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Naldantis:

--- Zitat von: Arldwulf am 24.07.2012 | 11:01 ---Es geht ja auch nicht nur um den Kämpfer, der ist nur das allgemein bekannteste Beispiel. Generell sollte die Wahl einer Klasse hauptsächlich eine RP Entscheidung sein - und das System kann dazu beitragen indem man an alle Klassen die gleichen Designmaßstäbe anlegt.

--- Ende Zitat ---

Mag sein, aber ich stelle mir unter einem Kämpfer keine mystischen Ninaj mit 1/encounter oder 1/day skills vor, Immunität gegen irgendwelchen willkürlichen Kram und obskuren Healing-Surges.
Ein Kämpfer ist eine BODENSTÄNDIGE Angelegenheit, eine Klasse die ganz mundane, alltärliche Dinge kann, irgendwann sehr gut, vielleicht auch übermenschlich gut, aber nicht völlig aus der Luft gegriffen.
Möchte ich solch einen mystischen Krieger, wähle ich einen von seinem Gott unterstützen Paladin oder einen halb-mathischen Ninja, oder ich nehe eine exotische Rasse als Chassis (Elfen können in der Welt immer ein paar Zauber, also kann der Elfen-Krieger eben auch Zaubern, bingo); hier ist IMHO D&D3 mit dem freien Multiclassing der goldene Weg.
Aber es muß doch im Spiel noch eine Marktlücke für eine Klasse ohne Wust von Schischi geben, Hubraum statt Spoiler eben.
Das ist auch eine RP-Entscheidung, setzt aber ein anderes Design für diese Klasse voraus.

La Cipolla:
Healing Surges sind problemlos RP-mäßig zu erklären, sofern sie gut gemacht sind -- muss man dann aber auch tun.

Bei 1/day Powers sehe ich das ähnlich, die sind aber auch nicht die einzige Option für Ressourcen. Ein Cooldown-System oder halt die 1/Encounter-Sachen, beschränkt auf logische erklärbare Effekte (Überraschung usw.) wäre eine weitere (die ich minimal naheliegender fände).

Naldantis:

--- Zitat von: Arldwulf am 23.07.2012 | 12:21 ---Natürlich sollen auch Kampfer nicht roboterhaft einfach immer weiter zuhauen solang sie jemand heilt. Warum auch?

--- Ende Zitat ---

Warum nicht?
Wie wäre es mit der Sichtweise: Das stumpfe Draufhauen und Schläge kassieren ist mein JOB - ebenso der meiner Kämpferkollegen, so wie der Heiler den JOB hat uns zusammenflicken; ein JOB ist aber nichts was men aus Leidenschaft tut, sondenr weil man muß, bzw. dafür bezahlt wird.
Worin wir uns unterscheiden, was uns ausmacht und was wir gerne tun liegt hingegen in dem Teil außerhalb unsers Jobs, der glücklicherwiese den überwiegenden Teil unserer Zeit einnimmt."

Arldwulf:

--- Zitat von: Naldantis am 24.07.2012 | 15:22 ---Mag sein, aber ich stelle mir unter einem Kämpfer keine mystischen Ninaj mit 1/encounter oder 1/day skills vor, Immunität gegen irgendwelchen willkürlichen Kram und obskuren Healing-Surges.
Ein Kämpfer ist eine BODENSTÄNDIGE Angelegenheit, eine Klasse die ganz mundane, alltärliche Dinge kann, irgendwann sehr gut, vielleicht auch übermenschlich gut, aber nicht völlig aus der Luft gegriffen.
Möchte ich solch einen mystischen Krieger, wähle ich einen von seinem Gott unterstützen Paladin oder einen halb-mathischen Ninja, oder ich nehe eine exotische Rasse als Chassis (Elfen können in der Welt immer ein paar Zauber, also kann der Elfen-Krieger eben auch Zaubern, bingo).
Aber es muß doch im Spiel noch eine Marktlücke für eine Klasse ohne Wust von Schischi geben, Hubraum statt Spoiler eben.
Das ist auch eine RP-Entscheidung, setzt aber ein anderes Design für diese Klasse voraus.


--- Ende Zitat ---

Geht mir ganz genauso, natürlich soll ein Kämpfer kein Ninja sein. Und natürlich sollten seine Aktionen einem ganz normalem Kämpfer entsprechen. Aber das ist doch gerade der Punkt: So ein normaler Kämpfer haut eben nicht einfach nur zu sondern nutzt Kampftechniken, macht Finten und haut eben nicht nur immer gleichförmig feste drauf. Warum "nutzt Kampftechniken" mit "ist ein mystischer Ninja" gleichzusetzen wäre verstehe ich da nicht. Was hat das eine mit dem anderem zu tun?

Arldwulf:

--- Zitat von: Naldantis am 24.07.2012 | 15:32 ---Warum nicht?

--- Ende Zitat ---

Weil sie (mal von Eberron abgesehen) üblicherweise schlicht keine Roboter sind?

Ich kann auch eine Gegenfrage machen: Warum sind Romanfiguren (auch von D&D Romanen) welche der Kämpferklasse angehören so völlig anders? Warum nutzen die Finten, warum blocken die Schläge die ihren Freunden galten, warum stoßen die einen Gegner zurück?

Warum wird in den Drizztromanen zum Beispiel die Doppelklingendeckung beschrieben? Wäre nicht "und dann zeigte Zaknafein Drizzt seine Full Attack" genauso spannend?

Eher nicht. Und das ist genau der Punkt: Immer die gleichen Aktionen widerholende Kämpfer, ohne Ermüdungserscheinungen oder Ansätze von Abwechslung haben nichts mit realistisch oder bodenständig zu tun. Sie sind hochgradig unrealistisch.

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