Pen & Paper - Spielsysteme > Pathfinder/3.x/D20
(D&D3.5) Zeiteinteilung einer Sitzung
bobibob bobsen:
In meinen Runden bin ich davon abgerückt Kampflastige Abenteuer zu entwerfen. Vor einigen Jahren gehörte zu jedem gelungenen rollspielabend auch irgendwie ein oder zwei Kämpfe.
Dies hat sich inzwischen geändert. Inzwischen verbringen die Spieler vielleicht 1/5 der Realtime mit Kämpfen, den überwiegenden Teil jedoch mit sozialen Interaktionen, Politischen Intrigen, Spionagetätigkeit etc., inzwischen gehen die Spieler in eine Begegnung mit der Einstellung diese wenn möglich ohne einen Kampf zu regeln.
Da dies ein schleichender Prozess, war ist das mir und meinen Spielern kaum aufgefallen. Bei unserem letzten Treffen habe ich es aber mal thematisiert und erfahren das meine Mitspieler die Umstellung nicht bereut haben, sogar inzwischen mehr Spaß haben.
Kämpfe die dann mal stattfinden werden sogar als noch spannender empfunden.
Daher meine Frage:
Gibt es in anderen Spielrunden ebenfalls einen Wandel oder stehe ich eher allein da?
Zwart:
Wie viel gekämpft wird hängt bei uns inzwischen (früher sind wir ständig zwischen den Extremen gependelt) vom gespielten System, Setting, Kampagne, Abenteuer und der Tageslaune ab. :)
Vigilluminatus:
Bei mir gab's über die letzten drei Jahre auch einen Wandel - nur leider in die andere Richtung. Interaktion in der Gruppe findet so gut wie gar nicht statt, Interaktion mit NPCs bleibt meist auf dem "Briefing vor dem Dungeon"-Niveau. Im Kampf wird nur beschrieben, was die Charaktere machen, sollte mal einer von ihnen einen Satz sprechen, darf das als Wunder angesehen werden. Ich versuche, wenigstens die Gegner sprechen zu lassen, aber außer wenigen müden Antworten kommt nichts zurück.
Das war früher mal anders, geringfügig wenigstens. Damals sind sie wenigstens noch auf viele NPCs zugegangen und haben sie in Gespräche verwickelt, egal ob die wichtig waren oder nicht. Ich glaube, das Schlüsselelement war, dass sie untereinander ingame fast nie Interaktion hatten - dadurch sind die Charaktere bis heute recht blass geblieben und je länger die Kampagne dauert, wollen sie sich immer weniger entwickeln. Wenn ich mal wieder leite, werde ich's früh im Spiel ansprechen, dass ich nicht der einzige Ansprechpartner sein will, sondern dass sie auch selbst in der Gruppe rollenspielen sollen.
kalgani:
Mache ein ähnliche Erfahrung, denn dir kurze Spieldauer in der Woche verbringe ich lieber damit meinen Char irgendwelchen "Blödsinn" machen zu lassen darauf zu warten das nächste Monster zu plätten.
Für diese spielweise sollte man darüber nachdenken von einer XP verhabe abzurücken und zu einer "Ihr habt demnächst/jetzt genug gelernt um eine neue Erfahrungsstufe zu erreichen" über zu gehen. so kann man immer noch regelmäßig aufsteigen ohne auf den Monster counter schielen zu müssen.
Spiel man mit Heropoints oder ähnlichem kann man Spieler auch regelmäßig über den ca. Erfahrungsstand informieren,
damit keine Boni wegen nicht nutzung verfallen.
Tudor the Traveller:
Es ist primär die Zeit, die ein Kampf frisst, was dazu geführt hat, dass Kämpfe nur noch vereinzelt vorkommen. Solche Kämpfe ziehen sich bei uns dann auch schnell mal über zwei Spielabende, was natürlich suboptimal ist. Aber bei ca. 3 Stunden Spielzeit pro Sitzung bleibt keine Zeit für viele Kämpfe.
Außerdem bevorzuge ich es auch, wenn sich Kämpfe nicht aneinander reihen, und man Konflikte auch mal ohne zu kämpfen oder eventuell durch ein kurzes Kräftemessen und hinterherigem Verhandeln auflöst.
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