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kalgani:
--- Zitat von: Arldwulf am 9.07.2013 | 16:53 ---Mhh...sorry, aber die drei Rassen haben doch fundamentale Unterschiede, vollkommen unterschiedliche Hintergründe und Eigenschaften. Wo siehst du dort einen Zusammenhang?
--- Ende Zitat ---
Das Tuning-Label ist auf allen dreien nicht zu übersehen, das ist der zusammenhang.
Arldwulf:
--- Zitat von: kalgani am 9.07.2013 | 16:57 ---Das Tuning-Label ist auf allen dreien nicht zu übersehen, das ist der zusammenhang.
--- Ende Zitat ---
Welches Tuning Label denn genau? Ich meine, Dragonborn sind bei D&D 4E die Archetypische Paladinrasse, tugendhaft und mit Ehrenkodex. Tieflinge die verrufenen abkömmlinge zwielichtiger bis offen gehasster Kreaturen. Und Drow wiederum etwas ganz anderes. Getuned sind sie aber nicht wirklich - das verhindert ja schon das allgegenwärtige Balancingkonzept. Sie sind nicht per se stärker, cooler oder sonst irgendwie "besonderer" als andere Rassen. Sie decken nur ein anderes Thema ab.
*in der Praxis ist das Balancing natürlich dennoch nicht absolut - oft kommt es stark darauf an wie viel support etwas bekommt. Und die PHP 1 + 2 Rassen bekamen generell viel Support.
Wormys_Queue:
--- Zitat von: Arldwulf am 9.07.2013 | 16:56 ---Gerade die Tieflinge finden sich im Wechselbalgglauben durchaus passend umgesetzt.
--- Ende Zitat ---
Das ist aber sehr weit hergeholt.
Arldwulf:
--- Zitat von: Wormys_Queue am 9.07.2013 | 17:07 ---Das ist aber sehr weit hergeholt.
--- Ende Zitat ---
Ich will jetzt ja auch keine 1:1 Umsetzung postulieren. D&D Zwerge sind auch nicht das gleiche wie die Zwerge in der mittelalterlichen Sagenwelt. Aber schau dir mal dieses Bild aus dem 15. Jahrhundert an:
Das Bildniss des Kindes könnte genau so in einer D&D Illustration landen. "Teufelsabkömmlinge" sind eben nichts unbekanntes. Auch dann nicht wenn der konkrete Fluff dann anders ist (im Mittelalter wurde dies als Kindervertauschen begründet, im D&D Kontext mit länger zurückliegenden Ereignissen)
Nimmt man nur mal die Verankerung in der westlichen Kultur dann sind Tieflinge dort eigentlich schon wesentlich länger vorhanden als z.B. die so ikonischen Orks.
Thandbar:
Im Mittelalter glaubte man auch, dass gefallene Engel die Erzeuger aller sterblichen Heroen gewesen waren: "Zu der Zeit und auch später noch, als die Gottessöhne zu den Töchtern der Menschen eingingen und sie ihnen Kinder gebaren, wurden daraus die Riesen auf Erden. Das sind die Helden der Vorzeit, die hochberühmten." (1. Mose 5, 1 4)
In einer "Dietrich von Bern"-Passage wird, wenn ich mich recht erinnere, auch einmal darauf Bezug genommen, dass die besondere Kampfkraft der einstigen Helden diesen Ursprung habe.
Merlin ist übrigens tatsächlich der Sohn eines Incubus. Dies ist aber womöglich schon die christliche Interpretation einer älteren Herkunftslegende, in welcher der Proto-Merlin der Sohn eines Gottes ist. Überhaupt ist der Topos des "Halbbluts" und der nicht-irdischen Abstammung ein so typisches Element durch die ganze Mythenlandschaft hindurch, dass ich den Kerngedanken nicht weniger klassisch finde als die Implementierung Tolkienesker Elfen.
Spannend finde ich, wie unterschiedlich Menschen Dinge als klassisch oder bereits als Verstoß gegen den normalen Bezugsrahmen werten können. Für mich war D&D immer ein wilder Mischmasch aus ganz verschiedenen Einflüssen - was sich für mich auch in den Monsterhandbüchern widerspiegelt - und ich liebte das immer mehr im Vergleich zu DSA, das mehr nach einem Trank riecht, er unter einem Reinheitsgebot gebraut wurde.
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