Pen & Paper - Spielsysteme > D&D5E

D&D Next

<< < (420/480) > >>

Selganor [n/a]:

--- Zitat von: Slayn am 30.05.2014 | 21:41 ---Auf der anderen Seite existiert ihre "Edition" jetzt schon am Stück länger als es jedwede WotC-Edition geschafft hat und kein Ende in Sicht.
Gerade das lässt sich eben nicht mit "hartnäckige 3.5 Fans die nicht wechseln wollten" erklären.

--- Ende Zitat ---
Meinst du mit "ihrer" Edition die 3.x (also 3.0, 3.5 und "3.75" aka Pathfinder)?
Dann doch mal ein paar harte Fakten:
Selbst 3.0/3.5 haben laenger gehalten als die 4e, schon alleine weil 3.0/3.5 von 2000 (Erscheinungsjahr 3.0) bis 2008 (Erscheinungsjahr 4e) einfach bis heute (2014) mehr Jahre (genauer: 8 ) auf dem Markt sein konnte als die 4e (da waren es nur 6)
Diese 8 Jahre teilen sich dann aber auch noch auf zwei Versionen auf die 3 bzw. 5 Jahre auf dem Markt waren. Jede also bisher kuerzer als die 4e. Und Pathfinder ist auch nur so lange "auf dem Markt" wie die 4e wenn man das Jahr Playtest dazupackt. Sonst waeren es auch nur die 5 Jahre die die 3.5 hatte.
Und wenn jetzt das Argument kommen sollte, dass die 4e ja nicht mehr verkauft wird dann frage ich mich wie es D&D trotzdem noch regelmaessig seit der Ankuendigung der neuen Aulage (wenn auch logischerweise mangels neuer Produkte nicht mehr auf Platz 1) in die Top5 der "Verkaufscharts" (z.B. ICv2) schafft.

Wisdom-of-Wombats:

--- Zitat von: Slayn am 30.05.2014 | 23:44 ---Man kann es auch anders formulieren: Man hatte sich damals bei WotC dafür entschieden die Unterstützung für SLs komplett an Dritte abzugeben, da diese eine Minderheit sind im Vergleich zur potentiellen Anzahl an Spielern. Wenn ich mir meine 3E/3.5E Bücher so anschaue, dann ist... so ca 80% Material für Spieler ohne jedweden Mehrwert für Spielleiter.
--- Ende Zitat ---

Die Hoffnung von WotC war damals schon, dass die 3PP die Abenteuer liefern, aber nicht die Regel (und auch nicht die Spielwelten). Es kam ja dann bekanntlich anders. Viele 3PP haben auch gleich noch Regeln geliefert und nicht nur Welten und Abenteuer. Und die Qualität der 3PP war stark durchwachsen (bestes Beispiel: die Creatures Collections von WW). Nicht alles was da rauskam, war auch nur ansatzweise gut.


--- Zitat von: Slayn am 30.05.2014 | 23:44 ---Schaue ich mir an was ich an 3PP Material rumstehen habe, dann habe ich eine relativ große Menge an Abenteuern und Kampagnen, in Regalmetern gemessen wohl weit mehr als an "offiziellen" Material.
--- Ende Zitat ---

Du vergleichst jetzt allen Ernstes den absoluten Produktausstoß von WotC mit dem absoluten Produktausstoß aller 3PP? Du erwartest nicht, dass ich deine Argumentation ab hier noch ernst nehme?  :o


--- Zitat von: Slayn am 30.05.2014 | 23:44 ---Werfe ich dagegen einen Blick auf meine Pathfinder Sachen, so dreht sich das Verhältnis um: 80% Material für Spielleiter, kaum reines Spieler-Material.
--- Ende Zitat ---

Das hängt davon ab, wie Du bestimmte Sachen zuordnest. Abenteuer sind klar für den SL, aber Weltenbände? Expertenregeln? Regionalbeschreibungen? Das kann man sich auch als Spieler kaufen.

Der wesentliche Unterschied zwischen Pathfinder und D&D: Pathfinder baut eine Welt in aller Tiefe aus (Golarion ist da gut mit Aventurien zu vergleichen). D&D bedient die Forgotten Realms, Eberron,
Dark Sun, das Nentirvale Setting etc. Und WotC hatte wenigstens für D&D 4 nie geplant, außer zwei Settingbänden pro Setting noch was herauszubringen. Abenteuer gab es übrigens zu Hauf im Dungeon. Das ignorierst Du glaube ich gerade, weil der Dungeon keine Regalmeter mehr erzeugt.


--- Zitat von: Slayn am 30.05.2014 | 23:44 ---Letzten Endes gibt es halt nur eine einzige Person die zählt, egal ob für Heimrunden oder für Cons, nämlich Spielleiter. Unterstützt man diese nicht durchgehend, kann ein System noch so toll sein, es wird nichts bringen.

Ich hatte da vor kurzem bezüglich der 4E einen tollen Satz hier gelesen, mehr oder weniger paraphrasiert: "Ich hatte es als SL noch nie so einfach Abenteuer und Encounter zu erstellen. Warum jubelt da niemand?". Weil DiY wohl nett ist, aber etwas in der Hand zu haben ist besser?

--- Ende Zitat ---

Viele ältere SL haben nicht mehr die Zeit, die sie in Schule oder Uni zur Verfügung gehabt haben, und wollen vorgefertigte Abenteuer haben - und damit versorgt Paizo die Leute zu hauf und in hoher Qualität, während der Dungeon (a) nicht mehr so sichtbar ist und (b) qualitativ nicht mithalten kann.

Wisdom-of-Wombats:

--- Zitat von: Selganor am 31.05.2014 | 12:06 ---Meinst du mit "ihrer" Edition die 3.x (also 3.0, 3.5 und "3.75" aka Pathfinder)?
Dann doch mal ein paar harte Fakten:
Selbst 3.0/3.5 haben laenger gehalten als die 4e, schon alleine weil 3.0/3.5 von 2000 (Erscheinungsjahr 3.0) bis 2008 (Erscheinungsjahr 4e) einfach bis heute (2014) mehr Jahre (genauer: 8 ) auf dem Markt sein konnte als die 4e (da waren es nur 6)
Diese 8 Jahre teilen sich dann aber auch noch auf zwei Versionen auf die 3 bzw. 5 Jahre auf dem Markt waren. Jede also bisher kuerzer als die 4e. Und Pathfinder ist auch nur so lange "auf dem Markt" wie die 4e wenn man das Jahr Playtest dazupackt. Sonst waeren es auch nur die 5 Jahre die die 3.5 hatte.
Und wenn jetzt das Argument kommen sollte, dass die 4e ja nicht mehr verkauft wird dann frage ich mich wie es D&D trotzdem noch regelmaessig seit der Ankuendigung der neuen Aulage (wenn auch logischerweise mangels neuer Produkte nicht mehr auf Platz 1) in die Top5 der "Verkaufscharts" (z.B. ICv2) schafft.

--- Ende Zitat ---

Danke! Genau meine Meinung.

Slayn:
@MoC:

Ich denke, du verstehst den Kern meiner Kritik nicht, oder?

Arldwulf hatte das vorhin sehr nett formuliert, zu bestimmten Firmen baut man ein Vertrauen auf da sie eine gewisse Stabilität aufweisen, andere lässt man Links liegen weil man von ihnen nichts erwarten kann.
Bei WotC hat man jetzt in 14 Jahren 4 Editionen recht schnell an die Wand gefahren, teilweise sehr plötzlich und ohne Vorwarnung, es dazu in laufenden Linien nicht geschafft einen stabilen Produktausstoß zu haben (Nah, Forgotten Realms? Expeditions to Reihe? Dinge wie Gardmore Abbey?).

WotC steht, zumindest für mich, als Hersteller nun mal mittlerweile sehr unzuverlässig da, einfach weil ich mich als Kunde nicht mehr darauf verlassen kann ob das, was ich von ihnen will und was sie auch als solches angekündigt haben noch kommt oder zumindest so stabil kommt wie ich es als Kunde brauche. Und genau das legt für mich die Hemmschwelle mich überhaupt noch irgendwie mit D&D5 zu beschäftigen sehr hoch, einfach weil im Hinterkopf der Gedanke ist: Ok, das fangen sie an und wenn´s spannend wird stellen sie es eh wieder ein.

An der Stelle eben der Hinweis rüber zu Paizo und der vermeintliche Langzeitaspekt (Hier auch @Selganor) der nicht nur mir der allgemeinen Laufzeit einer Edition zu tun hat sondern mit der Zuverlässigkeit mit der ich Material zu erwarten habe und auch dem gesicherten Ausblick darauf dass das Material kommen wird und in welchem Zyklus das geschieht. Jedes Jahr ein Adventure Path, ein Spieler- und ein Setting Buch dazu plus ein Tie-In Abenteuer? Check. Das über Jahre, ggf. halt mit anderen Regeln unterlegt? Check.

Die Sache mit der OGL und später GSL hatte halt nur eine Weile lang diese Schwachstellen bei WotC überdenkt, später aber auch extrem offengelegt wenn man einfach mal betrachtet wie eben einige windige 3PP es geschafft haben Dinge wie Settingmaterial oder Abenteuer mit großer Zuverlässigkeit zu liefern.

Wisdom-of-Wombats:

--- Zitat von: Slayn am 31.05.2014 | 13:43 ---Ich denke, du verstehst den Kern meiner Kritik nicht, oder?

Arldwulf hatte das vorhin sehr nett formuliert, zu bestimmten Firmen baut man ein Vertrauen auf da sie eine gewisse Stabilität aufweisen, andere lässt man Links liegen weil man von ihnen nichts erwarten kann.
Bei WotC hat man jetzt in 14 Jahren 4 Editionen recht schnell an die Wand gefahren, teilweise sehr plötzlich und ohne Vorwarnung, es dazu in laufenden Linien nicht geschafft einen stabilen Produktausstoß zu haben (Nah, Forgotten Realms? Expeditions to Reihe? Dinge wie Gardmore Abbey?).

WotC steht, zumindest für mich, als Hersteller nun mal mittlerweile sehr unzuverlässig da, ...

--- Ende Zitat ---

Du sagst es doch selber: "für Dich". Du versuchst aus Deiner Eigenwahrnehmung ("an die Wand gefahren") eine allgemein gültige Feststellung abzuleiten.

Du bezeichnest das Einstellen einer Edition als "an die Wand fahren". Dabei ist es Dir egal, aus welchen Gründen eine Edition eingestellt wurde. Meistens sind es mangelnde Verkaufszahlen. Und da ist es gut, das tote Pferd links liegen zu lassen, statt die Existenz eines Verlags darauf zu verwetten. Natürlich sagst Du jetzt wieder: wenn die Verkaufszahlen zurückgehen, hat der Verlag beim Marketing versagt. Aber so einfach ist das nicht. Die wenigsten Kunden von WotC bleiben 10 oder 20 Jahre beim Rollenspiel. Und Spieldesign ist seit 2000 auch weitergekommen. Es macht also Sinn, sich neu zu erfinden.

Edit: Nach der Zählung hat Pinnacle übrigens in den letzten 14 Jahren auch 4 Editionen an die Wand gefahren.

Und woher nimmst Du die 4 Editionen? D&D 3, D&D 3.5 (was keine eigene Edition ist) und D&D 4 und...? AD&D 2nd Edition am Ende? D&D 5 ist noch nicht mal draußen.

Slayn, Du versuchst aus Deiner Sicht eines enttäuschten Kunden, eine Allgemeinsicht herzustellen, die es so nicht gibt.

Navigation

[0] Themen-Index

[#] Nächste Seite

[*] Vorherige Sete

Zur normalen Ansicht wechseln