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Archoangel:
Mag sein. Ist aber in jeder hinsicht schwachsinnig. Es gilt das hier:

--- Zitat ---Since Paizo released the first playtest documents in March of 2008, more than 50,000 gamers have downloaded the rules and posted their feedback, resulting in a year-long open playtest that was the largest in the history of tabletop roleplaying games.
--- Ende Zitat ---

zu toppen. Sie können jetzt nicht Playtests mit 1000 ausgewählten Spielern machen - dann geht der Gag nach hinten los. Ich zumindest werde keine Edition unterstützen, die erst einen offenen Test ankündigt und dann doch nur einen geschlossenen für "ausgewählte" und "handverlesene" Ja-Sager macht. Hatten wir ja auch zur 4E schon.

Die Wotzies brauchen also wenigstens 100.000 Downloads und genügend Zeit (und Menschen) um den besorgten Spielern zumindest das Gefühl zu vermitteln ihre Anregungen würden ernst gemeint. Und wenn ich dafür ohnehin schon Resourcen locker mache wäre es mehr als sinnlos die entsprechenden Informationen nicht zu verwerten. Letztlich werden sie also kurzfristig eine Art von Callcenter zur Auswertung der Daten einrichten und es würde mich echt wundern, wenn dieses die entsprechende Datenmenge schneller als in drei Monaten verarbeiten würde. Und für potentiell 100K Gamer langt ein 10 Wochen Spieltest einfach nicht. pathfinder hatte ein jahr Laufzeit von Beta bis Druckversion. Sagen wir also die Wotzies sind nicht Paizo, machen alles größer, professioneller und effektiver und brauchen daher nur ein halbes Jahr vom Start bis zur Printversion (immer noch mehr als unwahrscheinlich), dann 2 Monate zur Finalisierung, zwei für den Druck und einen bis das Zeug im Laden steht. Dann rden wir hier immer noch von 11 Monaten (gerechnet ab Beginn Beta-Test - wann immer das sein wird).

Beim besipiel vom 01.03. wären wir da also beim 01.02.2013. Ein sehr schlechtes Datum für einen Editionsstart. Ein guter Marketing-Gag wäre wohl also ein prerelease zur Eastercon 2013, also Ostern nächstes Jahr. DAS erscheint mir ein realistischeres Datum zu sein, da ist dann auch noch ein wenig Zeit für Eventualitäten drinn. Was das sein sollte?

Nehmen wir an, der Test ist nur Gewäsch und soll wirklich in 10 Wochen vom Band sein (warum hat er dann noch nicht begonnen?), die Rückmeldung der Zeilgruppe ist aber " alles scheiße, alles Dreck, eine Botschaft - Wizards weg!". DANN werden sie den Müll kaum drucken um anschließend rumzujammern, wie doof die Fans doch sind, oder? (hatten wir schon, siehe meine Sig).

Humpty Dumpty:
Vermutlich wird es so ähnlich laufen wie Du es skizzierst. Würde ich auch vermuten. Ich wollte nur darauf hinweisen, dass eine Veröffentlichung noch in diesem Jahr keineswegs unmöglich, sondern gut machbar ist.

Falke359:
Wenn sie die Spielerbeteiligung bei der Plaung und dem Playtest ernst nehmen wollten, mussten sie die neue Edition ja zwangsläufig so früh ankündigen.
Und wenn man sich im Vergleich Diablo 3 anschaut, kommt es durchaus vor, dass eine Firma eine Neuentwicklung viel zu früh ankündigt, ohne zu bedenken, wie sehr sich die Erwartungsspannung mit der Zeit abbauen kann.
Jetzt allerdings eine vorschnelle Version auf den Markt zu hauen, ohne dass sich die Spieler genügend angehört und beteiligt fühlen, wäre wahrscheinlich wirtschaftlicher Selbstmord, außer, die playtests zeigen, dass sie bereits auf dem genau richtigen Weg sind.

Was übrigens die Vereinbarkeit verschiedener Spielstile angeht, weiß ich nicht, wo das Problem sein soll. Ich kann mir sogar vorstellen, dass Spieler verschiedener Rollenspielsysteme am selben Tisch sitzen und die gleiche Story erleben.
Und wenn man einen Standard-Krieger in 3.5 vergleicht mit einem hochgezüchteten Fighter, der sämtliche zur Verfügung stehende Regelbücher nutzt, merkt man doch, dass unterschiedliche Komplexität durchaus vereinbar ist. Natürlich ist der Standard-Krieger dann weniger flexibel, hat weniger Optionen oder ist in bestimmten Situationen unterlegen, macht aber vielleicht einen höheren Standard-Schaden und will es vielleicht auch unkomplizierter.

Ich kann mir bereits jetzt einen 3.5-Magier neben einem 4E vorstellen: Der eine haut seine (mächtigeren) Einmal-Zauber raus und muss dann zur Armbrust greifen, der andere schleudert halt at will schwächere magische Geschosse um sich, die vielleicht etwas mehr Schaden machen als die Armbrust.
Natürlich müsste man den Schaden entsprechend anpassen, aber wieso sollte das Ganze nicht funktionieren, wenn alles auf einem neuen, einheitlichen Regelsystem basiert?

6:
Sind eigentlich irgendwelche neuen Infos zur nächsten Edition aufgetaucht?

Arldwulf:

--- Zitat von: Thalamus Grondak am 21.02.2012 | 11:13 ---@Ardwulf
Ich denke WotC sind im Zugzwang, und sie wissen das und werden versuchen die neue Edition so schnell wie möglich rauszubringen.
Die Abonnenten sind kaum ausschlaggebend für den finanziellen Erfolg. WotC haben sich erhofft D&D auf eine Art wie WoW vermarkten zu können, und sie sind damit Grandios gescheitert.
Das erste was WotC gelernt haben werden ist, dass es einfacher ist gute Bücher zu veröffentlichen und damit die Kunden zufrieden zu stellen, als eine Plattform die dauerhaft gewartet werden muss, und immer neuen Ansprüchen gerecht werden muss. Falls ihr euch noch erinnert, war das ganze Online-Ding viel größer geplant und es ist offensichtlich das sie sich ordentlich verschätzt haben damit.
Es ist halt jemand in die Firma gekommen und hat ihnen vom Großen internet erzählt und dass einem das Geld dort hinterhergeworfen wird. Das man die Bücher nur noch als Appetizer bräuchte um die Konsumenten in ein Abo zu zwängen. Aber so funktioniert der Rollenspielmarkt nicht, das sollten die Wozies inzwischen gemerkt haben, und wie gesagt sie werden versuchen so schnell wie möglich aus diesem D&D4 Ding rauszukommen.
Wird wohl eher 3.5 sein.

--- Ende Zitat ---

Letztlich dürfte der D&D Insider das einzige sein was die 4E wirtschaftlich irgendwie gerettet hat. Jedenfalls ist es das was wohl am positivsten von den ganzen 4E Spielern bewertet wurde, mal von generellen Regelanpassungen abgesehen. Marketingsprüche mal beiseite gelegt muss man auch sagen dass es wohl profitabler als die meisten Bücher war. Es ist halt eine monatliche Zahlung von mehreren zehntausend Leuten. (Und letztlich ist dies die vorsichtige Form der Aussage)

Geld hinterhergeworfen wird damit sicher nicht, aber es ist fraglos etwas dabei rumgekommen. Und das geht halt weiter, womit du eine Erklärung für die frühe Ankündigung hast. Spielern denen man sagen kann: "Bleibt dran, da kommt noch was!" lassen sich leichter halten als solche welche sich fragen ob es überhaupt weitergeht. Und an dieser Stelle hat man auch nur einen gewissen Spielraum bis die Spieler sich anderen Dingen zuwenden weil "nix neues mehr kommt".


Was die Regeln betrifft: 3.5 hat letztlich so viele Probleme dass es aus Regeldesign Sicht wenig Sinn macht das System neu aufzusetzen. Man kann natürlich davon ein paar Sachen übernehmen, und wird das auch zur Genüge tun. Insgesamt muss man sich aber Fragen welche konkreten Regel-Elemente das sein sollen. Die Zeit bleibt nicht stehen, für viele Dinge gibt es einfach inzwischen bessere Lösungen. Das die neue Edition viel von 3.5 hat wäre wohl eher eine Überraschung. Und würde auch nicht zu den bisherigen Infos passen.

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