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[Blut und Staub] Vorstellung eines Settingkonzepts
Ikarus:
Hallo zusammen,
ich möchte euch hier mein Konzept für ein Dark Fantasy Setting präsentieren und würde mich über euer Feedback freuen. Dinge, die mich besonders interessieren:
- Könnt ihr euch vorstellen das Setting zu bespielen? Warum ja oder warum nicht?
- Was gefällt euch besonders an dem Setting/Was gefällt euch nicht?
- Was sollte ich noch ergänzen oder ändern?
So nun genug gequasselt und auf zum Setting…
Ikarus:
Blut und Staub
Genre: Dark Fantasy, vielleicht inspiriert von Earth Dawn (habe ich aber nie gespielt oder mich näher mit dem Setting beschäftigt)
System: z. B. Savage Worlds
Kurzbeschreibung: Blut und Staub spielt in einer durch eine globale Katastrophe zerstörten Welt. Durch Risse im Weltgefüge dringen ständige Energien aus einer anderen Sphäre in die Spielwelt, die diese verändert, zerstört und neu erschafft.
Ikarus:
Die Geschichte
Darh war einst eine Welt, die unserer Erde nicht unähnlich war. Weite Wälder durchzogen von Flüssen und Wiesen bestimmten das Bild der Landschaft. Die Menschen lebten in einer mittelalterlichen Kultur. Es gab große Städte, Fürsten und Reiche.
Eines Tage jedoch kam es zu einer Katastrophe. Niemand weiß genau warum es geschah und ob es vermeidbar gewesen wäre. Darh kollidierte mit einer anderen Welt, einer anderen Sphäre, einem Reich des Chaos.
Innerhalb weniger Stunden öffneten sich Risse im Himmel und in der Erde. Gewaltige Energien peitschten über das Land und vernichteten Millionen Leben innerhalb von Sekunden. Wesenheiten von gigantischer Größe betraten Darh durch die Risse und richteten Zerstörungen ungeahnten Ausmaßes an, nur um Minuten später zu Staub zu zerfallen.
Nach der Katastrophe war die einst fruchtbare Welt nicht mehr dieselbe. Die wenigen Menschen, die überlebt hatten, zogen sich in Höhlen und andere Verstecke zurück, sammelten Nahrung aus den vernichteten Städten oder ernährten sich von den Kadavern toter Tiere. Das Land glich einer staubigen Wüste, nur wenig Vegetation hatte überlebt. Der Himmel hatte eine gelbliche Färbung angenommen und die Sonne, welche auf die Erde strahlt verbreitet seitdem ein kränkliches, fahles Licht.
Über die Jahrhunderte gelang es den Menschen sich an die lebensfeindlichen Bedingungen anzupassen. Sie bauten neue Städte, Festungen, die sie vor den Gefahren der neuen Welt bewahren sollen. Meist liegen diese Städte an den wenigen, halbwegs fruchtbaren Orten von Darh. Dennoch hätte die Menschheit die Katastrophe wohl nicht überlebt, wenn nicht ein glücklicher Zufall ihre Ernährung gesichert hätte. Die Mograk Wurzel ein Kraut, welches vor der Katastrophe nicht existierte, gedeiht selbst auf den staubigen Böden von Darh. Der bittere Brei, der aus der Wurzel gewonnen werden kann, speist die Menschen seither und sichert ihr Überleben.
Ikarus:
Blutsteine und Weltenrisse
Der Großteil, der bei der Weltenkollision entstanden Risse hat sich nach der Katastrophe wieder geschlossen. Dennoch, die Welt von Darh ist nicht stabil. Immer wieder öffnen sich neue Risse. Manche schließen sich wieder nach Sekunden andere existieren schon seit Anbeginn der neuen Welt. Durch jeden dieser Risse dringt die Energie des Chaos nach Darh. Oasen entstehen inmitten unwirtlichster Wüsten, Orte von unglaublicher Schönheit. In einem anderen Fall ändern sich die Gesetze der Physik: Felsen schweben inmitten einer schweigsamen Landschaft, Flüsse fließen bergauf oder ändern ihre Farbe. In den meisten Fällen jedoch sind die Orte in der Nähe von Rissen Orte der Gefahr. Sie sind Tore in eine andere Welt, die unserer nicht unähnlicher seien könnte. Manchmal kommen Wesen durch diese Tore nach Darh, alptraumhafte Dämonen, voller Gewalt und Lust auf Zerstörung. Ein andermal verändert sich das Gebiet um die Risse in eine lebende Hölle. Lavaflüsse fließen durch tiefe Schluchten. Aus schwarzen Schloten dringen schwefelhaltige Rußwolken und Blitze zucken im Sekundentakt über den rötlich schimmernden Himmel.
Genau an solchen Orten, an denen sich die Welten berühren, kommt es auch vor, dass ein geringer Teil, der aus dem Chaosreich dringenden Energie kristallisiert. Kleine, auf den ersten Blick meist unscheinbare, rötliche Steine entstehen. Die Blutsteine, wie sie auch genannt werden, besitzen unglaubliche Macht, denn sie können das Weltgefüge beeinflussen. Durch sie treiben die Händler der Blutsee ihre gewaltigen Schiffe, die Leviathane, an und die Gelehrten Galagins erschaffen mächtige, magische Artefakte. Das goldene Volk huldigt ihrer Göttin, indem sie ihr die Steine opfern und selbst der ärmste Betteljunge in den Straßen von Talan kann durch einen glücklichen Fund Übernacht reich werden. Verzweiflung sowie Gier nach Macht und Reichtum bewirken, dass sich Menschen aufmachen um die Steine zu finden. Für manche erfüllt sich ihr Wunsch, viele jedoch bezahlen die Suche mit ihrem Leben.
Ikarus:
Die Völker von Darh
Die Gelehrten von Galagin
Weithin sichtbar ragt aus der Ebene von Rush ein einzelner schwarzer Berg empor. Wie riesiger Monolith ragt er in den Himmel meist umhüllt von großen dunklen Wolken. An diesem Ort befindet sich die Stadt Galagin. Verwinkelt, immer den Strukturen der Felsen folgend, duckt sich die Stadt tief in einen der Steilhänge des Berges. Mittels waghalsigen Konstruktionen aus Holz und Stein wurden Terrassen geschaffen, Platz für Händler, Handwerker und Wohnhäuser. In den älteren Teilen der Stadt finden sich die Wachhäuser der Garde und schließlich die Ordensgebäude der Scriptoren. Dort in den kathedralenartigen Bibliotheken erforschen die Scriptoren die Natur des Chaos, versuchen sie zu verstehen und zu beherrschen, immer getrieben von dem Wunsch die Katastrophe rückgängig zu machen und die Welt in ihren ursprünglichen Zustand zurückzuführen.
Die Dryaden
Dryden sind eine Rasse, die aus Menschen und Pflanzen hervorgegangen ist. Ihre Haut gleicht der von Bäumen. Ihre langen Haare sind durchwachsen von Ranken, Blumen und Moosen. Auf den ersten Blick hätte man sie als anmutig, ja geradezu attraktiv beschreiben können, wären da nicht das kräftige Raubtiergebiss mit den markanten Reißzähnen und die glutroten, wilden Augen, die die wahre Natur dieser Wesen wiederspiegeln.
Dryden sind geschickte, gnadenlose Jäger, geübt im Umgang mit allerlei Waffen. Ihre Nahrung besteht fast ausschließlich aus rohem und oft noch blutigem Fleisch. Pflanzen zu essen oder ihnen anderweitig zu schaden, stellt für sie hingegen ein Tabu dar. Lediglich die als unrein geltende Mograk-Wurzel darf gegessen werden. Den Geschmack dieser für die Menschen so wichtigen Wurzel empfinden Dryaden jedoch als widerlich und nahezu ungenießbar.
Auch die Waffen und Ausrüstung der Dryaden bestehen nicht aus Holz und Pflanzen. Die Geistspinner nutzen stattdessen Blutsteine um den flechtenartig, wachsenden Uru Pilz zu härten und zu formen.
Das goldene Volk von Lasra
Inmitten der großen Aschach Wüste, umgeben von einem Meer aus Sand liegt die Stadt Lasra. Prächtige Gartenanlagen zieren die wunderschöne Stadt. In ihnen gedeihen, trotz der Trockenheit der nahen Wüste Blumen und tropische Früchte. Die Fülle an Nahrung ermöglicht es, dass niemand in Lasra Hunger leiden muss und selbst auf die Mograk-Wurzel kann das goldene Volk vollständig verzichten. Die Person, welche für dieses Paradies in der Wüste verantwortlich ist, ist Nali. Sie ist die Herrscherin von Lasra und von ihrem Volk wird sie als lebendige Göttin verehrt. Menschen, welche sie gesehen haben, beschreiben sie als wunderschöne junge Frau, der man nachsagt nie zu altern. Für die Dienste an ihrem Volk fordert Nali neben bedingungsloser Loyalität jedoch zwei Dinge: Blutsteine und Menschenopfer.
Die Händler der Blutsee
Ein tiefrotes, dunkles Meer spannt sich auf zwischen den nördlichen Weiten und dem im Süden liegenden Talan. Die Blutsee, wie dieses Meer auch genannt wird, wird nur von den besten und waghalsigsten Seeleuten befahren. Zu ihnen gehören die Händler der Blutsee. Lose organisiert in Verbänden handeln sie mit den Städten und versorgen diese mit Waren aus der Ferne. Die größten Schiffe auf der Blutsee sind die Leviathane, gewaltige Konstrukte aus Holz, Leinen und Stahl, angetrieben von der Macht der Blutsteine. Oft bestehen die Mannschaften aus hunderten, wenn nicht tausenden Seeleuten. Sie gleichen somit mehr schwimmenden Städten als einfachen Schiffen. Die Kapitäne dieser gewaltigen Kolosse sind wichtige Persönlichkeiten. Sie herrschen mit absoluter Gewalt auf ihren Schiffen und gleichen daher eher Königen als Seeleuten.
Die Fürsten der Grube
Die Gruben sind riesige Minenanlagen, die inmitten einer von Kälte und Permafrost geprägten Gebirgslandschaft in den Fels getrieben wurden. Tausende von Sklaven schuften hier unterirdisch unter den unmenschlichsten Bedingungen. Das vulkanische Gestein der Gruben ist brüchig und einsturzgefährdet. Nicht selten treten giftige Schwefeldämpfe aus und kochendes Wasser dringt durch die Risse im Gestein. Doch die Gruben sind reich an Metallen und Blutsteinen und so treiben die Sklaventreiber die Arbeiter unerbittlich an weiter zu machen, weiter zu graben und immer tiefere, riskantere Regionen der Grube zu erschließen. Während die Heere an Arbeitern jeden Tag ihr Leben riskieren, leben die Fürsten der Grube in Wohlstand und Dekadenz. Sie wohnen in gewaltigen unterirdischen Palästen umgeben von schönen Frauen, guten Speisen und stets gekleidet in den edelsten Stoffen. Zu ihrem Ergötzen finden regelmäßig Gladiatorenspiele statt in denen sich ausgewählte Sklaven bis auf den Tod bekämpfen.
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