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Trefferzonen

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Edvard Elch:

--- Zitat von: Gummibär am 11.06.2012 | 12:38 ---Zu beachten wäre auch, dass Gegner ja nicht immer Humanoid sind. Da könnte dazu führen, dass man das Trefferzonensystem auch weglassen können muss, weil es gegen bestimmte Gegner keinen Sinn macht.

--- Ende Zitat ---

Oder spezielle Körper bekommen spezielle Trefferzonen.

YY:

--- Zitat von: blut_und_glas am 11.06.2012 | 07:10 ---Wenn aber die Gesamttrefferpunkte, wie Turning Wheel anregt (wenn ich ihn richtig verstanden habe, heißt das), quasi nur Zähler sein sollen, ob und wann ein Schock eintritt, dann könnten stattdessen auch direkt bestimmte Zoneneffekte einfach einen "echten" Countdown (bis zum Schock) auslösen.

--- Ende Zitat ---

Da wäre dann noch die Frage, ob das jeweils wirklich eine spürbare Vereinfachung ist.
Zumal globale HP noch für andere Sachen zu gebrauchen sind (etwa Vergiftungen), die man über reine/konkrete (zonenbezogene) Effekte mit recht großem Aufwand zusätzlich abbilden müsste.


--- Zitat von: blut_und_glas am 11.06.2012 | 07:10 ---Oder es gibt einen etablierten "Weiterleitungsmechanismus" (generell oder auch an bestimmte Effekte gekoppelt), so dass Extremitätentreffer in Folge auch immer die zentrale(n) Trefferzone(n) beeinflußen.

--- Ende Zitat ---

In diese Richtung arbeitet Deadlands Classic beim Verbluten - da kann man an Extremitätentreffern eigentlich nicht sterben, aber Blutverlust (=Ausdauerpunkteverlust) führt in letzter Konsequenz zu Wunden am Torso, an denen man eingeht.

Hier hat man die globalen HP eben bei den Torsowunden mit eingebunden.


--- Zitat von: Gummibär am 11.06.2012 | 12:38 ---Zu beachten wäre auch, dass Gegner ja nicht immer Humanoid sind. Da könnte dazu führen, dass man das Trefferzonensystem auch weglassen können muss, weil es gegen bestimmte Gegner keinen Sinn macht.

--- Ende Zitat ---

Wenn man deine im Eingangspost genannte Variante c) nutzt, geht das ja recht unproblematisch.

Und mir fällt auf Anhieb kein Viehzeug ein, wo ein Trefferzonensystem wirklich unmöglich umzusetzen ist bzw. gar keinen Sinn macht.

Es muss nur flexibel genug sein, um baukastenartig Zonen hinzufügen und weglassen zu können.

Richtig Aufwand ist da doch nur das Anpassen der auf Humanoide ausgerichteten Würfeltabelle - oder übersehe ich grad was?

blut_und_glas:

--- Zitat von: YY am 11.06.2012 | 18:08 ---Da wäre dann noch die Frage, ob das jeweils wirklich eine spürbare Vereinfachung ist.

--- Ende Zitat ---

Nach Vereinfachung war ja auch nicht unbedingt gefragt. :P


--- Zitat ---Zumal globale HP noch für andere Sachen zu gebrauchen sind (etwa Vergiftungen), die man über reine/konkrete (zonenbezogene) Effekte mit recht großem Aufwand zusätzlich abbilden müsste.

--- Ende Zitat ---

Ach, jenachdem wie genau das nun geregelt wird, kann ich mir gerade Gifte sogar sehr viel spannender mit (zonenbezogenen) Effekten vorstellen, als mit simplem Abstreichen von globalen Trefferpunkten. Was wäre denn beispielsweise passender, als ein starkes, zentralwirkendes Neurotoxin über passende "Kopftreffer" abzuhandeln?


--- Zitat ---In diese Richtung arbeitet Deadlands Classic beim Verbluten - da kann man an Extremitätentreffern eigentlich nicht sterben, aber Blutverlust (=Ausdauerpunkteverlust) führt in letzter Konsequenz zu Wunden am Torso, an denen man eingeht.

--- Ende Zitat ---

Was ja nun auch nicht ganz "unrealistisch" ist.


--- Zitat ---Hier hat man die globalen HP eben bei den Torsowunden mit eingebunden.

--- Ende Zitat ---

Eben! Es gibt in diesem Sinne keine globalen Trefferpunkte, sondern bestimmte Trefferzonen übernehmen "globale" Funktionen (was jetzt nicht wundern sollte - gerade wenn wir auf der Suche nach "Realismus" (stand, glaube ich, im Eingangsbeitrag als eine der Anforderungen) sind -, Herz oder Gehirn (oder oder) sind nun einmal "global" recht wichtig).


--- Zitat ---Richtig Aufwand ist da doch nur das Anpassen der auf Humanoide ausgerichteten Würfeltabelle - oder übersehe ich grad was?

--- Ende Zitat ---

Ich denke nicht. Und wenn die Trefferzonen nicht zufällig bestimmt werden, dann fällt ja sogar das weg.

Problematisch könnten höchstens noch Kreaturen sein, bei denen es bestimmte Effekte nicht geben kann (die zum Beispiel nicht (ver)bluten können). Aber selbst da, sollte es ja mit eben jener Anmerkung ("wird nicht von Effekt X betroffen") im Profil getan sein.

mfG
jdw

Edvard Elch:
Zum Thema Vergiftung: Nehmen wir an, der vergiftende Angriff trifft die Zone "linker Arm". In der ersten Wirkungsphase des Giftes bekommt der Arm einen Effekt ab und das Gift breitet sich in die angrenzende Zone (in dem Fall der Torso aus). In der nächsten Wirkungsphase bekommt der Torso (und vielleicht der Arm) einen Effekt, das Gift breitet sich in eine weitere Zone aus...

Turning Wheel:
Es gibt im realen Kampf so vielschichtige Interessen. Wenn man die im Rollenspiel auf taktischer Ebene unterfüttern will, dann braucht man nun mal Trefferzonen, weil Trefferzonen operative Einheiten des Gegners sind, die ihm jeweils unterschiedliche Handlungen ermöglichen. Mag sein, dass man für alle möglichen Dinge alle möglichen alternativen Zähler erfinden kann, aber dann ist es auch nur der alte Wein in neuen Schläuchen, aber ohne dass es konkret klingt.

Wenn man jemand am weglaufen hindern will und ihn nicht umbringen darf, dannn schießt man ihm halt in die Beine. Wenn man jemand an der Benutzung eines Werkzeuges hindern will, dann haut man ihm auf die jeweiligen Finger. Wenn man Zombies nur sofort töten kann, indem man ihnen einen Kopfschuss verpasst, dann schieße ich halt auf den ... ich denke ich hab's klar gemacht.
Ein einfaches Trefferzonensystem erledigt den Job taktisch differenziert und für jeden verständlich, weil selbst der vollgesoffenste Gamer am Tisch noch lallen kann "Ich verpass dem Zombie einen Headshot!"
Und wenn das jemand für kompliziert hält, dann wage ich zu behaupten, dass er noch kein einigermaßen gutes System mit Trefferzonen gespielt hat. Ich empfehle für den Einstieg Rune Quest.

Aber vorsicht, Gummibär, wenn du taktisch differenziertes Spiel gar nicht im Sinn hast, dann lass die Finger weg von den Trefferzonen! Da begibst du dich nämlich auf ein Terrain, wo du als Gemedesigner viele Hausaufgaben machen musst, damit Leute, die Krieg führen gelernt haben, das auch sinnvoll finden.


--- Zitat von: Edvard Elch am 11.06.2012 | 12:15 ---Wofür man Trefferzonen hat, ist grundsätzlich eine Designentscheidung. Hat die Trefferzone "linker Arm" so eklatant andere Effekte als "rechter Arm"? Wie sieht das mit "linkes Bein" und "rechtes Bein" aus? Wie ist der Unterschiede zwischen Armen und Beinen? Kann ich nicht mehr als ein Körperteil "betäuben"?

--- Ende Zitat ---

Stell dir vor, du bist mit einer Pistole bewaffnet.

Und stell dir vor dein Gegner hält eine Pistole in der rechten Hand. Was denkst du wohl, welchen Unterschied es für den weiteren Kampfverlauf haben kann, ob du seinen rechten oder linken Arm triffst?

Oder stell dir vor, der Oberbösewicht hat beim Showdown einen Durchschuss im linken Bein bekommen und humpelt nun mit letzter Kraft die 5 Meter auf den roten Knopf der Weltzerstörungsmaschine zu. Dein Auftraggeber zahlt dir 150.000 Kujambel Bonus, wenn du ihn lebend ablieferst. Was denkst du wohl, welchen Unterschied es für den weiteren Storyverlauf hat, ob du sein rechtes Bein, auf dem er humpelt, triffst oder nur nochmal das linke oder den Kopf?

Natürlich ist alles immer eine Designentscheidung. Aber die Frage ist doch was dahinter steckt. Ich würde sagen, die Entscheidung für TZ ist eine für bodenständigen Realismus, der Kämpfe konkret erfahrbar macht, denn nichts bedient die Vorstellung bzw. die Erzählung so direkt, wie eine Tabelle, die dir sagt wo du getroffen hast - und zwar selbst dann wenn es keine Auswirkungen hat.


--- Zitat von: Gummibär am 11.06.2012 | 12:38 ---Zu beachten wäre auch, dass Gegner ja nicht immer Humanoid sind. Da könnte dazu führen, dass man das Trefferzonensystem auch weglassen können muss, weil es gegen bestimmte Gegner keinen Sinn macht.

--- Ende Zitat ---

Bei Trauma gibt es z.B. unterschiedliche TZ auf W20 für
- Humanoid
- Humanoid mit Flügeln
- Pferd/Hund etc.
- Spinne/Insekt mit Flügeln
- Drache
Diese 5 Tabellen sind wirklich kein Hexenwerk und damit kommt man ziemlich weit.
Und ich traue jedem SL zu, innerhalb von 5 Minuten eine brauchbare TZ-Tabelle für sein spezielles Space-Monster mit 4 Armen, einem Sprungfederbein und zwei Köpfen zu entwerfen.

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