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[oWod] Die ganze WoD kombinieren??
Oberkampf:
--- Zitat von: Naldantis am 18.08.2011 | 00:50 ---
- Wo definiert der bevorzugte, gemeinsame Hangout der PCs die Spielwelt?
--- Ende Zitat ---
Kann ich nicht beantworten, ich verstehe die Frage nicht ganz. Vielleicht genügt so viel: der Ort (oder die Orte), wo ein beachtlich großer Anteil der Abenteuer spielt, sollte allen Charakteren zugänglich sein. Bei V:tM lege ich einen großen Teil ins Elysium oder die öffentlich bekannten Haven der Ahnen - da passen keine Werwölfe rein usw.
--- Zitat von: Naldantis am 18.08.2011 | 00:50 ---
- FALLS man Genrekonventionen möchte wie sichert man zu, daß alle Spieler sie auch schätzen, und alle dieselben?
--- Ende Zitat ---
Wie immer: durch Absprache. Aber bei Systemen mit festem Setting sind die Konventionen ohnehin den meisten Spielern bekannt & bewusst, und wer die Konventionen nicht mag, der spielt nicht in diesem Setting.
--- Zitat von: Naldantis am 18.08.2011 | 00:50 ---
- Reden wir hier von tatsächlichen Genrekonventionen, oder nur von einer Spielart unter vielen, die man bei der Einladung / dem Vorschlag explizit darlegen muß?
--- Ende Zitat ---
Ich würde sagen, echte Genre- und Settingskonventionen. Das Setting (und natürlich auch das Regelwerk) konkretisiert ja das Genre und filtert gewissermaßen aus, welche Genrekonventionen spielbar gemacht werden sollen. Inwieweit dies der oWoD gelingt, ist so eine andere Frage.
--- Zitat von: Naldantis am 18.08.2011 | 00:50 ---
- und schließlich, wo bleiben die INDIVIDUELLEN Settingschwerpunkte, wenn man die Varianz über den Charakteren von vornherein einschränkt.
--- Ende Zitat ---
Die Spieler haben doch innerhalb des Settings eine enorme Auswahl an Charakteren, die in dieses Setting hineingehören. Weder bei W:tA noch bei V:tM (noch nach meinem Eindruck bei M:tAsc) kann man von einer geringen Bandbreite der Auswahlmöglichkeiten reden.
--- Zitat von: Naldantis am 18.08.2011 | 00:50 ---
In der Tat sehe ich WoD teilweise als Universalsystem, das unterschiedliche Epochen, Stile und Genres mit einer gemeinsamen Mechanik unterstützt.
--- Ende Zitat ---
Theoretisch kann man jedes RSP-System als genreübergreifendes System behandeln, wenn man viel Fleiß und Geduld dafür verwendet, es an das Genre und Setting anzupassen. Manche Systeme eignen sich dafür aber besser als andere, ich z.B. würde mit den Mechanismen der oWoD kein einziges Setting bespielen wollen. Aber selbst wenn jemand dies wirklich wollte, müsste er die Mechanismen so modifizieren, dass das vom Genre/Setting angestrebte Gefühl transportiert wird. Um aus oWoD ein actionreiches Pulp-RPG zu machen, oder ein gutes Fantasy-RPG, muss man einiges ändern.
Aber selbst wenn man oWoD als Universalsystem ansehen will (was es meiner Meinung nach nicht ist), bedeutet dies nicht, dass man alle Settings des Universalsystems (meinetwegen auch generischen Systems) zusammenschmeißen kann. Für jedes Setting hat man kleine Stellschrauben, die es zu einer besonderen Art von Setting machen. Nimmt man ihm die weg oder reduziert man deren Bedeutung, dann ist es nicht mehr das Selbe.
Hier geht es aber explizit um oWoD als oWoD, nicht oWoD als Universalsystem. V:tM in der oWoD hat einen Satz Regeln für Vampire, von denen die Autoren sich erhoffen, das Besondere am Vampirrollenspiel abzubilden bzw. bei den Spielern hervorzurufen. Da geht es nicht allgemein um irgendwelche Vampire, sondern eben die speziellen Clans & Sekten der oWoD mit ihren speziellen Kräften und Problemen (Jyhad, Humanity-Verlust, Maskerade usw.). Das sind andere Probleme als die der Werwölfe. Wie gesagt, deswegen würde ich auch kein Buffy - tVS mit oWoD spielen wollen, weil es bei Buffy um ganz andere Dinge geht als in der oWoD. Weder das Setting noch die Regeln passen zu Buffy.
--- Zitat von: Naldantis am 18.08.2011 | 00:50 ---
Welche Änderungen ergeben sich in diesem Punkt bei einem Wechsel des Systems?
--- Ende Zitat ---
Jedes System spielt sich anders. Jedes Setting fühlt sich anders an und hat besondere Schwerpunkte. Was die "Homogenität" der Gruppe angeht, wirft das in jedem System/Setting andere Probleme auf. In Standard-D&D müssen meiner Meinung nach alle Charaktere "dungeonkompatibel" sein, sonst läuft das nicht mit langen Dungeoncrawls. Da kann man keine gebrechliche alte Oma spielen. In LoA, wo Dungeons nur als Nebenaspekt auftauchen, geht da einiges mehr, da ergibt auch ein körperlich und magisch schwacher Charakter Sinn. In einem Horror+Detektivspiel ist die Oma kaum ein Problem usw.
--- Zitat von: Naldantis am 18.08.2011 | 00:50 ---
Ich sehe da micht wirklich den Unterschied, ob ich in D&D einen Charakter ablehne, weil er Teleportieren kann oder nicht in enge Gänge kraxeln kann oder will, oder in WoD, weil er nciht ins Umbra kann oder tagaktiv ist.
--- Ende Zitat ---
Genau. Da ist nämlich auch kein Unterschied. Ein D&D-Charakter, der auf Teufel komm 'raus keine Dungeons erkunden will, hat in diesem Spiel so wenig verloren wie ein Werwolfcharakter, der nicht in den Umbra will. Wer Fantasy ohne Dungeons will, kann genug andere Spiele spielen, muss ja nicht gleich DSA sein, wer keinen Umbra mag, kann genug andere Spiele mit sehr "irdischen" Werwölfen spielen.
--- Zitat von: Naldantis am 18.08.2011 | 00:50 ---
Bedeutet das, daß jeder Charakter bei jeder Aktion anwesend sein muß?
Ober lediglich, daß er über einen Zeitraum von mehreren Stunden eine fairen Anteil am Geschehen haben können muß?
--- Ende Zitat ---
Frage 1: Nein, nicht bei jeder Aktion, aber bei jeder wichtigen. Das Gruppen sich kurzzeitig Aufsplitten, um individuell nach Hinweisen zu suchen etc. ist ja nicht ungewöhnlich. Das kann man mit ein paar Würfen und einer kurzen Besprechung abhandeln, ehe es dann mit dem Spiel weitergeht.
Frage 2: Jein. Fairer Anteil ist wichtig, aber allein nicht ausreichend. Wenn von fünf Stunden Spielzeit jeder Spieler eine Stunde spielen durfte, ist das zwar fair, aber rollenspielerisch ein Alptraum. (Sowas kenne ich aber auch wirklich nur von oWoD).
--- Zitat von: Naldantis am 18.08.2011 | 00:50 ---
Ich konnte die anderer Spielweise nie als störend empfinden, dann war man halt mal 'ne Stunde Zuschauer, na und?
Endlich mal Gelegenheit, seine Ausrüstung zu erneuern, seinen Spellplan zu überarbeiten, die Anwerbbläne wie die Besiedlung der Provinz zu aktualisieren, oder schlicht endlich mal die Privatgespräche mit anderne Chars zu führen, zu denen man diese Session noch nciht gekommen ist, usw.
--- Ende Zitat ---
Ich empfinde es am Spieltisch störend, wenn ein Spieler mit dem SL seine Privatrunde spielt, und mich nervt es, wenn währenddessen zwei Spieler oder mehr untereinander noch Privatgespräche führen, selbst wenn diese "in Character" sind. Das ergibt einen elenden Soundbrei am Tisch, der bei mir jede Stimmung zerstört. Als Spielleiter hasse ich es, wenn ich drei Spielgruppen gleichzeitig behandeln muss, und die knappe Zeit, die man zum Spielen hat, wird dabei verschwendet.
Natürlich muss man sich daran nicht stören, wenn das für dich in Ordnung ist, hast du verständlicherweise weniger Probleme damit, wenn die Gruppe mehr und mehr zerfasert, weil die Charaktere nur schwach ins Setting eingebunden sind.
Teylen:
--- Zitat von: youth nabbed as sniper am 18.08.2011 | 10:48 ---Kann ich nicht beantworten, ich verstehe die Frage nicht ganz. Vielleicht genügt so viel: der Ort (oder die Orte), wo ein beachtlich großer Anteil der Abenteuer spielt, sollte allen Charakteren zugänglich sein. Bei V:tM lege ich einen großen Teil ins Elysium oder die öffentlich bekannten Haven der Ahnen - da passen keine Werwölfe rein usw.
--- Ende Zitat ---
Das ist Geschmackssache.
In der letzten Skype Runde war unsere Gruppe gerade mal vielleicht 20 Minuten Offplay im Elysium, Inplay war es eher kuerzer.
In denen davor war die Elysiumszeit teilweise noch weniger bis gar nicht vorhanden. Und das obwohl das eine Camarilla Runde ist.
In irgendwelche Zufluchten wird man nicht so einfach eingeladen bzw. rueckt die eigene nichtmals im Kluengel nun unbedingt raus.
Wenn dann ist es meist auch eher Briefing maessig, wobei wir da in der Skype Runde ein Clubhouse bekommen haben.
--- Zitat ---Hier geht es aber explizit um oWoD als oWoD, nicht oWoD als Universalsystem.
--- Ende Zitat ---
Die oWoD wirbt durchaus damit das die grundlegende Mechanik [Attribut + Faehigkeit gegen variable Schwierigkeit] sowie der Aufbau [9 Attribute, iirc 26 Faehigkeiten, Hintergruende, Willenskraft, Gesundheitsstufen] gleich sind und sich, innerhalb der oWoD, uebertragen lassen.
Es ist ja nicht so als haette man das Rad ueberall neu erfunden oder neu erfinden wollen.
Nun und W:tA ist da nicht unterschiedlicher als Kinder des Lotus.
--- Zitat ---Frage 1: Nein, nicht bei jeder Aktion, aber bei jeder wichtigen. Das Gruppen sich kurzzeitig Aufsplitten, um individuell nach Hinweisen zu suchen etc. ist ja nicht ungewöhnlich. Das kann man mit ein paar Würfen und einer kurzen Besprechung abhandeln, ehe es dann mit dem Spiel weitergeht.
Frage 2: Jein. Fairer Anteil ist wichtig, aber allein nicht ausreichend. Wenn von fünf Stunden Spielzeit jeder Spieler eine Stunde spielen durfte, ist das zwar fair, aber rollenspielerisch ein Alptraum. (Sowas kenne ich aber auch wirklich nur von oWoD).
--- Ende Zitat ---
Punkt 1, das widerspricht dem Sinn des aufteilen.
Wenn sich die Charaktere aufteilen, wie bei der letzten Runde, und die einen Blut besorgen soll, der naechste die Waffen, wieder einer ein Auto und noch ein Trupp Informationen aus einem Auktionshaus erhalten, ist schon jede Aktion wichtig, aber nun bei keiner alle dabei. [Was nachteilig war, weil fuer das Auktionshaus nicht die effektivsten Chars abgestellt wurden]
Punkt 2, also bisher hat da noch keiner mit der Stoppuhr gesessen o_O
Ansonsten lernte ich das Spotlight verteilen auch in anderen Systemen, die ich auf dem Grossen spielte kennen. [Besonders genial funzte es dabei imho bei Dramatik]
Normalerweise erwarte / unterstelle ich beim gemeinsamen Spiel am Tisch die Disziplin das keiner dem anderen in sein Spotlight oder die Szene reinquatscht.
Aufteilungen finden zudem eher statt weil die Charaktere stark in das Setting eingebunden sind.
Teylen:
Russell Bailey schreibt in seinem Blog:
The World of Darkness is about THINGS BLOWING UP and PEOPLE GETTING KICKED. And most especially it is about CROSSOVER. :D
this is what they want
Wobei der Beitrag ein wenig ironisch geschrieben wirkt.
[WoD goes Liga der aussergewoehnlichen Monster]
Scimi:
Ich denke aber, dass das ein Hauptproblem beschreibt, was Crossover angeht: Durch einige wirklich grauslige Bücher über das Thema und dadurch, dass es ein beliebter Zeitvertreib von roflmao-imba-Powergamerz gewesen ist, hat sich da so ein Bild in vielen Köpfen festgesetzt, dass Crossover = schlecht.
Naldantis:
--- Zitat von: Jiba am 18.08.2011 | 10:39 ---Noch ein Nachtrag zu WtA: Ist es nicht so, dass man sagen könnte, dass das Umbra schon deshalb eine enorme Rolle im Werwolf-Spielgefühl und -Spielweltgefüge einnimmt und eben nicht nur ein bisschen Randfluff ist, weil es meines Wissens nach schon im GRW Regeln dafür gibt, was passiert, wenn ein Garou zu wenig bzw. zu viel im Umbra rumhängt - er verliert dann den Wolf in sich. Also ich halte das für einen guten Beweis dafür, dass die Autoren im Umbra einen wesentlichen Faktor des Vanilla-Werwolf-Spielgefühls sehen.
--- Ende Zitat ---
Kann ich mir jetzt nicht vorstellen, weil es viele Werviecher gibt, die sowieso normalerweise nicht ins Umbra können.
Außerdem sehe ich das praktische Problem nicht - der eine geht halt Abends zur Entspannung in die Sauna, der andere hängt eine Stunde in Umbra ab...
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