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[PtC] Jemand Erfahrung mit Promethean?

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Czechbot:
Ich hatte einen Created bisher nur als NSC, der ist aber eingeschlagen wie ne Bombe, und meine Spieler möchten unbedingt mal so einen spielen.
Promethean handelt viel von Einsamkeit, aber ich finde es ist gut vorstellbar, dass sich für kurze Zeit eine Gruppe Created zusammenfinden. Sei es um sich philosophisch auszutauschen und voneinander zu lernen (hilft wieder ein Mensch zu werden), oder einfach um die Einsamkeit zu überwinden. Ich kann mir Promethean gut als eine Art Roadmovie vorstellen, getrieben vom unnatürlichen Hass der Menschheit auf den CHarakter, der einfach nicht sein darf. Vielleicht im Mittleren Westen, Rockies; alte Geschehnisse auf-, oder vergessenes Wissen entdeckend.

Holothuroid:

--- Zitat von: Nin am 22.02.2012 | 09:24 ---Ich verstehe nicht wo da der Bezug zu Promethean ist.
Ist das nicht eine (relativ) allgemeingültige Aussage?
--- Ende Zitat ---

Stimmt, aber ich wollte Herrn M erklären, warum mir seine an sich sehr hübsche und ausführliche Antwort leider wenig weiterhilft. Ich habe, denke ich, schon eine ganz gute Idee, was die Protagonisten erleben. Ich weiß nicht, was die einzelnen Teilnehmer tun, damit die Protagonisten das erleben.

HerrM:
Nun ich werde mich bemühen meine Einträge lesbarer zu gliedern. :)

Was die Frage "Was machen die Teilnehmer" betrifft: Mangels Erfahrung kann ich da leider auch nur Theorien aufstellen.

Als Spielleiter würde ich eben mal mit den obigen Gedanken beginnen. Was ich dann konkret vorsetzen würde, würde wohl vor allem davon abhängen was sich meine Runde so alles wünscht, was sie für Charaktere bauen und worauf wir uns als Stimmungselemente geeinigt haben.

Ich denke der Einstieg wäre auf alle Fälle ein Sprung ins kalte Wasser: Alle wachen auf, wissen nicht wo und wer sie sind und müssen sich einmal zurecht finden. Eventuell würden sie eine Art Mentor-NSC dabei haben der ihnen die Grundlagen erklärt. Beispielsszenario: Es gab eine Gruppe von Prometheans die sich gerade daran gemacht haben Nachwuchs zu bauen, ein paar kommen dabei um (einer könnte einen klassischen Unfall haben, einer gibt sich selbst auf um dem Neuen Leben zu schenken und wird im Moment seines Todes ein Mensch), einer scheitert und wird völlig zurückgesetzt (ein neuer Spielerchar) und nur einer der Alten bleibt wirklich bestehen und bietet den Neulingen mal eine Art Basis.

Jetzt sollen sie rausgehen und Menschen kennen lernen: Wie gesagt würde ich mal einfache Geschichten entwickeln, reguläre Tagesabläufe von Menschen und schauen wie sich die Charaktere verhalten, wie sie Einfluss nehmen. Kurzum: Ich würde mich als Spielleiter (und als Spielwelt ;) ) bemühen die Charaktere kennen zu lernen, mit den Neulingen ins Gespräch kommen. Ich denke hier sollte man als Spielleiter viel auf Improvisation setzen, viel Offenheit bieten und auf möglichst alle Ideen der Spieler eingehen, mal Trends im Verhalten der Spieler erforschen und darauf aufbauend dann Szenarien entwickeln. Ich denke hier muss man echt viel auf Reagieren setzen, weil eben die Figuren im Zentrum stehen sollen. Je aktiver die Geschichte ist, je mehr man determiniert was zu geschehen hat, desto weniger werden die Eigenschaften der Figuren zum Vorschein kommen.

Spannung würde ich dadurch aufbauen, dass hier mal der Spieß umgedreht ist: Normalerweise werden ja eigentlich eher die Spieler mit einer ungewöhnlichen Spielwelt konfrontiert und müssen schauen, dass sie diese ihren Bedürfnissen anpassen. Hier ist es eher so, dass die Spielwelt "normal" ist und durch den Einfluss der Spieler "gestört" wird. Wie bereits erwähnt sind die Spieler die Monster der Geschichte und das würde ich auch voll und ganz ansprechen, Geschichten entwickeln wo der Alltag durch die Figuren aus den Bahnen gerät. Was mich dabei eben faszinieren würde ist ob die Spieler sich dann bemühen das wieder glatt zu bügeln, oder ob sie es genießen und für ärgeren Unfug sorgen.


Als Spieler würde ich in die Welt rausgehen und Leute anplappern, anfangs gezielt tolpatschig "Wer bist du?" Was machst du?" und langsam lernen was die anderen machen, anfangs plump imitieren, nachäffen und mich dann wundern warum das scheinbar normale Verhalten für mich unakzeptabel scheint. Ich würde mir bestimmte Verhaltensweisen aussuchen, die ich dann übersteigert darstellen würde, bis zur Karikatur, und mir jede Woche einen neuen Moralkodex überlegen den ich dann genau befolge. Im Laufe der Zeit würde ich dann die Verhaltensweisen die sich bewährt haben als immer menschlicher darstellen, also das was gut ankommt tatsächlich möglichst so darstellen wie ich es als normaler Mensch tun würde. Weiters würde ich mir eine "Familie" suchen, "Lieblingsmenschen" für die ich alles tun würde, bei denen ich krampfhaft versuchen würde zu verhindern, dass sie mich hassen.

So würde ich mir zumindest mal die Einstiegsphase vorstellen.

Hoffe mal, dass das ein bisschen mehr hilft. ;)

Holothuroid:
OK. Interessant. Da würde ich wahrscheinlich eher Shock oder ein ähnliches Regelwerk wählen. Das würde auch gleich dem Eindruck nachkommen, dass 1on1 mit PtC besser geht, das Shock das Partyspiel unnötig macht.

Nin:

--- Zitat von: HerrM am 22.02.2012 | 13:08 ---So würde ich mir zumindest mal die Einstiegsphase vorstellen.
--- Ende Zitat ---
Wann und wo bietest du das an?

Beim Lesen von Herrn-M-Danke-für-den-Zeilenumbruch's Beitrag ging mir folgendes durch den Kopf:
Keine Ahnung, wie dicht es am Grundsetting ist, aber, wenn Promethean alle irgendwie aus verschiedenen Menschenteilen bestehen, wie wäre es dann mit einem Aufhänger, der sich auf die unterschiedlichen Teile bezieht. Dinge, Orte, Situationen, Personen etc., die eine diffuse, nicht deutbare Erinnerung bringen. Vielleicht etwas in der Welt der Ablehnung und des Zerfalls, vertraut und beständig, aber trotzdem nicht verständlich, scheint?

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