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[Science-Fiction] Weltraum-Kolonisation
Feuersänger:
Und welche Erträge kann ein Amish-Bauer schon erzielen, wenn er keine Maschinen benutzen will?
Das erinnert mich: die Burschen ziehen den Pflug ja auch nicht selbst. Wer keine Traktoren hat, braucht Pferde oder Ochsen. Wie transportiert man solche Biester - und andere Tiere wie z.B. Katzen - quer durch den Weltraum?
Mein Gedanke wäre: Vor dem Start werden sie sediert. Dann mit sehr starken Raketen bei möglichst geringer Beschleunigung (das frisst viel mehr Energie als hohe Beschleunigung) in den Orbit gebracht. Dort auf das Sternenschiff umgeladen, in ein Habitat mit künstlicher Schwerkraft (Zentrifuge mit möglichst großem Radius, damit die Pferde nicht kotzen). Den Flug über können sie großteils normal leben wie im Stall auf der Erde. Dann zur Landung auf der neuen Welt wieder under Betäubung umladen, und mit einem Landeschiff wieder mit möglichst geringen Beschleunigungen auf den Boden bringen.
Das alles hin oder her, Landwirtschaft im Amish-Stil wird sich von und hinten nicht lohnen. 1000 Siedler mit Maschinen können mehr schaffen als 10.000 Siedler ohne Maschinen.
<Juju>:
Jemand hatte schonmal vorgeschlagen die Tiere als Embryonen mit Brutkasten zu den Planeten zu befördern.
Das dauert dann zwar ein paar Jahre bis man die benutzen kann, aber dann hat man zumindest einen selbst replizierenden Grundstock.
Durch verschiedene Rassen können Pferde und andere Zuchttiere auch einige andere Aufgaben erfüllen.
Wie zum Beispiel Zugtiere, Reittiere, Nahrung, Haustiere und gerade den Einwanderern ein Gefühl von Heimat zu geben.
Über kurz oder lang wird es sinnvoll sein terranische Tiere auf den Kolonien einzuführen. Zumindest auf denen die Tiere ohne Probleme überleben können.
Bei schwierigen Welten stellt sich die Frage gar nicht, da müssen es Maschinen sein.
Als Gegenargument gegen Maschinen kam der Treibstoff.
Aber da die Ölkrise in dieser Zeitlinie bewältigt wurde, gehe ich davon aus dass die meisten Fahrzeuge irgend eine Art von Elektro Antrieb haben.
Und da die Energieversorgung wegen aller anderer Bauvorhaben auf der Kolonie mit die höchste Priorität hat, denke ich nicht dass die Energieversorgung
von Fahrzeugen ein Problem sein sollte. Ich glaube eher, dass diese sich durch Solarengergie selbst versorgen werden und am Anfang eher sogar als Energiequelle herhalten müssen.
Im Vergleich zu den Tieren haben Sie allerding eine weit höhere Tonnage an Bord der Raumschiffe und werden später mehr zu Luxusimporten auf den Kolonien.
P.S. das ganze Koloniegeschreibe weckt in mir das dringende bedürfniss mal wieder Space Empires zu spielen :-[
Pyromancer:
--- Zitat von: Feuersänger am 11.08.2011 | 11:35 ---Das alles hin oder her, Landwirtschaft im Amish-Stil wird sich von und hinten nicht lohnen. 1000 Siedler mit Maschinen können mehr schaffen als 10.000 Siedler ohne Maschinen.
--- Ende Zitat ---
Der Vorteil ist halt, dass die Amish-Landmaschinen gleichzeitig kleine Landmaschinen-Fabriken sind. Die industrielle Basis, die für eine Ochs-und-Pflug-Landwirtschaft nötig ist, ist sehr einfach zu etablieren und aufrechtzuerhalten; aber was machst du, wenn das stufenlose Hydraulik-Getriebe, oder der Computer für die automatisierte Düngemittelverteilung deines High-Tech-Schleppers kaputt geht und das Ersatzteil nicht lokal hergestellt werden kann? Da hast du die Wahl zwischen riesigen Ersatzteillagern oder langen, langen Ausfallzeiten.
<Juju>:
Ich finde bevor die Kolonie nicht etabliert ist macht es keinen Sinn richtige High-Tech Maschinen dort abzuliefern.
Aber Maschinen nach Militärspezifikation sind am Anfang sicherlich verlässlicher als Tiere.
Damit meine ich nahezu Unkaputtbare Zugmaschinen, die nicht weiter machen als vorwärts und rückwärts zu fahren und nen normalen Pflug ziehen,
und die im Notfall von Kolonisten-John mit Draht und Spucke repariert werden können.
Trotzdem muss natürlich auch ein gewisser Vorrat an ersatzteilen Vorhanden sein, aber das ist mit Sicherheit immer noch weniger Transportaufwand als
lebende, ausgewachsene Tiere auf die Kolonien zu bringen.
Tudor the Traveller:
Die Tiere kann man u.U. auch nicht einfach so auf einen anderen Planeten bringen. Die Veränderungen könnten die Tiere ohne Training und / oder medikamentöse Unterstützung massiv beeinträchtigen (Stichwort: Stress). Da kommen dann eventuell durch Trainingsprogramm, Züchtung, Medikamente oder genetische bzw. operative Anpassungen auch wieder größere Kosten dazu.
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