Pen & Paper - Rollenspiel > Pen & Paper - Rollenspiel- & Weltenbau

Entwaffnen - völlig sinnloses Konzept?

<< < (4/12) > >>

Teylen:

--- Zitat von: YY am  1.06.2012 | 17:48 ---Wenn ich jemanden entwaffnen will, ohne ihn großartig zu verletzen, dann wird er zuerst festgesetzt/geworfen/gehebelt und ganz zuletzt nehme ich ihm die Waffe ab.
--- Ende Zitat ---
Es koennte auch eine Entwaffung im Fecht- oder Schwertkampf gemeint sein, beider man mit seiner Waffe die Waffe des anderen versucht zu entfernen.

Skele-Surtur:
Jemanden entwaffnen, heißt entweder, ihn zu besiegen, ohne ihn zu töten, oder ihn ungefährlich zu machen, ehe man ihn tötet. Zweites ist nur sinnvoll, wenn der Gegner entsprechend leicht zu entwaffnen ist, was daran liegen kann, dass man entsprechend darauf ausgelegte Waffen hat, die eben dazu dienen, einem Gegner die Waffe aus der Hand zu reißen, oder es ergibt sich eine Gelegenheit dazu im Kampf, etwa wenn man erfolgreich einen Schlag ausgewichen ist und sich die Axt des Feindes so tief in den nächsten Baum gegraben hat, dass er sie nicht so schnell wieder raus bekommt - sich also quasi selbst entwaffnet hat.

Daher könnte ich mir "Entwaffnen" als Effekt einer besonders gut gelungenen Parade oder eines besonders schlechten Angriffsmanövers vorstellen und als Spezialmanöver mit bestimmten Waffen.

Entwaffnen heißt ja auch nicht selten, die Waffenhand des Gegners bei der Gelegenheit so schwer zu verletzen, dass er sowieso keine Waffe mehr halten kann - was aber schon wieder in eine andere Kerbe schlägt.

YY:

--- Zitat von: Surtur am  1.06.2012 | 18:19 ---Jemanden entwaffnen, heißt entweder, ihn zu besiegen, ohne ihn zu töten, oder ihn ungefährlich zu machen, ehe man ihn tötet.

--- Ende Zitat ---

(Auch wenn es nicht alle Konstellationen abdeckt *Erbsen zähl*)

Schön formuliert  :d

Blizzard:
Um mal als Erstes auf die Thread-Frage zu antworten: nein, ist es nicht. Entwaffnen ist genau so ein legitimes Konzept/Kampfmanöver wie z.B. Ausweichen,Zielen,etc. Man muss jedoch unterscheiden, dass es verschiedene Arten des Entwaffnens gibt. Ich kann dem Gegner den Waffenarm abhacken, ich kann ihm aber auch (nur) die Waffe aus der Hand schlagen. Gerade der erste Fall dürfte nicht leicht zu kontern sein-und schon gar nicht durch ein Nachziehen einer Ersatzwaffe. ;) Wenn ich dem Magier einen Knebel verpasse, dass der seinen Spruch nicht mehr sagen kann, ist so gesehen auch eine Form des Entwaffnens.

Zudem glaube ich nicht, dass sich ein Entwaffnen in der Rollenspielwelt so leicht kontern lässt. Zum einen, weil da einfach nicht jeder Hanswurst mit 2 oder noch mehr Waffen rumläuft.Zum anderen, und das wiegt imho viel schwerer, weil es auch auf die Reaktion des "Opfers" bzw. des Entwaffneten ankommt. Klar, es wird manche geben, die kämpfen bis zum Tod. Aber andere könnten überrascht/irritiert/verwirrt sein oder auch Angst bekommen haben, weil sie gerade entwaffnet wurden-so gesehen werden wohl die wenigsten eine Ersatzwaffe ziehen und weiterkämpfen. Natürlich ist das alles mal wieder System und Settingabhängig, aber bei Mantel&Degen z.B. wäre noch die persönliche Schande/Schmach des Entwaffneten denkbar als Konsequenz des Entwaffnens, was ein ganz anderes Ziel wäre, das verfolgt würde, als jemandem die Hand abzuhacken.

Die Aussage, dass Entwaffnen nicht gegen Monster/Tiere angewandt werden kann, würde ich auch nur bedingt unterschreiben, ganz besonders dann, wenn entwaffnen=abhacken eines Armes bedeutet. Aber: jemanden zu entwaffnen heisst für mich, demjenigen die Waffe während des Angriffes zu entwenden. "Arm abhacken" würde bei mir nicht unter "entwaffnen" sondern unter "gezielte(r) Treffer" fallen -man könnte es höchstens als eine barbarische Art des Entwaffnens auslegen.

Benjamin:
Entwaffnen als Teil einer Missgeschick-Tabelle wäre fies genug. Wenn die Wahrscheinlichkeit für ein Missgeschick mit dem Delta der Kompetenz der Kämpfer stiege, sähe ich das ausreichend geregelt.

Navigation

[0] Themen-Index

[#] Nächste Seite

[*] Vorherige Sete

Zur normalen Ansicht wechseln