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[Empfehlungen] ich will mich mehr mit UF beschäftigen...
Würfelheld:
Hallo Gemeinde,
nachdem ich jetzt die Dresden Files mehr oder weniger durchhabe, möchte ich mich noch einwenig mehr mit Urban Fantasy beschäftigen.
Also welche Must-Have-Romane aus dem Genre könnt Ihr mir empfehlen und warum?
Besten Dank schonmal,
Wüfelheld
Oberkampf:
Wenn du es ein wenig überdreht mit viel Action und leicht parodistischem Zug magst, Simon R. Greens "Tales from the dark side" und "secret history" gefallen mir ganz gut. Die secret history finde ich noch um eine Ecke besser.
Rob Thurman finde ich ebenfalls klasse, allerdings hat sie auch stellenweise schwarzen Humor.
Außerdem gefällt mir die "Wächter"-Reihe von Lukjanenko und die Sonja-Blue-Serie von Nancy A. Collins. Die ist aber schon ein paar Jahre alt.
Niniane:
Neil Gaiman - Neverwhere
Etwas mehr Fantasy als Urban, aber ein Klassiker. Normalo gerät in eine Art Parallelwelt, die sich unter London befindet.
China Mieville - UnLondun
Eigentlich ein Kinderbuch, schlägt in eine ähnliche Kerbe wie Neverwhere
Christoph Marzi - Lycidas, Lilith, Lumen
Anfangs noch sehr inspiriert von Gaimans "Neverwhere", entwickelt aber spätestens ab der 2. Hälfte des ersten Bandes einen eigenen Drive und hat ab Band 2 gar nichts mehr damit zu tun. Ist absolut lesenswert und voller literarischer Anspielungen.
Bernhard Hennen - Nebenan
DER Roman für Rollenspieler: Bei einer nächtlichen Larpsession mit pseudokeltischen Ritualen wird die Tür zur Anderswelt geöffnet, und der Erlkönig sieht seine Chance gekommen, in unserer Welt ein wenig für Unruhe zu sorgen.
Großartig und urkomisch, besonders der Priester, der mit Weihwasser in der Supersoaker auf Elfen schiesst, die zu rosa Wölkchen verpuffen.
Keine Ahnung, ob das ein Must-Have ist, aber ich fand ihn sehr lustig und immer wieder schön.
Neil Gaiman - American Gods
Die Wächter-Romane von Lukianenko
etwas abgefahrener: die Bücher von Jonathan Barnes
Timberwere:
Auch wenn es im 19. Jahrhundert spielt, Urban Fantasy (nur halt eben im viktorianischen London) ist es:
- The Extraordinary and Unusual Adventures of Horatio Lyle
- The Obsidian Dagger
- The Doomsday Machine
von Catherine Webb.
Die Serie gilt zwar auch eigentlich als Jugendbuch (warum, weiß ich gar nicht so genau, vielleicht, weil neben der namensgebenden Hauptfigur auch zwei Kinder die Helden sind), aber Ms. Webbs Schreibstil ist einfach schön und die Fantasy-Elemente wunderbar integriert.
UnLunDun wurde ja schon genannt, aber die anderen London-Bücher von China Miéville (King Rat und Kraken) passen auch in das Genre. Und Miéville hat eine ganz unbeschreibliche Art, mit der englischen Sprache umzugehen, die man einfach mal gelesen haben muss, von seinen sehr, sehr abgefahrenen Ideen mal ganz abgesehen.
Die "Laundry"-Reihe von Charles Stross: "The Atrocity Archive", "The Jennifer Morgue" und "The Fuller Memorandum".
Das Konzept hierbei ist, dass es eine Unterabteilung des Britischen Geheimdienstes (und natürlich auch der Geheimdienste anderer Länder) gibt, die sich speziell mit dem Übernatürlichen befassen - wobei das Übernatürliche in diesem Fall eher in Richtung Cthulueske Fantasy geht. Auch Stross hat unglaublich witzige Ideen: Allein das Konzept der "computational demonology" oder der Fall des Studenten, der unwissentlich ein echtes Tor in eine Zwischenwelt in einen Neverwinter-Nights-Level hineinprogrammiert... Und auch Stross ist einer der Vertreter eines sehr netten Schreibstils.
Orakel:
"The City & the City" von Mieville gehört eigentlich auch noch hier rein, auch wenn das phantastische Element hier ein wenig anders belegt wird als es normalerweise bei der Urban Fantasy der Fall ist.
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