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[Doomstone] Neues RPG von Nackter Stahl?
CaerSidis:
Auch wenn die Sache mit dem NaSta Verlag eine ganz Spezielle ist, sollte man doch versucht sein in Foren nicht alles von ihnen total lächerlich zu machen.
Es gibt genug andere Produkte die auch weitreichend von fremden Quellen inspiriert sind. Da wird auch nicht jede übernommene Idee gleich hoch geschauckelt.
Mir passiert das zwar auch ab und an, aber insgesamt wäre es glaub ich zielführender wenn wir erste Lesebrerichte abwarten und man dan schaut was es taugt.
ComStar:
Mein erster Eindruck:
So, nachdem ich das Pdf nun gelesen habe kann ich sagen, dass die Ähnlichkeiten zu Deadlands nicht so gravierend sind wie zunächst befürchtet, jedoch ist das präsentierte Setting recht dünn und wirkt auf mich recht unstrukturiert/unzusammenhängend. Bleibt zu hoffen das die fertige Royal Flush Edition da besser abschneidet. Insgesammt erinnert es mich mehr ans Boarderlands Konsolenspiel.
Die Struktur des Pdf wwirkt ebenfalls etwas unsystematisch und durcheinander gewürfelt. So verteilen sich Infos zum Charbau über das ganze Werk. Die Ausrüstungstabellen sind unvollständig und lassen wichtige Infos vermissen (Was genau ist denn nun der "Knochenflicker" und wie benutzt man ihn?) Dafür gibt es ne 4 Seitige Kleidungspakettabelle mit vielen redundanden Einträgen.
Zum System lässt sich sagen, es wirkt weniger umständlich als befürchtet, scheint aber immernoch viel umständlicher als für ein RPG gut sein kann. Wem die IniKarten bei Savage Worlds schon zu langsam sind, der wird mit Doomstone, wo alles ausgepokert wird (inkl. Initiative) sicher nicht glückliich. Eine Aktionsrunde (5Sek inplay) mit 5 beteiligten kann dann schonmal zu 6 Runden Poker führen. Ob das funktioniert, muss ein Praxistest erstmal zeigen. Zur Not gibt es ein alternatives Würfelsystem, dass zwar schnell aber wenig inspirierend wirkt.
ComStar:
Nachtrag:
Nachdenklich stimmen mich auch die relationen bzw Vorstellungen bzgl. des wilden Westens. Einem Startcharakter ist es nicht möglich sich zu Spielbeginn ein Pferd zu leisten. Die präsentierte Stadt Doomstone hat 100.000 Einwohner aber keine geregelte Gesetzesvertretung. Eine Geisterstadt hat immerhin 1000 Einwohner.
Viele der Archetypen sind in einer gemeinsamen Gruppe unspielbar, da sie verfeindeten Gruppierungen angehören. Und das Konzept der Rabenmädchen als stumme Killer finde ich als Charkonzept vom Gruppentauglichkeitsstandpunkt her auch eher kritisch.
Odium:
Mich würde ja eine genaue Betrachtung des Pokersystems interessieren, weil es eben mal "was anderes" ist :)
ComStar:
Ini: jeder Spieler bekommt 2+x Karten (in Abhängigkeit der Fertigkeiten), davon sucht sich jeder 2 aus und wirft den Rest ab, dann werden 5 karten in die Mitte gelegt und bestimmt, in welcher Reihenfolge gehandelt wird (von Royal Flush bis 1Pair bzw Highcard)
Jede Aktion (z.B. Angriff vs. Verteidigung, bzw Aktion vs. Schwierigkeit der Situation) wird dann nach dem selben Prinzip ausgepokert. Die Differenz zwischen den Blättern oder auch eingesetzte Chips bei der Aktionspokerrunde können den Ausgang (z.B.: Schaden) beeinflussen.
Ich will nicht viel weiter ins Detail gehen um nicht das Copyright des Verlags zu verletzen.
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