Pen & Paper - Spielsysteme > Pathfinder/3.x/D20
[3.5] Workshops für Charaktere zum Erwerb von Talenten
Shao-Mo:
Hallo zusammen!
In meiner Kampagne soll die Gruppe die Möglichkeit erhalten, sogenannte Workshops/Bootscamps zu besuchen. Das erfolgreiche Absolvieren dieser Kurse, soll den Charakteren einen im Spiel verwendbaren Vorteil geben. Bei den Vorteilen habe ich für Talente entschieden. Da die Charaktere nur in meiner Kampagne verwendet werden, brauche ich mir über die Spielbarkeit und das Mächtigkeitsniveau in anderen Gruppe keine Gedanken machen.
Die Gruppe ist aktuell Stufe 10 und von den Klassen ist alles vertreten.
Die Talente die sie erlernen können stammen haupsächlich aus 3t Produkten (z.B. Netbook of Feats), welche die Spieler so normalerweise nicht wählen würden - eben auch weil sie teilweise "nett" sind, aber nicht oft verwendung finden würden.
Beispiel der Zauber Summon Undead so modifizieren, dass die beschworenen Kreaturen mit Waffen und Ausrüstung erscheinen, ja sogar Belagerungswaffen, was natürlich zur Erhöhung des Zaubergrades führt.
Jetzt möchte ich den Spielern keine unendliche Ressource anbieten, durch welche sie ihre Talent-Auswahl beliebig erweitern können. Die Anforderungen der Talente behalte ich bei. Vielleicht mache ich mir auch zu viele Gedanken, weil ich eine allgemeinlösung haben möchte, die es nicht gibt.
Was fehlt mir:
Eine Spielsystem-Mechanik, was ein Charakter machen muss, um an diesen Lernkursen Teilzunehmen.
Geplanter Ablauf während dem Spielen:
Der Charakter sucht sich aus einer Liste einen Kurs aus, welcher ihm zusagt (und die Voraussetzungen erfüllt) ...
Variante A)
# ... Er nimmt daran teil, der Charakter ist für X Wochen damit beschäftigt und macht nichts anderes.
Variante B)
# ... Er muss vorab erst einen Geldbetrag zahlen (die Ausbilder machen das schließlich nicht umsonst), um an dem Kurs teilzunehmen.
Während dem Kurs gibt es Prüfungen die absolviert werden müssen (z.B. Würfelproben). Scheitert eine wird die Dauer verlängert, oder bei mehrmaligem Scheitern muss der Kurs erneut besucht werden. Der Charakter ist für X Wochen damit beschäftigt und macht nichts anderes.
Vor- und Nachteile von Variante:
A] Schnell am Spieltisch abgehandelt, rein Erzählerischer Aspekt.
B] Erwerb der Lernkurse durch eine Ressource der Spieler, Detailierter Ablauf, Ausspielen einzelner Stellen wird durch Würfelproben unterstützt, Versagen ist Möglich.
Aktuell bevorzuge ich Variante B.
[*]Ressourcen sollen dafür aufgewendet werden, aber diese sollen nicht zu hoch sein, damit es attraktiv bleibt. Entweder einen hohen Betrag wählen und X Kurse pro Jahr frei (je nach Status bei der Fraktion), damit diese auch wieder zurück kehren.
[*]Das Talente unterschiedlich aufwändig zu lernen sind und deshalb zum lernen unterschiedlich viel Zeit benötigen, habe ich erstmal nach hinten geschoben. Und zwar, weil ich dafür die Talente bewerten müsste und das ist zum einen viel Aufwand und zum zweiten subjektiv und abhängig von der Gruppe und Kampagne (was ein Satz).
[/list]
Ich hoffe ihr versteht was ich machen möchte. Habt ihr dazu Tipps oder sogar Erfahrungen?
kalgani:
Verstehe was du möchtest und würde auch zu Methode B tendieren, da es sonst in eine rein Würfelmechanik die einen pushen kann versetzt. Als Spieler hätte man ja auch kein Problem theoretisch einfach mal ein Lernjahr einzufügen um 3 Talente mehr zu haben!
Der Nârr:
Dann ist der Charakter aber ein Jahr älter und Alter ist in D&D, wo es Alterungsregeln gibt, eine Ressource. Außerdem schläft das Böse nicht.
Geld sollte das ganz auf jeden Fall kosten (es gibt in D&D außer dem ersten Level nichts umsonst), aber die Lösung mit den Proben finde ich nicht ideal. Ich würde das ganze berechenbar machen und teuer genug, dass man sich 3x überlegt, ob man ein Jahr ins Bootcamp möchte. Welcher Preis angemessen ist, musst du wohl selber in deiner Kampagne herausfinden: Was sind die Spieler bereit zu zahlen? Dabei musst du dir überlegen, wofür sie ihr Geld sonst so ausgeben könnten oder normalerweise ausgeben, denn das sind die Konkurrenzprodukte.
Ich könnte mir auch vorstellen, dass Auftraggeber die Weitergabe eines besonderen Talents nach Erfüllung eines Auftrags ermöglichen.
kalgani:
Alter ist nur für Menschen und Halborks ein knapper Zeitraum, alle anderen Rassen haben viel mehr Zeit.
Ich werd eh nie verstehen warum die mehrzahl der Leute Menschen spielt... ist man doch schon den ganzen Tag!
Feuersänger:
Weil Menschen für fast alle Klassen am besten, oder zumindest hervorragend geeignet sind,
weil die anderen mechanisch guten Rassen so exotisch sind, dass man sie sich nicht gut vorstellen kann,
weil die "bekannten", also nicht-exotischen nichtmenschlichen Rassen (Elf etc.) mechanisch meist deutlich schwächer sind als Menschen.
Was uns insofern zum Thema des Threads zurückbringt: der eine Bonusfeat des Menschen ist eine Menge wert, weil er bedeutet, dass Menschen _drei Level eher_ als andere Rassen den vollen Nutzen aus Featketten ziehen.
Feats sind in 3.X ein verdammt knappes Gut: die meisten potentiellen Charaktere bekommen nur 7 davon im Laufe einer 20stufigen Karriere. Gleichzeitig sind die absolut meisten der je veröffentlichten offiziellen Feats schlicht Müll. Darum hat man als Spieler ja auch Bauchschmerzen, wenn man einen dieser wertvollen Slots für einen Müllfeat opfern soll. Von daher ist es sehr gut nachvollziehbar, dass der TE solche schwächeren Feats zusätzlich herausgeben will.
Daher meine Antwort zur Eingangsfrage: lass sie nicht zu sehr durch Reifen springen. 1 Jahr ist viel zu viel, insbesondere da es sich ja eh um schwächere Feats handeln soll. Ein paar Wochen und eine handvoll Gold, so symbolisch um das Training zu simulieren, sind absolut ausreichend.
FWIW, ich würde 3.5 mit der PF-Featprogression spielen, d.h. auf jeder ungeraden Stufe einen Charakterfeat geben, aber ohne dabei die Feats aufzusplitten und zu nerfen, womit PF die erhöhte Progression ad absurdum geführt hat.
Navigation
[0] Themen-Index
[#] Nächste Seite
Zur normalen Ansicht wechseln