Pen & Paper - Spielsysteme > World of Darkness
[oWod] Die ganze WoD kombinieren??
Jiba:
--- Zitat von: Naldantis am 18.08.2011 | 23:22 ---Kann ich mir jetzt nicht vorstellen, weil es viele Werviecher gibt, die sowieso normalerweise nicht ins Umbra können.
--- Ende Zitat ---
Ich rede ja auch vom "Vanilla-Werwolf-Spielgefühl", nicht vom "Vanilla-Changing-Breeds-Spielgefühl". Und ob jetzt dadurch am Spieltisch ein Problem entsteht ("Hey Moment, ich war noch nicht meine zwei Stunden diese Woche im Umbra... mein Charakter könnte seinen Wolf verlieren!") oder nicht, war gar nicht das Thema - das vielleicht eher nicht. Allerdings weist, finde ich, die Existenz dieser Regel recht eindeutig darauf hin, dass man, wenn man denn schon Werwolf spielt, auch das Umbra ins Spiel mit einbeziehen sollte - zumindest laut indirekter "Empfehlung" des Regelwerks. Das muss man nicht, klar, aber Werwolf definiert sich als Spiel eben auch über das Umbra als Haupt- und nicht als Nebenschauplatz.
Naldantis:
--- Zitat von: youth nabbed as sniper am 18.08.2011 | 10:48 ---Kann ich nicht beantworten, ich verstehe die Frage nicht ganz. Vielleicht genügt so viel: der Ort (oder die Orte), wo ein beachtlich großer Anteil der Abenteuer spielt, sollte allen Charakteren zugänglich sein. Bei V:tM lege ich einen großen Teil ins Elysium oder die öffentlich bekannten Haven der Ahnen - da passen keine Werwölfe rein usw.
--- Ende Zitat ---
Ach so, wenn das so ist...
...ich kann mich kaum an irgendeine Szene in einem Elysium erinnern, und wir als Garou zu mehr als 1 oder 2% der Zeit Umbra waren, würde mich das auch wundern.
Daher wohl die unterschiedliche Wahrnehmung.
--- Zitat ---Wie immer: durch Absprache. Aber bei Systemen mit festem Setting sind die Konventionen ohnehin den meisten Spielern bekannt & bewusst, und wer die Konventionen nicht mag, der spielt nicht in diesem Setting.
--- Ende Zitat ---
Aber muß man dann auch auf das System verzichten?
Und, wie ich schon erwähnte, schienen in unseren Gruppe diese knventionen nur von ener Minderheit der Spieler so erwartet zu werden.
--- Zitat ---Die Spieler haben doch innerhalb des Settings eine enorme Auswahl an Charakteren, die in dieses Setting hineingehören. Weder bei W:tA noch bei V:tM (noch nach meinem Eindruck bei M:tAsc) kann man von einer geringen Bandbreite der Auswahlmöglichkeiten reden.
--- Ende Zitat ---
Bei Mage hast Du recht, aber bei den beiden anderen scheint Ihr die Charaktere durch die Genrekonventionen sehr einzugrenzen.
Theoretisch kann man jedes RSP-System als genreübergreifendes System behandeln, wenn man viel Fleiß und Geduld dafür verwendet, es an das Genre und Setting anzupassen.
[/quote]
Ich sehe da Null Anpassungsbedarf: Wenn sich die Gruppe entscheidet, daß sie ein bestimmtes Genre spielen möchten, dann tut man es einfach, so wie man sich auch bei einer pure-Vamp-Gruppe bewußt dafür entscheiden müßte.
Mehr ist doch eigentlich nicht notwendig, oder was fehlt Dir an einem bestimmten Genre?
--- Zitat ---Um aus oWoD ein actionreiches Pulp-RPG zu machen, oder ein gutes Fantasy-RPG, muss man einiges ändern.
--- Ende Zitat ---
Also für Pulp ist es doch eigentlich durch die sehr einfachen Regeln, und den Hintergrund gut geeignet, und für Fantasy fehlt lediglich der Hintergrund, bzw. beim Hartwurst die Ressourcenverwaltung und bei High-Fantasy die freie Magie.
--- Zitat ---Manche Systeme eignen sich dafür aber besser als andere, ich z.B. würde mit den Mechanismen der oWoD kein einziges Setting bespielen wollen. Aber selbst wenn jemand dies wirklich wollte, müsste er die Mechanismen so modifizieren, dass das vom Genre/Setting angestrebte Gefühl transportiert wird.
--- Ende Zitat ---
Nochmal:selbst in der reinen Form nur mit Vampiren oder nur mit Werwölfen, konnte ich keine Tendenz zu diesem spezifischen Genre feststellen...
...ergo verliert mach auch beim Crossover nichts, denn selbst wenn die Befürchtungen wahr wären, hätte man denselben Status wie zuvor.
--- Zitat ---Hier geht es aber explizit um oWoD als oWoD, nicht oWoD als Universalsystem. V:tM in der oWoD hat einen Satz Regeln für Vampire, von denen die Autoren sich erhoffen, das Besondere am Vampirrollenspiel abzubilden bzw. bei den Spielern hervorzurufen. Da geht es nicht allgemein um irgendwelche Vampire, sondern eben die speziellen Clans & Sekten der oWoD mit ihren speziellen Kräften und Problemen (Jyhad, Humanity-Verlust, Maskerade usw.).
--- Ende Zitat ---
Und in den späteren Regelwerken viele andere, deren Verbindungen zu anderen Übernatürlichen Wesen, andere Magie, etc.
Aber mein Punkt ist halt, daß man keinen Film um einen Vampirball dreht, sondern sich individuelle Charaktere frei entfalten möchten, ihre eigenen Dinge haben, die sie interessieren.
Genau das meine ich mit einer zu strikten Einschränkung - nicht nur müssen die Chars am Anfang willige Hofintrigen-Akteure sein, sie müssen es auch immer bleiben.
--- Zitat ---Genau. Da ist nämlich auch kein Unterschied. Ein D&D-Charakter, der auf Teufel komm 'raus keine Dungeons erkunden will, hat in diesem Spiel so wenig verloren wie ein Werwolfcharakter, der nicht in den Umbra will. Wer Fantasy ohne Dungeons will, kann genug andere Spiele spielen,
--- Ende Zitat ---
Komisch, ich kenne viele Gruppen, in denen das klassische Dungeon auch eine Ausnahme ist...
...politische Intrigen und gesellschaftliche Aufstände, Piraten und handelskontore oder Magiergilden lassen sch nämlich auch mit D&D spielen.
--- Zitat ---Ich empfinde es am Spieltisch störend, wenn ein Spieler mit dem SL seine Privatrunde spielt, und mich nervt es, wenn währenddessen zwei Spieler oder mehr untereinander noch Privatgespräche führen, selbst wenn diese "in Character" sind. Das ergibt einen elenden Soundbrei am Tisch, der bei mir jede Stimmung zerstört. Als Spielleiter hasse ich es, wenn ich drei Spielgruppen gleichzeitig behandeln muss, und die knappe Zeit, die man zum Spielen hat, wird dabei verschwendet.
--- Ende Zitat ---
Naja, wenn die Privatgespräche intimer werden, oder sich um Intrigen drehen, bei denen nicht alle PCs auf der selben Seite stehen, ist es eh besser, sie in einem anderen Raum zu führen...
...und als SL muß man ja nicht drei Gruppen führen - die können ja vieles auch unter sich machen oder anhand bekannter Daten (Preislisten, etc.) entscheiden,
Aber ich verstehe wie Du das meinst.
--- Zitat ---Natürlich muss man sich daran nicht stören, wenn das für dich in Ordnung ist, hast du verständlicherweise weniger Probleme damit, wenn die Gruppe mehr und mehr zerfasert, weil die Charaktere nur schwach ins Setting eingebunden sind.
--- Ende Zitat ---
Nein, nicht schwächer ins Setting eingebunden, nur seöbstständiger von der Gruppe.
Im Gegenteil, ein Adeliger, der gerade nicht mit den Slums in Kontakt kommen möchte und ein Schmuggler, der an Kirchenbesuchen kein Interesse hat, scheinen mit besser ins setting eingebunden als Charaktere, die überall dabei sein wollen, nur um eben dabei zu sein.
Oberkampf:
@Naldantis
Nur nochmal zur Eignung der oWoD als Universalrollenspiel: Mir fehlt da an allen Ecken und Enden was, mal abgesehen davon, dass ich die Regeln als solche ohnehin nicht sonderlich gelungen finde. Schiffskämpfe in einem Piratensetting? Dogfights im Weltkriegs-, Pulp oder Space Operasetting? Verrückte Wissenschaft im Pulp? Cyberware und Cyberpsychosis? Monster und magische Gegenstände für Fantasy? Politikregeln für Fantasy? Navigationsregeln für FTL-Sci-Fi? Furchtregeln für Horror? Einschüchtern und Tricksen in Mantel und Degen-Settings? Das ist nur so das, was mir jetzt spontan durch den Kopf gegangen ist.
Natürlich kann man den Würfelmechanismus (Pool aus Attribut+Ability gegen Schwierigkeit zwischen 4 und 10) übernehmen und für jedes Setting einen eigenen Satz Regeln auf dieser Basis erstellen - aber da greife ich doch lieber zu wirklich leichten und flüssiger spielbaren Konvertierungssystemen.
Die andere Sache ist eben wirklich die: wenn bei meinem Spielerumfeld mal wieder das V:tM-Bedürfnis geäußert oder eine V:tM-Runde angeboten wird, dann wollen die Leute ausdrücklich V:tM spielen. Mit dem ganzen publizierten Vampirhintergrund, oder zumindest den Publikationen der 2nd Edition. Dann gehts nicht darum, Vampire wie im Buffyverse, oder wie in den Dresden Files oder wie in From Dusk til Dawn zu spielen, sondern ausdrücklich die Vampire der Clans in den von WW entwickelten Fraktionen, mit den Traditionen, Clans- und Sektenintrigen, Vampirkräften usw. Und genau das verstehe ich als einen spezifischen Settinghintergrund des generellen Genres "Urban Horror".
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