Pen & Paper - Spielsysteme > World of Darkness
[VtM] Euer Spielverständnis?
Clawdeen:
--- Zitat von: TheLemming am 1.08.2011 | 16:28 ---Nur so eine Randnotiz: Ich würde echt gerne mal mit einem bunten Haufen von Euch 'ne Runde VtM spielen, der Thread alleine zeigt soviele Facetten auf und ich hab wirklich wieder Lust auf 'ne Runde eintauchen in die WoD.
--- Ende Zitat ---
Da wäre ich dabei, wobei ... so um die Ecke rum wohnst du nicht gerade, und beim nächsten Treffen jetzt bin ich auch nicht da (muss arbeiten).
Oberkampf:
--- Zitat von: Teylen am 1.08.2011 | 17:24 ---Zu den Systemen, es klingt zwar recht faszinierend aber die Kunst von V:tM war es doch die Punkte allesamt in ein System zu pressen, drauf zu schreiben das man Stories entwickeln will, Intrigen, Kaempfe, Abenteuer (Suche das Buch Nod), Crunch (Hey da ist es!) und innere Konflikte. Und es dann als packen raus zu geben.
--- Ende Zitat ---
Das Markierte war mit viel Zugeständnissen das eigentlich Neue, aber auch nur wegen der aggressiven Vermarktung: Rollenspiel als Storyspiel. Aber natürlich waren vorher schon Spiele erschienen, bei denen Story im Mittelpunkt stand, das haben bloß wenige so betont.
--- Zitat von: Teylen am 1.08.2011 | 17:24 ---Vielleicht teilweise nur sacht und noch nicht mit den Ideen wie man sie heute hat, aber so theorethisch ist das meiste angedacht. Man hat Willenskraft, Konzepte, Verhalten und Wesen, Geistesstoerungen, Vor- & Nachteile, sowie Hintergruende fuer die Story und den Char, ein doppeltes dutzend Sozial & Info Faehigkeiten sowie Status fuer die Intriegen, ein Kampfsystem und genug Crunch fuer Abenteuer gibt es wahrlich. Dazu ein ein passendes Setting.
--- Ende Zitat ---
Aber auch da war wenig Neues dabei. Nature + Demeanor gestehe ich dir gerne zu, auch das passende Setting.
Geistesstörungen gabs bei Warhammer und Call of Cthulhu schon. Vor und Nachteile kannte ich von TORG, bei V:tM waren die ja noch mehr ein Ventil für Powergaming. Zu der Ansammlung an Sozialfähigkeiten und zu Willpower hat Chrischie alles gesagt. Das Kampfsystem war ja gerade nicht storyfördernd, das ist ja das Traurige.
--- Zitat von: Teylen am 1.08.2011 | 17:24 ---Ich dachte das die Staedtebuecher Sandbox/Chronik-Vorschlaege sind und keine Abenteuer.
Das Abenteuer mit der R-Map muesste Lairs of the Hidden oder Laws of the Night gewesen sein.
(Gibt es iirc in erster und zweiter Edition)
--- Ende Zitat ---
Ah, interessant, kannte ich nicht, und ich dachte, ich kenne alles der 1e und fast alles der 2e. Man kann sich irren - gibts das irgendwo auf PDF?
--- Zitat von: Teylen am 1.08.2011 | 17:24 ---Ich habe die Antwort eher darauf basiert das ich eine gewisse Anzahl von V:tM Gruppen kennenlernte, dabei ein recht breites Spektrum an Ansichten erfuhr, jedoch Erfahrungen hingegen Spielleiterwillkuer sowie Geschichtsfixierungen, dabei nicht in einen Ausmass vorkammen die vermuten lassen wuerde das V:tM eine inherente Problematik dahingehend inne wohnt.
Weshalb ich die Aussage der Haeufung nicht nachvollziehen kann.
--- Ende Zitat ---
Dazu das Gleiche, was ich schon bei Sol Invictus schrieb: ich weiß um die eingeschränkte Gültigkeit meiner Erfahrungen.
--- Zitat von: Teylen am 1.08.2011 | 17:24 ---Ich halte die Retro-Welle fuer eine Reaktion auf die Indie-Bewerbung.
V:tM als Ausloeser halte ich fuer zu lange "weg vom Fenster".
--- Ende Zitat ---
Das finde ich interessant.
Die oD&D-Bewegung hat mMn kaum etwas mit Indie-Welle und V:tM oder so zu tun, ich würde die glatt und unverbindlich als Reaktion auf D&D3.x ansehen. Die Indie-Welle, und da haben mMn sowohl du als auch Chrischie prinzipiell recht, ist eine Reaktion auf das Versprechen von V:tM, Drame, Story und Charakterspiel im Rollenspiel in den Mittelpunkt zu nennen. Ob jetzt V:tM dafür die Fundamente gelegt hat, oder ob das Indie-Rollenspiel aus einer Enttäuschung über V:tM entstanden ist, ist mMn dabei zweitrangig. (Obwohl ich natürlich eher an die frustrierten V:tM-Spieler glaube, die versucht haben, das Versprechen von V:tM mit eigenen Regelkonstruktionen einzulösen.)
--- Zitat von: Teylen am 1.08.2011 | 17:24 ---Haette es aber nur das ganz neue RPG-Erlebnis beschrieben, und in der Verpackung dann nicht geliefert, wuerden die Leute sich nicht bis heute mit irrsinniger beharrlichkeit, trotz der Existenz von Alternativen (V:tR, DFRPG, UA, Kult etc.), daran klammern als wuerde es keine Vampire-RPGs mehr ohne V:tM geben.
--- Ende Zitat ---
Hervorhebung von mir.
Das ist ja genau das, was ich als komisch ansehe, weil ich fest der Überzeugung bin, dass sie nicht geliefert haben. V:tR kam mMn für den Markt zu spät heraus, wer da noch V:tM gespielt hat, der hatte schon seinen Frieden mit dem System gemacht (vermutlich durch Hausregeln oder freies Spiel), würde ich behaupten. Meine Vermutung ist, dass Rollenspieler sehr konservativ sind, was neue Regeln angeht, und darum keine neuen Regeln für ein Setting lernen wollten, das sich auf den ersten Blick kaum vom Maskerade-Setting unterschied.
--- Zitat von: Teylen am 1.08.2011 | 17:24 ---Es leuchtet aber doch noch.
Es mag komisch sein, es ist merkwuerdig und ich vermute mal selbst WW weiss nicht wieso, aber V:tM strahlt wie ein Stadionfluter.
Es hat nicht aufgehoert zu strahlen nur weil es tot war, es hat seinen eigenen Nachfolger ueberstrahlt, es strahlt sogar in ein MMO hinein.
Es hat eine Spielerschafft, so in der Menge, nach der sich man ein neues (Indie)RPG die Finger lecken wuerde.
--- Ende Zitat ---
Stimmt. Und ich frage mich, was die Spieler daran finden.
--- Zitat von: Teylen am 1.08.2011 | 17:24 ---Jetzt kann man zwar behaupten das es Nebenwirkungen & Begleiterscheinungen hat, aber das ist doch den Spielern relativ egal, die dem System dazu verhelfen das es so strahlt. Ich mein, wer knapp 6 Jahre ein totes System derart lebendig haelt, waehrend andere, theorethisch bessere Systeme aus dem Boden spriessen und es langsam echt Out of Print ist,... da muss doch was mehr dran sein als das man sich nur damit "arrangierte" und irgendwelche Nebenwirkungen & Begleiterscheinungen leicht painvoll ertraegt.
--- Ende Zitat ---
Ja, das verwundert mich auch. Sicherlich spielt dabei eine Rolle, dass nicht jeder Spieler neue Regeln lernen will. Zum Teil glaube ich aber, dass V:tM wirklich eine Mainstreamvorliebe bedient: die Leute wollen Geschichten hören, nicht selbst Geschichten spielen (und ich muss sagen, dass ich DF teilweise als sehr anstrengend empfinde, aber das mag an der Con-Atmosphäre liegen).
Ich würde jedes System nach den ersten drei Mal spielen einstellen, wenn es so schwerfällig daherkäme wie V:tM. Ich würde kein System spielen wollen, das derart schlecht ausbalanciert ist. Ich würde jedem SL in Zukunft aus dem Weg gehen, der eine Reihe übermächtiger NSCs auftauchen lässt. Aber V:tM behält seinen Fankreis.
Mich würde ehrlich mal interessieren, wer alles V:tM regelmäßig und by the book spielt. (Selbst Teylen arbeitet ja an einer Konvertierung.)
Samael:
--- Zitat von: youth nabbed as sniper am 1.08.2011 | 19:13 ---Mich würde ehrlich mal interessieren, wer alles V:tM regelmäßig und by the book spielt. (Selbst Teylen arbeitet ja an einer Konvertierung.)
--- Ende Zitat ---
Ich, von ca. 1996-2001.
Wir haben sogar eigentlich fast nur das Grundbuch benutzt.
El God:
--- Zitat ---Die Indie-Welle, und da haben mMn sowohl du als auch Chrischie prinzipiell recht, ist eine Reaktion auf das Versprechen von V:tM, Drame, Story und Charakterspiel im Rollenspiel in den Mittelpunkt zu nennen. Ob jetzt V:tM dafür die Fundamente gelegt hat, oder ob das Indie-Rollenspiel aus einer Enttäuschung über V:tM entstanden ist, ist mMn dabei zweitrangig. (Obwohl ich natürlich eher an die frustrierten V:tM-Spieler glaube, die versucht haben, das Versprechen von V:tM mit eigenen Regelkonstruktionen einzulösen.)
--- Ende Zitat ---
Symptomatisch für die Unzufriedenheit der Forgianer mit VtM sei z.B. die Braindamage-Geschichte mit Ron Edwards genannt, der in etwa gesagt hat: Wer VtM spielt und damit glücklich ist, muss echt einen Hirnschaden haben. Nicht alle haben seine Meinung geteilt, aber ich denke tatsächlich, dass die Unzufriedenheit mit vorhandenen Storytelling-Regeln Motivation für viele Aspekte der Forge war.
Samael:
--- Zitat von: Dolge am 1.08.2011 | 19:41 --- [...],der in etwa gesagt hat: Wer VtM spielt und damit glücklich ist, muss echt einen Hirnschaden haben.
--- Ende Zitat ---
Naja.
--- Zitat ---The most damaged participants are too horrible even to look upon, much less to describe. This has nothing to do with geekery. When I say "brain damage," I mean it literally. Their minds have been *harmed.*
--- Ende Zitat ---
Das klingt eher nach: Vampire spielen verursacht Hirnschäden.
Navigation
[0] Themen-Index
[#] Nächste Seite
[*] Vorherige Sete
Zur normalen Ansicht wechseln