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Slayn:

--- Zitat von: Grubentroll am  2.10.2013 | 16:19 ---Du willst mir also sagen, dass du einem Neurollenspieler erzählst "da kommt ein Drache geflogen", und er    sich da kein Bild von machen kann und wird aus seinem Vorrollenspielleben?

D&D und anderen Fantasyrollenspiele arbeiten doch bewusst mit diesen Klischees. Wenn ich einen Bariaur beschreibe, dann sage ich ja auch "Wie ein Zentaur mit Widderhörnern, aber das hören sie nicht gern.".

Man könnte auch sagen "Ein Typ mit einem Menschlichen Oberkörper und einem Pferdeleib, Widderhörner zieren seinen Kopf". In 90% aller Fälle wird dein Gegenüber dann erwidern: "ach ein Zentaur, quasi?."

Und dann wirst du sagen: "Ja, aber das hören sie nicht gern... "  ;D


--- Ende Zitat ---

Wir reden über eine Generation (und Folgegeneration) die eben nicht mit diesen Märchen aufgewachsen ist, sondern Disney, Dreamsworks und dem Scheiß, den eben D&D geprägt hat.

Der Drache auf der neuen red Box ist ein Drache. Würde ich mein altes "Deutsche Sagen und Geistergeschichten" auspacken, würde da niemand mehr einen Drachen erkennen.

D&D war prägend und hat die Ansichten von unzähligen Menschen beeinflusst, die wiederum später PC-Spiele und MMOs auf dieser Basis erstellt haben, was weiter geprägt hat.

Ich würde sagen, heute erkennt jeder Onyxia (ok, auch schon alt *grusel*), bei einem alten Bild von Stephan oder der Edda wirken die Leute nur verwirrt.

Grubentroll:

--- Zitat von: Thandbar am  2.10.2013 | 16:22 ---Ich verweise auf Max Lüthis "Das europäische Volksmärchen".
Sagenfigur =/= Märchenfigur.

--- Ende Zitat ---
Das wird mir auch wieder zu spitzfindig, und hat mit meiner Grundaussage nix zu tun.
Ob diese Archetypen jetzt in Sagen oder Märchen am Abend erzählt werden vorm Schlafengehen ist mir ehrlich gesagt auch Wurst, und tut für mich im Großen und Ganzen bei dem Thema nichts zur Sache.


--- Zitat von: Thandbar am  2.10.2013 | 16:22 ---Und Drachen sind in D&D nicht einfach nur "Drachen". Beeinflusst auch durch asiatische Vorbilder gibt es gütige goldene Drachen genauso wie fiese Schatzwächter und Königstöchterentführer. Dazu gibt es Drachen, die kaum mehr als Tiere sind, sowie Vertreter untoter Art.
In einigen Settings erfüllen Drachen eine Rolle, die mit den landläufigen Vorstellungen indessen nicht mehr viel gemein hat.

--- Ende Zitat ---
Das mag ja alles sein. Ich spiele und lese seit fast 25 Jahren (A)D&D, und mir ist das alles bekannt.

Aber wenn ich das Konzept "Drache" erklären will, bedien ich mich von dem was populärkulturell in den Köpfen der Leute ist, und da der Rote Drache in D&D nicht allzuweit weg von. Er ist halt erstmal speziell "rot".

Wenn ich andere chromatische Drachen erklären will, nehme ich den roten Drachen an sich, und erklär den D&D-Drachen anhand seiner Unterschiede.

Ein grüner Drache ist ein Drache der grün ist (ach was), und der Gas spuckt statt Feuer.

Es gibt auch Beispiele wo das nicht gut funktioniert, meiner Meinung nach. Zum Beispiel haben für mich die D&D-Kobolde nicht viel gemein mit dem hierzulande üblichen Bild eines Kobolds.

Ich denke, wenn ihr in eure rollenspielerischen Anfänge zurückschaut, dann werdet ihr feststellen, dass es euch ähnlich ergangen sein muss.

Ihr habt etwas genommen, das ihr schon kanntet, und habt das auf D&D projeziert (oder in meinem Falle DSA, weil das mein erstes P&P war).


--- Zitat von: Thandbar am  2.10.2013 | 16:22 ---Ist eine Diskussion darüber eigentlich wichtig?

--- Ende Zitat ---
Gute Frage. Ich hab die Diskussion nicht angefangen, aber finde sie auch nicht uninteressant. Bloß wird's langsam ein wenig Off Topic, weswegen wir das auch gerne beenden können.


--- Zitat von: Thandbar am  2.10.2013 | 16:22 ---Kinder und Jugendliche heute sind doch eher von Computerspielen geprägt, in welche zahlreiche D&D-Archetypen eingeflossen sind und die dann wiederum rückwärts bei D&D wiedererkannt werden können.

--- Ende Zitat ---

Da stimme ich dir zu. Es könnte gut sein, dass der "allgemeine Kopfdrache" dem Bild entspricht, dass D&D einst von einem Drachen gezeichnet hat, der ursprünglich ja eher eine Art schuppiger Wurm oder Schlange war.

Grubentroll:

--- Zitat von: Slayn am  2.10.2013 | 16:29 ---Wir reden über eine Generation (und Folgegeneration) die eben nicht mit diesen Märchen aufgewachsen ist, sondern Disney, Dreamsworks und dem Scheiß, den eben D&D geprägt hat.

Der Drache auf der neuen red Box ist ein Drache. Würde ich mein altes "Deutsche Sagen und Geistergeschichten" auspacken, würde da niemand mehr einen Drachen erkennen.

D&D war prägend und hat die Ansichten von unzähligen Menschen beeinflusst, die wiederum später PC-Spiele und MMOs auf dieser Basis erstellt haben, was weiter geprägt hat.

Ich würde sagen, heute erkennt jeder Onyxia (ok, auch schon alt *grusel*), bei einem alten Bild von Stephan oder der Edda wirken die Leute nur verwirrt.

--- Ende Zitat ---

Ich widerspreche dir da nicht. Das ist sogar ungefähr was ich ja geschrieben habe, bevor wir mit dieser ganzen leidigen und mMn etwas zu sehr ins Detail gehenden "Was ist Märchen und was nicht"-Diskussion angefangen haben.

Mein Drache bevor ich das erste mal DSA gespielt habe war der den ich in "Dragonslayer" gesehen habe. Ich glaube der Film ist von Walt Disney, und ist sicher von D&D beeinflusst worden.

Das hat also schon mit der Generation vorher funktioniert.

Meine Grundthese ist nur: Es gibt bestimmte Archetypen, und die funktionieren nun mal, weil sie immer wieder über die Jahrhunderte (in Märchen, Sagen, Filmen von Walt Disney, und gerne auch moderne Rollenspiele  ;D ) sich in den Köpfen festgesetzt haben.

Vielleicht mal in anderer Form, aber im Kern doch ähnlich.

Und für Helden in Fantasygeschichten sind das für mich als Haupttypen Krieger, Zauberer, Priester und Schurken.

Deswegen kann ich mit der Einteilung von D&D Next (falls sie so kommt) was anfangen.

Womit wieder der Bogen zum Urthema geschlagen wäre.. ;)

Selganor [n/a]:
War es das dann mit dem Exkurs? Ansonsten mache ich den Thread mal dicht bis ich die Postings zum Exkurs rausgetrennt habe...

Slayn:

--- Zitat von: Selganor am  2.10.2013 | 17:03 ---War es das dann mit dem Exkurs? Ansonsten mache ich den Thread mal dicht bis ich die Postings zum Exkurs rausgetrennt habe...

--- Ende Zitat ---

Lass mal.
Es ist interessant zu sehen, dass die Leute, die keinen Bezug zu einer D&D-"Märchenwelt" haben, sich schwer tun mit der Zuordnung der Archetypen.

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