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[VtM] Euer Spielverständnis?

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Nin:

--- Zitat von: Taschenschieber am  1.08.2011 | 13:04 ---War nicht eher der Kritikpunkt, dass die Regeln zwar behaupten, das zu tun, es aber nicht schaffen?

--- Ende Zitat ---

Ich verstehe den Eingangspost anders.


--- Zitat von: Glitzer am  1.08.2011 | 13:02 ---Als 4tes und 5tes WoD System haben die auch von den Fehlern der Vorgänger gelernt Nin ;)

--- Ende Zitat ---

Weiß nicht, ob die Regel Unterschiede so gewaltig sind?


--- Zitat von: Orko am  1.08.2011 | 12:57 ---Eigentlich kann das nur mit Systemen passieren, die so tun als könnten sie inkompatible Spielstile miteinander vereinen.

--- Ende Zitat ---

Zum einen glaube ich, dass dir das mit jedem System passieren kann, wenn die SpielerInnen es darauf anlegen ... zum anderen kenne ich keine SpielerInnen, die im Laufe einer Chronik jedes mal gleich spielen wollen. Für mich ist's eher ein Vorteil, wenn ich in der selben Chronik mal richtig losrockern kann und beim nächsten mal eher mein persönliches Drama erlebe.

גליטצער:
Gerade bei Wraith mit dem ausgelagerten Shadow-Player sind sie das durchaus. Und Changeling hatte nie wirklich diese Inneres-Monster-Thematik, da ging es eher im den Zwiespalt Glamour/Banality im SC.

Oberkampf:

--- Zitat von: Nin am  1.08.2011 | 12:59 ---Dass die Regeln sehr unterschiedliche Spielstile zu lassen, das finde ich ja nun nicht wirklich ein Nachteil.

--- Ende Zitat ---

Das Problem sehe ich eher darin, dass die V:tM-Regeln eben diese unterschiedlichen Spielstile nicht wirklich bedienen konnten.

Politikregeln für die Intrigen, den Einfluss, die Machtbereiche oder wenigstens einen funktionierenden Social Combat?
Nach meinen Erinnerungen Fehlanzeige. (Mein Kenntnisstand bei 2e.)

Spannende Kämpfe?
Entweder liefen die wegen des Disziplinsungleichgewichts sehr schnell und sehr vorhersehbar ab, oder sie dauerten ewig. Selbst einige primitive Taktikmöglichkeiten wurden von den Regeln nicht behandelt (z.B. Angriff aus dem Obfuscate). (Wie gesagt, mein Stand ist 2e).

Konflikt zwischen Mensch und Bestie?
Ja, tolle Ideen waren da (Demeanor/Nature, Humanity, Virtues, Derangements), aber die Verwirklichung fand ich schwach.

Lemming:
Also ich denke ich stimme zwar meinen Vorschreibern insofern zu, dass VtM vom Schreibstil des REgelwerks, insbesondere des Sabbats und auch einiger späterer Quellenbücher stark auf das Ego der Spieler eingeht und sie fordert in gewisser Weise egozentrisch, egoistisch zu sein.
Aber mir gefällt gar nicht der Ansatz, dass der Spielleiter dafür verantwortlich ist.

Einerseits hängt es def. sehr stark von der Spielrunde ab, die sich aus x Spielern und typischerweise 1 SL/ST zusammensetzt. Generell denke ich ist das Problem ident wie bei nahezu jedem anderen System, dass Spiel selbst lädt dazu ein, sich einen Vorteil zu holen indem man seinen Charakter entsprechend baut und die Fertigkeiten in eine Richtung auslegt.
Mein Hauptproblem bei VtM war/ist die Diablerie, einerseits ein größeres Risiko (insbesondere in Camarilla Runden) andererseits ein essentieller Machtzuwachs der wiederum Prestige oder generell Möglichkeiten eröffnet.

Problemstellung
Die System beschreibt interessante Fähigkeiten (Pfade, ...) die man erst ab einer gewissen Generation / Macht ausüben kann. Das primäre Streben danach seinem Ziel näherzukommen ist bei vielen Spielern präsent und in meiner bescheidenen Meinung gar nichts Schlechtes. Ganz im Gegenteil, das Streben nach Charakterzielen ist sogar sehr positiv, nur verleitet das System von Vampire durch die Mechanik des Diablerie durchwegs dazu in diese Richtung gehen zu wollen.

Lösungsansatz
Meiner Meinung nach gibt es nur die Lösung die in jedem anderen System ebenso gültig ist. Redet miteinander wohin ihr wollt.
Vampire bietet, (von meinem heutigen Standpunkt betrachtet) eine Vielzahl an Möglichkeiten, das System ist komplex, aber nicht zu komplex und die rollenspielerischen Möglichkeiten sind nahezu unbegrenzt.

Für mich klingt es aber so, als würdest Du die Subtilität der Vampire als wichtig(st)es Merkmal sehen - die Intrigenspinnerei als Beiwerk, aber die Tragödie des ewigen Lebens und der Kampf gegen das Monster als das sehen was es spielenswert macht. Aus heutiger Sicht würde ich Dir zu 80% zustimmen, auch wenn ich als Spieler auch gerne mal "ein wenig Action" sehe.

Erfahrungsgemäß findet man aber immer unterschiedliche Spielstile an einem Tisch. Also entweder sich zusammenraufen und eine gute "Mischung" akzeptieren (lernen) oder mit Gleichgesinnten loslegen, dann haben alle mehr davon.


--- Zitat von: Nin am  1.08.2011 | 13:06 ---Zum einen glaube ich, dass dir das mit jedem System passieren kann, wenn die SpielerInnen es darauf anlegen ... zum anderen kenne ich keine SpielerInnen, die im Laufe einer Chronik jedes mal gleich spielen wollen. Für mich ist's eher ein Vorteil, wenn ich in der selben Chronik mal richtig losrockern kann und beim nächsten mal eher mein persönliches Drama erlebe.
--- Ende Zitat ---
+1



--- Zitat von: youth nabbed as sniper am  1.08.2011 | 13:11 ---Das Problem sehe ich eher darin, dass die V:tM-Regeln eben diese unterschiedlichen Spielstile nicht wirklich bedienen konnten.

Politikregeln für die Intrigen, den Einfluss, die Machtbereiche oder wenigstens einen funktionierenden Social Combat?
Nach meinen Erinnerungen Fehlanzeige. (Mein Kenntnisstand bei 2e.)

Spannende Kämpfe?
Entweder liefen die wegen des Disziplinsungleichgewichts sehr schnell und sehr vorhersehbar ab, oder sie dauerten ewig. Selbst einige primitive Taktikmöglichkeiten wurden von den Regeln nicht behandelt (z.B. Angriff aus dem Obfuscate). (Wie gesagt, mein Stand ist 2e).

Konflikt zwischen Mensch und Bestie?
Ja, tolle Ideen waren da (Demeanor/Nature, Humanity, Virtues, Derangements), aber die Verwirklichung fand ich schwach.

--- Ende Zitat ---

Ernsthaft? Also ich hab das sehr gut in Erinnerung, sowohl als SL wie auch als Spieler.
Ich denke die Regeln bieten eine gute Grundlage aus der eine erfahrene Gruppe sehr viel machen kann.
Mir kan das System nur für Einsteiger sehr unfreundlich vor. Leider sind viele damit eingestiegen.

Nin:

--- Zitat von: Glitzer am  1.08.2011 | 13:09 ---Gerade bei Wraith mit dem ausgelagerten Shadow-Player sind sie das durchaus. Und Changeling hatte nie wirklich diese Inneres-Monster-Thematik, da ging es eher im den Zwiespalt Glamour/Banality im SC.

--- Ende Zitat ---

Bei Wraith hast du schon recht, bei CtD dagegen nicht unbedingt. Auch in CtD hast du sehr unterschiedliche Themen, die einen verschiedenen Spielstil fördern könnten (Naivität vs. Verantwortung, Seelie vs. Unseelie, Nobles vs Commoners, um nur drei zu nennen). Aber diese Themen und Konflikte habe ich nie als sich gegenseitig bremsend und behindernd erlebt.

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