Pen & Paper - Spielsysteme > Pathfinder/3.x/D20
Mundane Klassen aufbohren, aber wie?
Tudor the Traveller:
Als Alternative zu den Fäden, die die Caster-Klassen einschränken wollen, um sie mit den mundanen Klassen zu balancieren, werfe ich mal die Frage in den Raum, ob man nicht die mundanen Klassen stattdessen aufwerten kann.
--- Zitat von: Feuersänger am 15.09.2011 | 11:15 ---2/3- und Vollcaster hingegen sind bis unter die Halskrause mit Utilities vollgestopft. Und es macht wirklich Spaß, sage ich aus eigener Erfahrung, die Spruchliste nach innovativen Anwendungen seiner Zauber durchzugehen, um auch knifflige Probleme auf unerwartete Weise zu lösen.
--- Ende Zitat ---
Ich weiß genau was hier gemeint ist, denn das ist es, was auch mich beim Spielen eines Zauberwirkers reizt. Im ersten Impuls wollte ich dann schreiben "hey, aber der Schurke hat dafür sooo viele Skills." Aber dann ging mir auf, dass man Skills naturgemäß nur selten kreativ einsetzen kann. Es ist ziemlich klar umrissen, wie bzw. wann man Skills einsetzt.
Und dann folgte ich einem Gedanken, den ich woanders schonmal geäußert habe: das eigentliche Problem ist, dass man ohne Magie kaum so krasse Fähigkeiten erklären / bekommen kann, wie nötig wären, um mit Magier & co gleichzuziehen. Man könnte natürlich den mundanen Klassen auf höheren Leveln mit magischen Fähigkeiten unter die Arme greifen. Aber ich weiß jetzt schon, dass das vielen Spielern nicht ins Bild passen würde, denn die meckern ja bereits, dass sie lieber Ranger ganz ohne Spells haben möchten. Trotzdem blieben noch brauchbare Fähigkeiten, die von Zaubern grundverschieden sind, wie z.B. die DR des Barbaren. Warum nicht allen Kriegerklassen ansteigende DR geben? Und eventuell sogar SR?
Und dann noch ein anderer Gedanke, der zu den Skills zurück kehrt. Es wäre zugegebenermaßen eine neue Mechanik nötig, aber warum den mundanen Klassen zur Kompensation ihres mangels an Magie nicht eine Ressource geben, die sie kreativ einsetzen können? Irgendwelche Actionpoints, weil sie ja so krasse Typen sind, und zwar im physischen Sinn. Vielleicht analog zum Ki-Pool des Monks in Pathfinder. Punkte, die man verbrennt, um sich einen Vorteil zu kaufen, den Caster nicht bekommen können, bzw. um die Zauber der Caster zu ersetzen. Temporäre Ability-Boosts, Skill-Boosts, Feats oder Specials ausleihen, die man eigentlich nicht hat.
Was denkt ihr dazu?
Benjamin:
Erstens: interessante Diskussion auf The Gaming Den
Zweitens versuchen die Tomes von Frank Trollmann und K genau das und es geht ziemlich rund.
Terrorbeagle:
So, im Anhang findet sich jetzt die gesammelte, unübersetzte Hausregelsammlung nach der ich in der letzten Zeit bevorzugt gespielt habe. Diese beinhaltet mehrere Wege, um die beiden großen Baustellen bei D&D zu bearbeiten, namentlich die Item-Abhängigkeit und das deutliche Machtgefälle zwischen Sprücheklopfern und Schwertschwingern.
Dazu gehören:
* gestaffelte Gestalt Regeln (mehr Class Features sind gut);
* mit wachsende Passive Boni und Extra Feats;
* Veränderungen in der Action Econmy, die Angriffe auf- und Zauber etwas abwerten
* und viele, viele Alternative Class Features, die es erlauben, Charaktere gezielter nach Wunschvorgaben zu gestalten (Insbesondere für die Gestaltergänzungsklasse #1, Factotum)
In der Kombination ist das zwar eher eine Tendenz als eine tatsächliche Gleichstellung, aber das Spiel macht (mir zu Mindest) wieder deutlich mehr Spaß.
[gelöscht durch Administrator]
Naldantis:
--- Zitat von: Terrorbeagle am 16.09.2011 | 09:16 ---
* Veränderungen in der Action Econmy, die Angriffe auf- und Zauber etwas abwerten
* und viele, viele Alternative Class Features, die es erlauben, Charaktere gezielter nach Wunschvorgaben zu gestalten (Insbesondere für die Gestaltergänzungsklasse #1, Factotum)
--- Ende Zitat ---
zum ersten Punkt: stellt nicht die Tatsache, prinzipiell unbegrenzt oft seinen Hauptangriff durchführen zu können, ohne Vorbereitungs- und Cooldown-Zeit, schon einen ökonomischen Vorteil der Angriffe dar?
zum zweiten Punkt: Wäre es a nicht einfacher, den üblichen Weg von D&D3 zu gehen und diese individuellen Wunschvorgaben in einer neuen Prestige-Klasse mit einfachen Requirements zu wrappen?
Terrorbeagle:
--- Zitat von: Naldantis am 16.09.2011 | 09:24 ---zum ersten Punkt: stellt nicht die Tatsache, prinzipiell unbegrenzt oft seinen Hauptangriff durchführen zu können, ohne Vorbereitungs- und Cooldown-Zeit, schon einen ökonomischen Vorteil der Angriffe dar?
--- Ende Zitat ---
Zu Mindest keinen ausreichenden. Dazu sind normale Angriffe einfach nicht vielseitig genug. Und selbst wenn- es handelt sich um einen Vorteil, der nur in Kampfsituationen auftritt. In einem Kampf sollte ein deziderter Kämpfercharakter einem Sprücheklopfer überlegen sein, es ist ja nicht so, dass der sonst sonderlich viel anderes kann.
--- Zitat von: Naldantis am 16.09.2011 | 09:24 ---zum zweiten Punkt: Wäre es a nicht einfacher, den üblichen Weg von D&D3 zu gehen und diese individuellen Wunschvorgaben in einer neuen Prestige-Klasse mit einfachen Requirements zu wrappen?
--- Ende Zitat ---
Kann man auch machen, aber individuelle PrCs zu erstellen ist meiner Erfahrung nach mehr Arbeit.
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