Pen & Paper - Spielsysteme > Pathfinder/3.x/D20
[PF] Triaxus als Abenteuersetting und/oder Kampagnenwelt
Waldviech:
Also laut "Distant Worlds" liegen die Jahreszeiten auf Triaxus tatsächlich an seiner stark elliptischen Bahn. Im Sommer ist der gesamte Planet sehr nah an der Sonne, was ihn auf tropische Temperaturen aufheizt während er im Winter sehr weit von der Sonne entfernt ist und stark zufriert. Viele Lebensformen haben sich an diese Veränderungen angepasst und halten einen langen Winter- bzw. Sommerschlaf, was dazu führt, das auch das Ökosystem des Planeten je nach Jahreszeit völlig anders wirkt. Die Menschheit, bzw. die sehr sehr menschenähnlichen Humanoiden passen sich den Jahreszeiten durch eine Art "Generationswechsel" an. Die in Frühling und Sommer geborenen gehören zu einem dunkelhäutigen Sommervolk, während die im Winter geborenen ein hellhäutiges "Wintervolk" werden. Diesen Zyklus behält diese Menschenrasse laut DW auch fern ihres Heimatplaneten bei (d.h. würde man Triaxaner auf Golarion oder der Erde ansiedeln, würden die trotzdem alle paar Jahrzehnte zwischen Winter- und Sommervolk wechseln).
--- Zitat ---Es gibt keine Möglichkeit, einen bewohnbaren Planeten mit 300 Jahren Umlaufzeit zu erschaffen; erst recht nicht im selben System wie ein Erdenzwilling, der um einen Sonnenzwilling kreist.
--- Ende Zitat ---
Ich glaube, realweltliche Argumente brauchst Du im golarischen Sonnensystem nicht zu bringen - da ist, wie weiland in Sonnensystemvisionen von 1930, fast jeder Kiesel bewohnt. Die Sonne, Asteroiden und der Eisnebel am Sonnensystemrand eingeschlossen. (auf ersterer und letzterem vor Allem irgendwelche Elementare....)
Feuersänger:
Bis zu einem gewissen Maße würde ich so eine "Golden Age"-SF ja gerne hinnehmen bzw fände es noch ganz witzig. Das ist auch gar nicht so weit hergeholt; wenn die Venus etwas weiter weg von der Sonne wäre, und der Mars nur einen Tick näher dran, und sie dann auch noch vernünftige Atmosphären hätten, könnten es tatsächlich wunderbare bewohnbare Djungel- und Eisplaneten sein. In einem magischen Universum darf es auch gerne Feuer- und Eislementare auf Planeten geben, die ansonsten unbewohnbar sind.
Aber alles mit Maß und Ziel. Es ist ein Unterschied, ob ich ein paar kleine und vollkommen nachvollziehbare Justierungen vornehme und ideale Grundbedingungen annehme (Mars, Venus), oder ob ich die komplette Physik über den Haufen schmeiße und einen Unsinn wie das mit dem 300-Jahres-Planeten postuliere. Die einzige Möglichkeit, das zu rationalisieren, wäre "a Wizard did it", also Magie, aber dann kann man sich auch den ganzen Zirkus mit dem pseudorealistischen Sonnensystem sparen und auf Schildkröten und Elefanten zurückgreifen.
Waldviech:
Stimmt natürlich - letztlich ist es halt doch "Spelljammer" und nicht realistisch.
--- Zitat ---aber dann kann man sich auch den ganzen Zirkus mit dem pseudorealistischen Sonnensystem sparen und auf Schildkröten und Elefanten zurückgreifen.
--- Ende Zitat ---
Ist ne Geschmäckle-Frage, würde ich sagen...wenn ich alle Planeten bewohnt haben möchte, aber keine Elefanten und Schildkröten will, weil es sonst nicht mehr nach 30iger-Jahre-Comic aussieht, finde ich das als Fantasy durchaus legitim. Es wird ja auch nirgendwo der Anspruch gestellt, das Ganze solle "realistisch" wirken. (Und falls doch: OK, das wäre wirklich schräg ;) )
Samael:
Also ich finde, dass du da überreagierst, Feuersänger. Tritt einfach mal einen Schritt zurück und schau was es in dem Setting sonst noch alles gibt, was jegliche Physik sprengt. Sich da jetzt an Triaxus und den Keplerschen Gesetzen aufzuhängen ist kleinlich.
Waldviech:
Wie oben schon gesagt: Ich würd´s auch nicht so ganz eng sehen. Ob Elefanten und Schildkröten oder Jahrhunderte lange Winter bleibt sich IMHO gleich, so lange von vorn herein klar ist, dass es sich um Fantasy handelt und man nicht von mir verlangt, den Kram als realistisch zu sehen.
Was mich halt an Triaxus reizen würde (eher für eine längere Kampagne als für kurzes "Planet-Hopping") sind halt die starke "Wandlung" des Planeten als auch das Drachenreiter-Thema alá "Pern" und Konsorten, das sich sicherlich für schöne, epische Kampagnen nutzen ließe.
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