Pen & Paper - Rollenspiel > Pen & Paper - Rollenspiel- & Weltenbau

Darf ich bitten? - Eine Alternative zu Konfliktsystemen

<< < (3/6) > >>

Bad Horse:
Die Concessions bei FATE gehen in eine ähnliche Richtung...

Ein Charakter kann eine Concession anbieten, wenn er im Konflikt (sozial oder physisch) schwer genug getroffen ist, dass er eine Konsequenz nehmen muss.
Das kann bei einer Verführung auch "Okay, ich hab jetzt die Konsequenz 'fasziniert von Captain Panthergleich' - ich würde sagen, ich gebe ihm meine Telefonnummer, aber ich geh nicht gleich mit ihm in die Kiste" sein.

Zumal sich die Angriffs- und Abwehrwürfe bei Fate ganz gut in die Erzählung einbinden lassen.

ArneBab:

--- Zitat von: Nørdmännchen am  2.03.2012 | 17:13 ---@ArneBab: Sehr schön analysiert und ein geiler Vorschlag mit dem "Verführt"-Wert

Zum Abschluß: Ich sehe auch, dass das spezielle System recht komplex wird und werde, angesichts des zu erwartenden Arbeitsaufwands, erstmal nicht daran arbeiten. (Hatte ich bis jetzt auch nicht wirklich vor.) Da die Grundidee aber Anklang findet, denke ich weiterhin über das Thema nach. Vielen Dank an den Hobbit und ArneBab für die alternativen Ansätze.
--- Ende Zitat ---

Danke für die Idee!

Ich muss das irgendwann mit 1w6 umsetzen. Sollte nicht so schwer sein, erzielte Differenzen in temporäre Nachteile umzusetzen (Nachteil = Einschränkung der freien Entscheidung des Spielers über seinen Charakter). z.B. pro 3 Punkte Differenz einen Strich. Ab 9 Punkten, also 3 Strichen (Δ) ist es bereits definierend für den Charakter. Das würde zum Beispiel für „verliebt sich“ passen. Ab 27 Punkten erhält der Charakter eine temporäre zentrale Besonderheit → http://1w6.org/deutsch/module/leitfaden-fuer-eigene-module#grundtypen

9 Punkte sind der Wert, ab dem ein Charakter im Taktischen Kampfsystem einen Kampf beenden kann. Passt also ganz gut für gelungene Verführung → http://1w6.org/deutsch/module/taktische-kaempfe-takm

Die Höhe könnte bei einem sanften System jeden Tag um 1 Punkt zurückgehen, bis der Nach- oder Vorteil wieder weg ist.

Ein etwas heftigeres System würde zusätzlich bei 1/3 einer passenden Eigenschaft (durchschnitt: 4) eine Wunde verpassen. Die Besonderheit würde sich pro Woche um eine Anzahl von Punkten gleich 1/3 der Eigenschaft minus 1 pro Wunde sinken. Dadurch wäre es durch mehrere Verführungsversuche möglich, den anderen Charakter so sehr zu beeinflussen, dass seine verliebtheit sich ohne Hilfe immer weiter steigern wird, bis er sich irgendwann vollständig verzehrt.

Es braucht nur 4 Wunden, dann reduzieren sich die temporären Besonderheiten nicht mehr… wobei die Wunden natürlich nicht schlecht sein müssen, wenn der andere Charakter sich verführen lassen wollte. Nur wird er es ab diesem Punkt nicht mehr los → die Geister, die ich rief :)


Konkret: Wenn der andere das auch will, bekommt der Würfelnde einen Bonus von 1 pro +, den der andere in einem passenden Wert hat (Fertigkeit, Beruf oder Eigenschaft). Als Mindestwurf würde ich die Willenskraft des Verführten nehmen (jemand mit einem stärkeren Willen hat es damit auch schwerer, sich verführen zu lassen: Sein Geist will sich einfach nicht beugen). Alternativ eine andere passende Eigenschaft oder 12 (fordernd).

Außerdem addieren sich bei mehreren Versuchen die angesammelten Punkte, aber Wunden gibt es nur, wenn die entsprechende Anzahl von Punkten auf einen Schlag verursacht wird.

Das Ergebnis „keiner gewinnt“ ist dabei schlicht, dass die Differenz nicht reicht, um einen Strich zu erzeugen.

Damit ist das Regelwerk für ein Tanz-System in Grobzügen fertig :)

Und meiner Erfahrung nach ist es schnell und balanciert: Das hier sind einfach die angepassten Kampfregeln mit einer Neuinterpretation der Effekte. Damit profitiert es von inzwischen gut 8 Jahren zweiwöchentlichen Testspielen.

ArneBab:

--- Zitat von: Bad Horse am  2.03.2012 | 17:24 ---Ein Charakter kann eine Concession anbieten, wenn er im Konflikt (sozial oder physisch) schwer genug getroffen ist, dass er eine Konsequenz nehmen muss.

--- Ende Zitat ---
Das ist auch eine sehr coole Idee! *im Kopf behalt: Wunde = Konsequenz, dazu eine bestimmte passende Handlung.*

Gummibär:
Wenn man beim Fußball einfach immer den Vorstoß "ich schieße ein Tor" bringt, dann bekommt dein System Probleme.



Verführung als Konflikt macht nur dann Sinn, wenn man auf Körperkraft würfelt... Wenn jemand auf einen bestimmten Typ steht, dem man nicht entspricht, dann kann man nicht erfolgreich sein. Und falls derjenige verführt werden möchte, kommt es gar nicht zu einem Konflikt.

Möglich ist hier aber Task Resolution: Jemand möchte verführt werden, aber er möchte umworben werden. Die Aufgabe gilt es zu erledigen. Hier könnte man Erfolge ansammeln (z.B. nWoD). Die Schwierigkeit der Aufgabe hängt aber nicht von den Werten des zu Verführenden ab, sondern davon, wie schwer es dieser machen möchte. Daher kommt Conflict Resolution nicht in Frage. Wenn er gutwillig ist, den guten Willen zählen lässt, auch wenn derjenige nicht gut im Umgang mit Worten ist, dann wird es leicht bzw. automatisch gelingen oder aber derjenige darf es beliebig lange versuchen. Letztlich muss eine Verführung ja auch nicht bedeuten, dass sich jemand verliebt.

ArneBab:

--- Zitat von: Gummibär am 15.05.2012 | 17:33 ---Verführung als Konflikt macht nur dann Sinn, wenn man auf Körperkraft würfelt... Wenn jemand auf einen bestimmten Typ steht, dem man nicht entspricht, dann kann man nicht erfolgreich sein. Und falls derjenige verführt werden möchte, kommt es gar nicht zu einem Konflikt.

--- Ende Zitat ---

Das bezweifle ich beides. Auch wenn der Typ nicht passt, bin ich sicher, das geübte VerführerInnen ihr Zielobjekt trotzdem verführen können.

Und auch wenn jemand verführt werden will, kann es sein, dass der Funke einfach nicht überspringt.


--- Zitat ---Möglich ist hier aber Task Resolution: Jemand möchte verführt werden, aber er möchte umworben werden. Die Aufgabe gilt es zu erledigen. Hier könnte man Erfolge ansammeln (z.B. nWoD). Die Schwierigkeit der Aufgabe hängt aber nicht von den Werten des zu Verführenden ab, sondern davon, wie schwer es dieser machen möchte.

--- Ende Zitat ---

Die Frage für mich ist eher, ob derjenige, der umworben werden möchte, wirklich frei entscheidet, wie schwer er es machen will. Und da habe ich meine Zweifel (wie generell an dem freien Willen von Leuten, die behaupten, sie würden völlig frei entscheiden: erst die Erkenntnis der eigenen Grenzen gibt die Möglichkeit, sich selbst zu verändern und dadurch wirklich frei entscheiden zu können - auch wenn es manchmal Jahre braucht. diese Entscheidung umzusetzen).

Navigation

[0] Themen-Index

[#] Nächste Seite

[*] Vorherige Sete

Zur normalen Ansicht wechseln