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[Erzählt mir von] Love in the Time of Seið
asri:
Ich hab es gestern mit Vergnügen gespielt (beim Göttinger Rollenspieltreffen). Mir gefällt, wie die Orte bestimmte Motive einbringen und verstärken (auch wenn wir die Events nicht immer gut mit unseren Szenen verbinden konnten - vielleicht eine Übungsfrage). Gespielt haben wir schätzungsweise dreieinhalb Stunden - wenn ich mich recht entsinne, inklusive der Erklärungen vorweg.
Ein Problem des Spiels ist IMHO, dass man fünf Leute braucht (wegen des vorgefertigten Beziehungsnetzes). Oder meint ihr, man kann es auch zu viert oder zu sechst umsetzen?
Timberwere:
--- Zitat von: asri am 12.05.2012 | 12:11 ---Ein Problem des Spiels ist IMHO, dass man fünf Leute braucht (wegen des vorgefertigten Beziehungsnetzes). Oder meint ihr, man kann es auch zu viert oder zu sechst umsetzen?
--- Ende Zitat ---
Ich könnte mir vorstellen, dass es auch zu viert oder zu sechst problemlos geht. Denn selbst wenn ein Charakter aus dem Geflecht fehlt, bleiben ja immer noch drei andere übrig, zu denen durchaus zwiespältige Beziehungen bestehen.
Für einen sechsten Charakter bräuchte es ein wenig Vorbereitungszeit, um den noch irgendwie unterzukriegen und mit den anderen zu verknüpfen, aber auch da ließe sich sicherlich etwas machen.
z.B. eine Frau, die gerne die neue Königin werden möchte, aber kein Seiðr beherrscht und deswegen die Seiðkona hasst, weil die kann, was ihr verwehrt ist (und weil die Seiðkona den König zum Geliebten hat); die Prinzessin entweder auf ihre Seite ziehen oder (zwecks Erben) aus dem Weg räumen möchte; den König für sich gewinnen will; aus dem Land des Jarls kommt, so dass sie weiß, dass der Jarl den Ritter irgendwie beeinflusst; und für den Ritter starke Gefühle, welcher Art auch immer (Hass? Liebe? Mutterinstinkt?) hegt.
Es gingen bestimmt auch noch andere Zusatzcharaktere, aber der ist mir eben so auf die Schnelle eingefallen.
asri:
Danke für die Ideen, Timberwere!
Einfach eine Figur weglassen ist vermutlich das einfachste (ich hatte auch überlegt, ob man das betreffende Charakterblatt irgendwie in das Spiel einbezieht, die Figur kollektiv spielt, wenn sie an der Reihe ist o.ä.). Dabei kann sie im Beziehungsgefüge bleiben, bei Bedarf als NSC gespielt werden... und kommt ansonsten nicht zum Tragen.
Eine sechste Rolle einzufügen stelle ich mir schwieriger vor. Dein Beispiel ist zwar gut, aber die R-Map (egal ob aufgezeichnet oder nicht) wird komplizierter, und das Spiel insgesamt länger und aufwändiger. Mein Eindruck vom Spielen vor ein paar Tagen war, dass man ohnehin nicht unbedingt dazu kommt, die jeweiligen Beziehungen seiner Figur zu allen anderen an- und auszuspielen. Der Effekt in einer Sechserrunde dürfte sein, dass die Geschichte im Ergebnis weniger dicht, weniger verwoben ist. Aber auch das kommt sicher auf einen Versuch an. Ich bin jedenfalls jetzt zuversichtlicher, dass das Spiel auch +/-1 Mitspieler laufen könnte. :)
asri:
Entdeckt, aber noch nicht genauer angeschaut:
Richard Williams hat auf der Basis von Love in the Time of Seid und Archipelago (oben von Daniel verlinkt) "Anarktica" geschrieben: Man kann es auf seiner Website kostenlos herunterladen.
Dr. Clownerie:
Mehr als fünf Jahre alt... Aber das Wesen des Seiðr ist zeitlos ;)
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