Pen & Paper - Spielsysteme > Pathfinder/3.x/D20
Stellenwert bzw. Umsetzung der Religion im Spiel
kalgani:
ich denke religion kommt ganz auf das setting an, wenn man nun in cheliax spielen würde und unbedingt
einer guten Gottheit zugewandt muss man sich nicht wundern wenn andauernd Höllenritter vorbei schauen...
--- Zitat ---Was ist bei Euch die Quelle der göttlichen Magie - die Gottheit oder der Glaube des Verehrers selbst
--- Ende Zitat ---
Die Gottheit
--- Zitat ---Antworten Götter auf Gebete?
--- Ende Zitat ---
Bei zauberwirkern direkt in form des gewährens der zauber.
--- Zitat ---Erscheinen Götter persönlich, z.B. bei Gottesdiensten?
--- Ende Zitat ---
höchst selten, eventuell wenn man auf sehr hohen Stufen spielt (17+)
--- Zitat ---Entsenden sie Heralde oder Diener?
--- Ende Zitat ---
ja
--- Zitat ---Finden göttliche Interventionen statt, bzw. wie sehen diese aus?
--- Ende Zitat ---
wie oben schon gesagt ist im prinzip jeder gewirkte zauber eine intervention in den lauf der dinge...
--- Zitat ---Wie detailliert ist der Glaube bei Euch, z.B. was Gottesdienste, Priestergespräche oder säkulare Wahrheiten angeht?
--- Ende Zitat ---
mich langweilt alsSL sowas, von daher sehr lose. kommt aber auch stark auf die spieler an!
--- Zitat ---Was geschieht, wenn ein Charakter gegen die Gebote seines Gottes verstößt? Was ist nötig um einen wie großen Teil seiner Macht zu verlieren?
--- Ende Zitat ---
Beim Paladin bei der ersten Bösen tat. Bei den anderen würde es bei der ersten tat die gegen die glaubenssaätze verstößt ein: "Du, Du, Du! geben und erst beim zweiten verstoß zu ernsten konsequenzen, ala Fähigkeitenverlust, führen
--- Zitat ---Sind nur Kleriker und Paladine vom Glauben betroffen? Was ist mit "Normalgläubigen"? Wie wirkt sich ein Gebotsverstoß auf Bauer Horst im Hinterland von Falkengrund aus?
--- Ende Zitat ---
bitte nicht die Inquisitoren und Mystiker/Oracle vergessen, auch diese wirken divine magie.
bei mir sind auch druiden divine magic wirker, also müssen auch diese sich an die regeln halten
und dürfen keine beschworenen tiere als fallen finder o.Ä. missbrauchen.
normalos unterliegen der gesetzlichen richtbarkeit, nicht der religiösen.
dies kann in manchen staaten/ländern/regionen das gleiche bedeuten,
muss es aber nicht.
Czechbot:
Wenn es dich interessiert wie sich die Gunst bzw. Zorn eines Gottes in der Regel erkennbar machen, (zumindest dem offiziellen Hintergrund zufolge) werf doch mal einen Blick auf die Götterbeschreibungen im Golarion Campaign Setting. Da steht dann auch was die jeweils heiligen Texte einer Gottheit sind. Die Namen der wichtigen Bücher ab und zu in NSC Gespräche einfließen zu lassen macht das ganze ein wenig greifbarer, finde ich :)
Samael:
--- Zitat von: kalgani am 28.11.2011 | 12:59 ---ich denke religion kommt ganz auf das setting an, wenn man nun in cheliax spielen würde und unbedingt
einer guten Gottheit zugewandt muss man sich nicht wundern wenn andauernd Höllenritter vorbei schauen...
--- Ende Zitat ---
Warum?
Übrigens gibts auch ein paar Hellknights, die LG sind.....
Tudor the Traveller:
Ich werde mal nicht gezielt auf deine Fragen eingehen, sondern mich allgemeiner halten:
Götter erscheinen nicht persönlich, können es aber. Sie haben aber in der Regel besseres zu tun. Sie können u.U. Diener schicken, also Engel, Dämonen etc., wobei ich da sagen muss, dass das bei D&D immerschon etwas blöd geregelt war, denn für viele Götter passen die zur Verfügung stehenden (d.h. im Monster Manual beschriebenen) Wesen imo meist eher schlecht. Es sind dann auch derartige Wesen, die von Göttern zur Intervention eingesetzt werden können. Das kann aber in meinen Augen nur in sehr speziellen Einzelfällen passieren, denn anderweitig würden die Götter ja ständig ihre Diener herumschicken. Insofern schätze ich Settings, wo diese Thematik irgendwie behandelt wird.
Im Alltag versuche ich die Religionen präsent zu machen. Häufig haben bestimmte Kirchen lokal oder regional einen beachtlichen Anteil an der Politik; Priester besetzen wichtige Ämter im "Regierungsapparat" oder haben durch starke Traditionen gestützte Mitspracherechte. Jedenfalls müssen die meisten weltlichen Herrscher auf die Kirchen rücksicht nehmen, sonst bekommen sie mit ziemlicher Sicherheit ein Problem. Das passt vor allem zu Kirchen von rechtschaffenen Göttern, während jene chaotischer Götter ganz gerne im Hintergrund "arbeiten". Natürlich spielen die Kirchen auch eine Rolle bei bedeutenden politischen Akten: welche Kirche (oder Gemeinschaft von Kirchen) den neuen König krönt, ist sicherlich ein heiß umkämpftes Recht. Eventuell legt der neue Herrscher ja auch die "oberste" Kirche erst fest.
Für den normalen Menschen (Elfen, Zwerg, etc.) hat die Religion vor allem in bestimmten Fällen eine Bedeutung: Hochzeiten, Geburten / Taufen, Todesfälle & Begräbnisse, eventuell irgendwelche Weihen und natürlich Feiertage. Im Frühjahr werden die Felder und das Vieh von Priestern entsprechender Gottheiten gesegnet; neu errichtete Gebäude bekommen einen Segen. Wer das nicht macht, muss mit "Mobbing" rechnen, angefangen vom Unwillen, das ungesegnete Haus zu betreten bis hin zum Sündenbock für Unglücke.
Hier kann die Wahl des Gottes eine wichtige Rolle spielen: werden die Toten beispielsweise begraben, verbrannt oder in einem Gewässer versenkt? Werden Rituale immer in einem Gotteshaus abgehalten oder gibt es spezielle Stellen, wie einen Altar am See oder geht der Priester vielleicht einfach irgendwo ins Grüne?
Im Umfang bzw. Detail versuche ich einen Mittelweg zu finden zwischen zu aufwändig und zu wenig. D.h. in der Regel achte ich darauf ab und an einen Anlass für rituelle Handlungen in die Story einfließen zu lassen.
Gerade bei D&D bzw. Pathfinder soll auch die Gesinnung der Gottheit eine Rolle spielen. Chaotische Götter sind z.B. nicht unbedingt zuverlässig, trotz zahlreicher Spenden und vorbildlichem Verhalten des Gläubigen.
--- Zitat ---Was geschieht, wenn ein Charakter gegen die Gebote seines Gottes verstößt?
Wie wirkt sich ein Gebotsverstoß auf Bauer Horst im Hinterland von Falkengrund aus?
--- Ende Zitat ---
Kommt drauf an. Ist es etwas Öffentliches bekommt Horst vermutlich mindestens mit seinen Nachbarn Ärger. Kein Bauer möchte, dass die örtlichen Weiden und Felder von Monstern heimgesucht werden, weil Horst zu knauserig mit seinem Opfer an Lamashtu war. Ist es privat, wird es nicht so bedeutsam sein, solange Horst keine Hilfe von den Göttern erwartet. Wenn er aber zum Erastil-Tempel pilgert und um Gnade für seine todkranke Frau fleht, sollte er sich danach schon ordentlich benehmen, sonst könnte Erastil auf Dauer ungnädig werden - und das ist sicher keine gute Idee.
Tudor the Traveller:
--- Zitat von: BobMorane am 28.11.2011 | 12:56 ---Wenn ein Priester konstant gegen die Lehren seines Gottes vestösst, kann man ihm auch schon mal den Zugriff auf eine Spruchstufe verwehren.
--- Ende Zitat ---
Na, das wär mir aber zu milde. Wenn ein Priester ständig gegen die Prinzipien seines Gottes verstößt, ist er abgemeldet. Aber das wäre ein stufenweiser Prozess. Der Priester bekäme vorher Warnungen. Ich benutze da gerne Träume und Visionen. Wenn er das nicht versteht oder nicht reagiert, wird ein "Lehrer" zur Mahnung geschickt. Wenn das auch nicht hilft, kommen erste Konsequenzen (ein Zauber in einer ungefährlichen Situation wirkt nicht). Erst wenn der Priester sich wirklich nicht um eine "Umkehr" zu den Wegen seines Gottes schert, wird ihm alles gestrichen, aber das merkt er dann zumeist auch. Danach muss er sich aber anstrengen, um seinen Gott wieder für sich zu gewinnen.
All das hängt auch vom Gott ab. Rechtschaffene Götter sind da schneller mit ihrer Geduld am Ende. Der Priester ist ja auch ein Repräsentant des Gottes... Chaotische Götter haben es ja eh nicht so mit Regeln.
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