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Fantasy - Ich will mal was anderes...

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Orakel:
China Mieville: Perdido Street Station (Der Band ist in sich abgeschlossen, allerdings gibt es noch ein paar Romane, die in der selben Welt spielen.) Der Nachteil ist, dass das Buch im Deutschen in die beiden Teile "Die Falter" und "Der Weber" aufgeteilt wurde und zumindest Band 2 so gut wie überhaupt nicht mehr zu bekommen zu sein scheint. (Zumindest nicht zu einem akzeptablen Preis im Moment.)
Allgemein kann man alles, was Mieville verbockt nur weiterempfelen, weil er mit seinen Geschichten wirklich mal was anderes versucht.



Ansonsten muss man sagen, das du mit dem Verzicht auf Zyklen dir etwas nimmst. Ich hätte dir nämlich sonst noch die "Drachenpornos" von G.A. Aiken ans Herz gelegt. Die Geschichten sind so schlecht, das man am laufendem Band einfach nur noch lachend unterm Tisch liegt.  ~;D

condor:
Ach ja, auch einen Blick Wert: Gargantua von Francois Rabelais (und die nachfolgenden Pantagruel-Bände) aus dem frühen 16. Jh.

Zwar humorig und sehr low fantasy, aber schon wegen des Alters eine hoch interessante Lektüre. Auf jeden Fall ohne Weltrettung oder EDO, dafür durchaus intelligent - eben Weltliteratur.

Greifenklaue:

--- Zitat von: JPS am 25.04.2012 | 23:24 ---Ich glaube das kennen viele von euch: ZU VIEL KLON-FANTASY! GEHT DAS NICHT AUCH ANDERS?

Da frage ich mal nach guten alternativen die alle oder zumindest die meisten der folgenden Punkte erfüllen:

-kein EDO
-Die Handlung dreht sich nicht in erster oder zweiter Linie darum, dass irgendetwas gerettet werden muss
-Fantasy-Politik sollte auch nicht das Hauptthema des Buches sein
-kein Gut-/Böse-Klischee
-möglichst geschlossen, kein Zyklus mit 4+ Bänden a 1000 Seiten
-wirklich andere Welten, nicht nur buntes Mittelalter mit etwas Zauberei
-es sollte weder humoristische Fantasy, noch Kinderfantasy sein
-es sollte auch zumindest ein wenig intelligenter sein als der Durchschnitt

Wahrscheinlich sind das noch zu wenige Punkte, aber ich glaub ich habe klar gemacht worum es geht.  ;)

--- Ende Zitat ---
Wenn man den zweiten Punkt (und teilweise den drittletzten) wegstreicht, dann würde ich ja DIE ORIGINALE empfehlen!

Also Conan von E.R- Burroughts (Wichtig, das Original!), Cugel / Dying Earth von Jack Vance und Fafhrd und der Graue Mausling von Leibner.

Waren für mich echte Augenöffner, sind kurz und knackig, ideenreich und erfrischend selten kopiert - eben weil sich alles eher in Richtung EDO-Fantasy bewegt.

Stonewall:

--- Zitat von: Greifenklaue am  9.03.2013 | 23:00 ---Also Conan von E.R- Burroughts (Wichtig, das Original!)
--- Ende Zitat ---

Nicht eher von Robert E. Howard?  8]
Wobei IMHO auch nicht alle Howard-Originale überragend sind. Da gibt es auch so einiges nach Schema F, wo man merkt, daß es ihm eher darum ging, schnellstmöglich den nächsten Weird Tales-Honorarscheck auf den Postweg zu bringen.

In einiges von E.R. Burroughs habe ich mal auf Project Gutenberg reingelesen (John Carter of Mars, Pellucidar), war da aber auch relativ zur proklamierten Bedeutung für die Geschichte des Fantasy-Genres underwhelmed.

Greifenklaue:
Ähh, voll geschnarcht: Conan von Howards (und keine Carter-Überarbeitung [da hab ich dann wohl an die Figur John Carter gedacht und bin gedanklich zu Burroughs abgeschweift ...]).

Burroughs ist natürlich auch zu empfehlen, aber dann eher Sword & Planet statt Sword & Sorcery.

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