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[112 - Das Kinderrollenspiel]
Grey (away):
--- Zitat von: Zauberelefant am 18.09.2011 | 21:36 ---Also, als Grundbedingung sollten die Kinder bis 6 zählen können. Vor nem Jahr konnte das zumindest meiner noch.
--- Ende Zitat ---
:D Klar. Mir ist inzwischen auch mein eigener Denkfehler aufgegangen: um einen Pöppel die richtige Anzahl Felder auf einer Zählleiste voranschieben zu können, muß man ja ohnehin schon zumindest die Augen auf den (addierten) Würfeln zählen. Die Leiste fällt damit weg.
Aber vielleicht könnte man hier auch offgame den kooperativen Aspekt des Spiels betonen: daß Spieler, die im Zählen (und Rechnen) schon weiter sind, ihren Kameraden helfen, die Würfe auszuwerten und so.
--- Zitat von: Zauberelefant am 18.09.2011 | 21:36 ---Bei den Materialien zum Anfassen dachte ich an Karten - zum Beispiel ein modular aufgebautes Haus, mit nem Dach und nem Erdgeschoß mit Feuerwehrleuten davor, und dann x generische Stockwerke. Damit man den Kleinen zeigen kann, "das ist das fünfstöckige Haus, vor dem Ihr steht".
Ich hätte auch gedacht, daß man den Fuhrpark auf Karten packt, damit die Kinder den Löschzug selber zusammenstellen können.
--- Ende Zitat ---
Hervorragende Idee! :d
Falke359:
Ohne euren Enthusiasmus zu sehr dämpfen zu wollen:
Ich halte das ganze Konzept für keine gute Idee.
Ich behaupte, Kinder wollen kein starres Regelsystem, um dann z.B. auf "Mut" zu würfeln, ob sie sich in ein brennendes Haus trauen, sie wollen das in der Situation einfach ausspielen. Die Identifikation mit der Spielfigur ist viel größer, und wenn ein Kind dann gesagt bekommt: "Nein, du bist nicht mutig genug, weil du den Würfelwurf nicht geschafft hast", das Kind aber in character mutig sein möchte, kann das nur Frust erzeugen.
Außerdem ist es typisch für kindliches Rollenspiel, dass sich die Regeln je nach Situation ganz spontan ändern. Auch dafür taugt ein starres Korsett nicht.
Dazu gehört, dass ich mir eher vorstelle, die spielen die Situationen tatsächlich aus, anstatt das über Pen&Paper zu lösen.
Wär natürlich möglich, dass ich mich irre, aber ich stütz mich einfach mal auf die Erfahrung mit meinen beiden Jungs (3 und 5 Jahre).
Ich lass mich aber durch Erfahrungsberichte gern eines Besseren belehren.
Zauberelefant:
--- Zitat von: Falke359 am 18.09.2011 | 22:02 ---Außerdem ist es typisch für kindliches Rollenspiel, dass sich die Regeln je nach Situation ganz spontan ändern. Auch dafür taugt ein starres Korsett nicht.
Wär natürlich möglich, dass ich mich irre, aber ich stütz mich einfach mal auf die Erfahrung mit meinen beiden Jungs (3 und 5 Jahre).
--- Ende Zitat ---
Gut, aber mit 3 und 5 sind die beiden auch just unterhalb der anvisierten Altersgrenze. Meine Erfahrungen mit Brettspielen und Kindern lassen mich in Bezug auf Regeln optimistisch bleiben. Man muß in dem Fall als (erwachsener) Mitspieler einfach schauen, ob das den Kleinen taugt.
Sebastian:
--- Zitat von: Falke359 am 18.09.2011 | 22:02 ---Ich behaupte, Kinder wollen kein starres Regelsystem, um dann z.B. auf "Mut" zu würfeln, ob sie sich in ein brennendes Haus trauen, sie wollen das in der Situation einfach ausspielen [...]
--- Ende Zitat ---
Ein bisschen Offtopic aber: Wenn ich daran zurückdenke wie wir früher Lego (Raumschiffe bzw. Ritter) gespielt haben: Da gab es zahlreiche Situationen in denen zwei miteinander im Wettstreit lagen - ein Schwertkampf zum Beispiel. Ich denke mit ein paar einfachen Regeln wäre uns eine Menge etwas Streit erspart geblieben, da wir einfach kein System hatten, solche Konflike elegant zu lösen. Das würde jetzt aber eher in Richtung Tabletop gehen, oder? ;D
Alles in allem: Lasst es auf einen Test ankommen.
Gimkin:
--- Zitat von: Falke359 am 18.09.2011 | 22:02 ---Ich behaupte, Kinder wollen kein starres Regelsystem, um dann z.B. auf "Mut" zu würfeln, ob sie sich in ein brennendes Haus trauen, sie wollen das in der Situation einfach ausspielen. Die Identifikation mit der Spielfigur ist viel größer, und wenn ein Kind dann gesagt bekommt: "Nein, du bist nicht mutig genug, weil du den Würfelwurf nicht geschafft hast", das Kind aber in character mutig sein möchte, kann das nur Frust erzeugen.
--- Ende Zitat ---
Also aus meiner Erfahrung mit dem Michel kann ich nur sagen, dass würfeln wichtig ist. Es ist halt was zum Anfassen für das Kind und macht auch Spass. Klar ist es dann "doof" wenn es nicht klappt, aber er kam oft genug an "darf ich für dich würfeln?"
Auch denke ich, dass Kinder eher ein "starres" System brauchen, damit die Regeln und Grenzen klar sind. Wenn zu viel in einer Situation möglich ist, weil die Regeln sehr frei sind, denke ich, dass das für Kinder eher schwierig ist.
Auch sollte man daran denken, dass Kinder vielleicht schon die Regeln verstehen und begreifen können, aber sie nicht so nutzen können (oder sie anders nutzen). Beispiel Go. "Einfaches Spiel", wenig Regeln, Chancen dass der Zwerg gewinnt sind aber dennoch eher gering.
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