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Fantasy - Ich will mal was anderes...

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JPS:
Ich glaube das kennen viele von euch: ZU VIEL KLON-FANTASY! GEHT DAS NICHT AUCH ANDERS?

Da frage ich mal nach guten alternativen die alle oder zumindest die meisten der folgenden Punkte erfüllen:

-kein EDO
-Die Handlung dreht sich nicht in erster oder zweiter Linie darum, dass irgendetwas gerettet werden muss
-Fantasy-Politik sollte auch nicht das Hauptthema des Buches sein
-kein Gut-/Böse-Klischee
-möglichst geschlossen, kein Zyklus mit 4+ Bänden a 1000 Seiten
-wirklich andere Welten, nicht nur buntes Mittelalter mit etwas Zauberei
-es sollte weder humoristische Fantasy, noch Kinderfantasy sein
-es sollte auch zumindest ein wenig intelligenter sein als der Durchschnitt

Wahrscheinlich sind das noch zu wenige Punkte, aber ich glaub ich habe klar gemacht worum es geht.  ;)

Pyromancer:
"Drachenbrut" ("His Majesty's Dragon") von Naomi Novik, das sind die napoleonische Kriege mit Drachen. Das Buch bedient alle deine Punkte, bis auf den, dass es auch da ein halbes Dutzend Nachfolge-Bände gibt. Der erste Band hat aber eine in sich weitestgehend geschlossene Handlung, danach kann man ja aufhören.

schwarzkaeppchen:
Steinkreis des Chamäleons, Ricardo Pinto. 3 Bände, abgeschlossen, recht düstere, prähistorische aber sehr originelle Fantasy.

Entspricht in zwei Punkten deinen Vorgaben nicht. Abgesehen von der Seitenanzahl spielt feudale Machtpolitik durchaus eine Rolle.
Und großes Manko: wenn Klett Cotta sich nicht mal mit der Übersetzung ranhält wird das dritte Buch wohl nur auf Englisch zu haben sein. =_=

Holothuroid:
Glenda Noramly: Havenstar

Hat allerdings auch einen gehörigen Schuss Feminismus und Widerstand gegen organisierte Religion (gibts da auch ein -ismus für?). Stört mich persönlich gar nicht, aber sei gewarnt. ;)

Crimson King:
Wenn du Gut/Böse-Schemata aufgebrochen haben willst, keine Elfen, Zwerge und Orks mehr sehen kannst und auf kompakte, abgeschlossene Stories stehst, kannst du bei den gängigen Sword&Sorcery-Sachen ohne Angst zugreifen.

C.J. Cherryh - Tore ins Chaos
Ein dreibändiger Zyklus mit sehr eigenen Welten und ausgeprägt feministischem Touch. Der entspricht nach meiner Wahrnehmung allen deinen Vorgaben.

Alle möglichen Conan-Bücher. Ich nenne nur Howards Original-Stories mein Eigen. Nachteil ist, dass die bis auf das Fehlen nichtmenschlicher Rassen eine sehr klassische Fantasy-Welt beschreiben. Gleiches gilt für die Kane-Geschichten von Karl Edward Wagner. Die sind meines Erachtens aber besser geschrieben und teilweise richtig tiefsinnig.

Fritz Leiber - Schwerter in Nebel, Die Schwerter von Lankhmar, Ritter und Knappe des Schwertes
Sammelt alle Geschichten der Helden-Schurken Fafhrd und der Graue Mausling. Klassische Sword & Sorcery a la Conan mischt sich mit Mantel & Degen-Flair. Hat eine Prise Humor, ohne aber jemals abzudriften.

Bockstark sind die Romane aus der Bas-Lag-Reihe von China Miéville. Die sind allerdings Steampunk/Steam Fantasy und von daher thematisch sehr weit von klassischer Fantasy weg. Die Falter/Der Weber, Die Narbe/Leviathan und Der Eiserne Rat bilden drei unabhängige Geschichten. Der Autor hat es neben Michael Moorcock zu meinem Lieblingsautor gebracht.

Philip Pullman - Der Goldene Kompass, das Magische Messer, das Bernstein-Teleskop bilden eine exquisite Romanreihe, die Phantastik mit realitätsbezogenen Themen mischt. Vom schlechten Film sollte man sich keinesfalls abschrecken lassen.

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