Kampfregeln sind ausgearbeitet, ob ordentlich oder nicht, und man kann sie so anwenden wie sie im Buch stehen.

Es gibt Regeln fuer den Menschlichkeitsverfall, Hintergruende sowie Vor- und Nachteile, es gibt Regelanregungen fuer gesellschaftliche Interaktionen, es gibt mit Willenskraft ein System fuer das dramatische Beeinflussen von Wuerfeln.

Man hat schlicht beides.

Direkte Regeln welche Erzaehlrechte betreffen gibt es bei V:tM aber nicht.
(Dafuer Fluff Anweisungen doch bitte keinen auf Diktator / Alleinerzaehler zu machen)
Man kann sich, im Gegensatz zu Fate keine "Fakten" kaufen.
Wesen und Verhalten sind auch nicht annaehrend so stark eingebunden wie Konzepte, Aspekte und Stunts bei Fate.

Man hat auch, abseits der Willenskraft, sonst keine Mechaniken die auf auch nur sachtes PE schliessen lassen.
Savage Worlds hat Bennies die aehnlich wie Willenskraft funktionieren, jedoch - wenn mich die Erinnerung nicht truegt - ein etwas breiteres Spektrum bieten.

Nin:

--- Zitat von: Teylen am  4.08.2011 | 15:16 ---(...) Direkte Regeln welche Erzaehlrechte betreffen gibt es bei V:tM aber nicht.
(Dafuer Fluff Anweisungen doch bitte keinen auf Diktator / Alleinerzaehler zu machen)
Man kann sich, im Gegensatz zu Fate keine "Fakten" kaufen.
Wesen und Verhalten sind auch nicht annaehrend so stark eingebunden wie Konzepte, Aspekte und Stunts bei Fate.

Man hat auch, abseits der Willenskraft, sonst keine Mechaniken die auf auch nur sachtes PE schliessen lassen.
Savage Worlds hat Bennies die aehnlich wie Willenskraft funktionieren, jedoch - wenn mich die Erinnerung nicht truegt - ein etwas breiteres Spektrum bieten.

--- Ende Zitat ---

Spricht ja nix dagegen mit den nWoD VtM zu spielen. Immerhin gibt's ja eine offizielle Übersetzung. Dann hast du alle möglichen PE Tools (teilweise auch Mechaniken, wie z.B. von SpielerInnen bewertbare R-Maps, die ich sonst noch nirgendwo gesehen habe).

Sephiron:
"Flexible Spiele"? Wie kommt man denn auf die Bezeichnung? Die genannten Spiele sind einfach nur sehr 08/15.


--- Zitat von: youth nabbed as sniper am  4.08.2011 | 14:52 ---Für mich stellt sich die Frage, ob das deutsche Vampires DSAisiert wurde, oder DSA vampirisiert. Aber ich hab null Plan von DSA, darum beschäftigt mich die Frage nicht wirklich. Ich bin nur immer wieder skeptisch, wenn ich SLs mit Selbstverständnis als Storyteller beobachte, die andere Spiele "vampirisieren".
--- Ende Zitat ---

Weder noch, denke ich.
DSA war schon so bevor es VtM gab. Und VtM ist auch auf Englisch so. Wenn die VtM-Autoren nicht überzeugte DSA-Spieler waren (sehr unwahrscheinlich), ist das wohl eher einfach ein allgemeines Phänomen.

Anderer Vergleich: Zwei Jahre nach VtM kam Prime Directive raus... und verreckte daran, dass kaum jemand Regeln haben wollten, die sich stark vom Standard (in erster Linie D&D) abheben. (Mit Gurps- bzw. D20-Basis hatte es später mehr Erfolg... Gurps und D20 kennt ja auch jeder.)
Meine Vermutung: VtM war deshalb so erfolgreich, weil das Spiel a) nach bekannten Mustern gestrickt war und b) glaubhaft beteuerte, etwas Anderes zu sein. Schließlich ist beim Verkauf von Rollenspielen (und Comics, sowie sonstigen Produkten für Nerds) Image Alles und (Regel-)Qualität nichts.
Wenn man aber versucht, eine bestimmte Spielweise zu vermitteln, ohne dass das System dabei helfen könnte, ist die Lösung zwangsläufig der Spielleiter. Es bleibt einem Abenteuerautor dann auch einfach nix Anderes übrig als SL-zentrierte Plots zu schreiben.

Teylen:

--- Zitat von: Nin am  4.08.2011 | 15:24 ---Spricht ja nix dagegen mit den nWoD VtM zu spielen. Immerhin gibt's ja eine offizielle Übersetzung. Dann hast du alle möglichen PE Tools (teilweise auch Mechaniken, wie z.B. von SpielerInnen bewertbare R-Maps, die ich sonst noch nirgendwo gesehen habe).
--- Ende Zitat ---
Ja, natuerlich.
Ich vermutete jedoch das sich die Diskussion auf V:tM bis zu dem Stand der 2nd revised bezieht.
Zumindest unter den Online Chroniken ist mir bisher keine bekannt welche das translation document nutzt.

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