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[Doomstone] Neues RPG von Nackter Stahl?
Der Nârr:
--- Zitat von: Phantar am 7.11.2011 | 11:17 ---Nicht aber, dass es eine 100.000 Einwohner große Stadt, noch dazu MITTEN IN INDIANERGEBIET gibt, die keinen eigenen Gesetzeshüter hat? Eine solche Siedlung hätte höchstens ein paar Monate nach Gründung überlebt - die Bedrohung von außen durch Indianer und von innen durch Claimjumpers, diebe und andere Halunken hätte dem Ort schnellstens den Garaus gemacht.
--- Ende Zitat ---
Ich glaube nicht, dass man sich über so etwas Gedanken machen sollte, wenn man Doomstone spielen will. Plausibilität war meinem Eindruck nach kein Designziel von Doomstone.
Friedensbringer:
Hmm... wenn man das als gegeben annimmt, dann wundert es mich nicht, dass es so gut wie niemand mag. Immerhin waren praktisch alle Rollenspieler mit denen ich jemals gespielt habe an einem gewissen Maß Plausibilität interessiert. Wenn einem Wahrscheinlichkeiten und Plausibilität egal sind, dann kann man mit Doomstone bestimmt viel Spaß haben. Meins ist das dann aber nicht.
Haukrinn:
Also ich weiß nicht. Erstens zeichnen sich alle Spiele von NS nicht gerade durch Plausibilität aus, zweitens scheint mir das für die meisten Rollenspieler auch kein Hindernis zu sein.
Der Nârr:
Naja, ich finde, jedes Genre kann gewisse Setzungen machen, die dann eben nicht zu hinterfragen sind. Die Plausbilität, die ein Spiel umsetzt, muss nicht die Plausbilität der Wirklichkeit sein. Es kann seine eigene Plausibilität, seine eigenen Gesetzmäßigkeiten mit sich bringen. Nur so können verschiedene Genres überhaupt funktionieren.
In manchen Spielen findet das ja auch in den Regeln Ausdruck. Ich denke da z.B. an Rollenspiele, die auf TV-Serien basieren und die auch die Gesetzmäßigkeiten solcher Serien umsetzen wollen. Plausibilität hin oder her.
Was die Wahrscheinlichkeiten der Proben angeht, ist das noch mal eine andere Sache. In meinen Tests hat es sich von Vorteil erwiesen, einen höheren Wert zu haben. Manche behaupten, dass das nicht stimmt, aber ich bin halt in der Praxis mit überlegenen Werten erfolgreicher. Nachgerechnet habe ich die Erfolgswahrscheinlichkeiten aber nicht. Wenn meine Beobachtung jedenfalls zutreffend ist, dann ist die wichtigste Erwartung umgesetzt: Ein höherer Wert ist besser als ein niedrigerer Wert.
Friedensbringer:
Ok, wir scheinen sehr unterschiedliche Auffassungen des Begriffes "plausibel" zu haben. Egal.
Zu deiner Beobachtung: Natürlich werden die Chancen theoretisch besser mit höherem Wert - allerdings nur dann, wenn der Spieler bei Auswahl auch die beste Wahl trifft! Aber ich hab schon etwas mehr Erwartungen an ein System als nur, dass Höher = Besser ist. Es steht dann nämlich die Frage im Raum: Lohnt es sich von 3 auf 4 zu steigern? Von 4 auf 5? Oder bekomm ich dort für viele Punkte nur sehr wenig bessere Proben.
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