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Was muss ein Setting/Weltenbau enthalten?
Tim Finnegan:
--- Zitat von: Tudor the Traveller am 3.01.2012 | 16:19 ---Da würde ich mich aber gegen sträuben. Man kauft dann ja als Spieler quasi die Katze im Sack, denn man kann nicht ermessen, ob das, was folgt, das ist, was man spielen möchte. Alles was bliebe, wäre eine sehr unsichere Extrapolation vom Gesehenen auf das Zuerwartende.
Besser ist imo das, was Zwart schreibt: eine Zusammenfassung dessen, was ich zu erwarten habe; gerne mit konkretem d.h. detailliertem Beispiel. Das kann ein Startpunkt sein, muss aber nicht.
--- Ende Zitat ---
Wie gesagt, der Bedarf.
An dieser Stelle laufen wir jetzt übrigends gleich Gefahr aneinander vorbei zu reden. Mir reicht z.B. eine einfache Weltkarte aus, diese befülle ich dann je nachdem worum es geht, wie sich das Spiel entwickelt und wohin die Spieler überhaupt wollen.
Im Schnitt habe ich mehr Scherereien damit, eine ausgebaute Spielwelt dem anzupassen was im Spiel geschieht als einfach neutrales Material zu nehmen und damit weiter zu bauen. Das bedeutet auch dass ein Spieler bei mir nie Angst haben muss, denn das Spiel entwickelt sich ihren Aktionen entsprechend.
--- Zitat von: kalgani am 3.01.2012 | 16:14 ---bzgl Konsens:
wenn man sachen einbaut die keiner spielen will macht es nunmal keinen sinn das einzubauen.
allerdings sollte der konsens auch nicht die logik des (meta-)plots bombardieren wollen, oder sehe ich das falsch?
--- Ende Zitat ---
Vorweg: Aus meiner Warte ist Meta-Plot etwas schlechtes, sehr schlecht sogar.
Ansonsten. Konsens und Plausibilität gehen hier Hand in Hand. "Können wir uns vorstellen dass..." sollte die große Frage sein und der Konsens das Ergebnis-
Tudor the Traveller:
--- Zitat von: Coldwyn am 3.01.2012 | 16:42 ---An dieser Stelle laufen wir jetzt übrigends gleich Gefahr aneinander vorbei zu reden. Mir reicht z.B. eine einfache Weltkarte aus, diese befülle ich dann je nachdem worum es geht, wie sich das Spiel entwickelt und wohin die Spieler überhaupt wollen.
Im Schnitt habe ich mehr Scherereien damit, eine ausgebaute Spielwelt dem anzupassen was im Spiel geschieht als einfach neutrales Material zu nehmen und damit weiter zu bauen.
--- Ende Zitat ---
Da will ich auch gar nichts gegen sagen. Sowohl "schlüsselfertige" Settings als auch Setting-"Rohbauten" haben ihre Vor- und Nachteile. Ist halt immer die Frage, was man sucht. Deshalb fände ich es ja so wichtig, mehr Varianz auch im Kleinen zu schaffen.
kalgani:
Ich mein auch nicht metaplot im Sinne von FR oder DL! darin würde sich jeder verfangen. Aber eine Grundhintergrundgeschichte warum die welt so funktioniert wie sie funktioniert gehört mich zur plausiblität einfach dazu.
wie ist es mit Landschaften und Architektonik?
sollte die genauer beschrieben sein um den unterschied zwischen den verschiedenen Völker/Ländern hervor zu heben? Wenn man z.B. ein nomadisches Volk in der Steppe hat und "nebenan" sesshafte Baumeister. Für wie wichtig haltet ihr sowas?
wie schaut es mit Skizzen/Illustrationen der Welt aus?
reichen dort bleistiftskizzen um bestimmte Sehenswürdigkeiten und einen eindruck der Welt zu visualisieren oder ist das perlen vor die säue?
was soll "varianz im kleinen" bedeuten?
Tim Finnegan:
Ok, ich betone, das ist meine persönliche Meinung und betrifft nur meinen persönlichen geschmack, also bitte im Hinterkopf behallten.
Wenn ich z.B. eine Welt UND ein Setting in unserer Antike ansetzte, wobei ich sage: Ok, die Griechen hatten recht, die Sache mti den Titanen und Götter ist genau so gelaufen, die Götter hausen auf dem Olymp und man kann zu Fuß in die Unterwelt gehen, dann ist das erst mal so.
gehe ich den ersten Schritt, nehme eine Karte von griechenland, definiere ein Dorf in Sparta als Startpunkt, handle die regeln dafür ab (in dem Fall, Menschen als einziges Grundvolk, alle Klassen im Stil der SPartaner umgesetzt) und gehe der Story entsprechend von dort aus weiter, dann habe ich später viel mehr Optionen. Vieleicht wechselt die Story später nach babylon, Ägypten und China? Vieleicht haben alle Mythen recht? Vieleicht treffe ich dort auf andere Götter und andere Schöpfungsmythen die genau so stimmen?
Hier sieht man, gehe ich von der Top-Down Variante aus, dann lege ich gloabel Wahrheiten fest. Die werden nacher im Spiel reflektiert.
ErikErikson:
Das klingt gut und ich würde es wohl genauso machen. Aber es ist auch mit Sicherheit der Barbie-feindlichste Vorgang den ich mir vorstellen kann. Wie lange hat man Spaß und Beschäftigung mit sowas, ohne zu spielen? Drei Stunden vielleicht.
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