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Entwaffnen - völlig sinnloses Konzept?
Gummibär:
Entwaffnen lächt sich leicht kontern: Man muss ja lediglich eine Reservewaffe ziehen. Für einen Schwertkämpfer kein Problem, eine Waffe trägt er in der Hand, eine in der Schwertscheide und zumindest ein Kurzschwert sollte sich noch zusätzlich unterbringen lassen.
Gegen Tiere und Monster ist Entwaffnen nicht anwendbar.
Gibt es überhaupt eine balancierte Möglichkeit, ein nicht grob unrealistisches Entwaffnen sinnvoll in einem Regelsystem einzubauen?
Quaint:
Ich denke schon. Es ist halt auch die Frage wie das Regelsystem sonst aussieht und es läuft ja nicht jeder mit einem ganzen Arsenal an Ersatzwaffen rum und wenn, dann sind diese möglicherweise auch (deutlich) schlechter. Man denke da etwa an DnD, wo man ja oft eine sehr magische Hauptwaffe hat - eventuelle Zweitwaffen sind da normalerweise schlechter aufgestellt.
Und dann gibt es natürlich auchnoch solche Überlegungen wie z.B. dass ein Entwaffneter sich natürlich erstmal eine Blöße gibt (parieren mit der bloßen Hand ist halt was doof) und man ihn so ausschalten oder gegebenenfalls zur Aufgabe zwingen kann.
Und dann wiederrum gibt es ja auch Entwaffnen und Entwaffnen - wenn man auf die Waffenhand schlägt um den Gegner zu entwaffnen und ihn dabei mehrere Finger kostet, dann hilft eine Ersatzwaffe eben auch nur bedingt.
El God:
Ich verstehe Entwaffnen v.a. als eine Methode, einen Kampf gegen einen eindeutig unterlegenen Gegner zu gewinnen, ohne ihn zu verletzen. Ehrlich, wenn mich im Kampf ein Gegner *entwaffnet*, dann bin ich nicht so dumm und ziehe die nächste Waffe... ::)
LöwenHerz:
Entwaffnen ist toll. Vor allem, wenn man sich dann die mächtigere Waffe des Gegners schnappen kann >;D
Oder auch zweimal anwenden, dann hat es sich mit der Reserve auch erledigt. Mal davon ab, dass das Ziehen einer Waffe meistens keine freie Aktion ist. In DnD muss man ein Talent dafür ausgeben (oder es während einer Bewegungsaktion ab GAB +1 machen) und damit ists eben nicht leicht, in einem Duell noch adäquat zu handeln.
Hat schon Vorteile, wenn man auf viele bewaffnete Gegner trifft. Bei reiner Monsterhatz ists natürlich obsolet.
Holothuroid:
Gehen wir mal zwei Schritte zurück. Um festzustellen, dass eine Handlung nicht effizient ist, muss es eine bessere geben. Das gilt eigentlich immer. Wenn ich jetzt mal rate, ist es in diesem Sinne besser, tatsächlich auf die Gewinnvariable einzuwirken, von der du das Entwaffnen als unabhängig annimmst. Mit anderen Worten: Man kann dem Typen besser seine HP wegnehmen.
An dieser Vorannahme kann man jetzt drehen:
- Entwaffnen ist eine Beschreibung des Einwirkens auf die Gewinnvariable.
- Entwaffnen ist nicht das Gleiche wie ein solches Einwirken, passiert aber unter gewissen Umständen zusätzlich.
- Entwaffnen ist relativ unabhängig, aber je nach Konstellation einfacher sein als das Einwirken auf die Gewinnvariable.
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