Pen & Paper - Spielsysteme > Pathfinder/3.x/D20
[PF] Beginner Box - Was taugt die für Einsteiger?
Archoangel:
Ich werfe Ulisses gar nichts vor - zumindest nicht das, was du mir unterstellst. Was ich zur Preispolitik oft genug geschrieben habe ist und bleibt: entweder möchte ich ein Einsteigerprodukt rausbringen - das muss dann so billig sein, dass es weh tut (und wie andere bereits schrieben in den Spielwarenhandel), oder ich bringe eben kein Einsteigerprodukt raus. Fertig. Die Box ist gut gefüllt, man bekommt schon was für seine 40 Tacken. Für mich (und viele hier) kein Problem die mal eben auf den Tisch zu legen. Ich habe DREI gekauft. Für die potentielle Zielgruppe sind 40 Euronen allerdings kein Klacks mehr, denn die sind 12-17 Jahre alt, Schüler und auf Taschengeld angewiesen. Und genau hier ist meine Kritik: die Box ist nicht zu teuer, sondern als Einsteigerprodukt zu teuer. Wenn die DSA1 Box damals 40 Mark gekostet hätte (und nur im Fachhandel zu kaufen gewesen wäre) hätte DSA nie den damaligen Verbreitungsgrad erreicht. Was will also Ulisses? Eine Box produzieren, die zu einem angemessenen Preis verkauft wird, oder eine Einsteigerbox produzieren, die neue Kunden anlocken soll? Offensichtlich ersteres.
Und meine persönliche Abneigung zu Herrn Truant - ach nein zu Mario, wir dutzen uns ja - ist nichts Unbekanntes ; mMn hat er vor allem wirtschaftliche Interessen im Auge (was bei einem Verlag hie und da ja auch Sinn macht) und er ist ein grauenhafter Spielleiter der keine fremden Meinungen ertragen kann, aber darum ging es hier nicht primär. Die Aussage sollte lauten: wenn man Herrn Truant mit der Entscheidung beauftragt eine Einsteigerbox oder eine Renditebox zu produzieren darfst du mal raten für was er sich entscheidet ...
Und an dieser Stelle noch mal einen herzlichen Dank an Ulisses für die Unterstützung meines Schulprojekts. Ernsthaft. Ohne Zynismus.
Ulrich Schmidt:
--- Zitat von: Archoangel am 7.07.2013 | 18:58 ---Die Box ist nicht schlecht hätte aber (wenn der Verlag sie ernthaft als EINSTEIGER-Box nutzen wollte) maximal 19,99€ kosten dürfen. Dann wäre sie sicher einge tausend mal (oder gar wenige zehntausende mal) verkauft worden, was sich bei einer "Hängenbleiberquote von 1:5 bis 1:10 schon gerechnet hätte. Wäre dann halt im Selbstkostenniveau - was man vom Truant-Wichtel natürlich nicht verlangen kann ... (GG21).
--- Ende Zitat ---
Gut, dass du weißt, was das Selbstkostenniveau bei der Box wäre, wie hoch die Auflage ist usw. usf. Dann weiß das wenigstens einer hier...
Slayn:
--- Zitat von: Varillian am 9.07.2013 | 23:38 ---Gut, dass du weißt, was das Selbstkostenniveau bei der Box wäre, wie hoch die Auflage ist usw. usf. Dann weiß das wenigstens einer hier...
--- Ende Zitat ---
Dem muss man klar eines entgegenhalten: Ist es ein "Produkt" oder ist es ein "Marketinginstrument".
Das spannende an Diskussionen wie dieser hier, wenn man nicht involviert ist, besteht doch darin die Reaktionen der Teilnehmer zu vergleichen. Archoangel scheint ja vom Marketinginstrument auszugehen, da er von einem möglichen Kundenmultiplikator spricht. Darin bestehen schon gewaltige Unterschiede, vor allem wenn bedenkt dass es auch "Lossseller" gibt, deren einzige Ziel darin besteht andere Produkte dann zu pushen, etwa die GRWs.
Ich könnte mich jetzt leicht irren, ich war nicht dabei, aber mir ist in Erinnerung geblieben dass die erste 3.0 Auflage von D&D, alles hochqualitative Hardcover, für 20 USD das Buch zu haben waren.
Ulrich Schmidt:
--- Zitat von: Slayn am 9.07.2013 | 22:15 ---Glaube ich, ehrlich gesagt nicht. Das ist jetzt nur ein Bauchgefühl und kann nicht empirisch belegt werden, nur denke ich dass es dem klassischen Spielwarenhandel auch nicht mehr ganz so gut geht wie früher einmal. Obletter und Wachstum? Fehlanzeige. Vedes-Filialen sehe ich auch keine mehr. Wenn du irgendwo groß präsent sein möchtest, müsstest du es in einen Gamestop schaffen.
--- Ende Zitat ---
DSA hatte damals den gewaltigen Vorteil, dass das Spiel über Schmidt-Spiele vertrieben wurde und damit in den Spielwarenabteilungen präsent war - so bin ich auch damals vor gut 25 Jahren darüber und das Hobby selbst gestolpert. Die D&D-Einsteigerbox gab es damals auch auf dem Wege. Heute dagegen würden DSA-Hefte wohl nicht mehr gehen - im Spielwarengeschäft wurden sie anders präsentiert als heute in einem RPG-Laden, wo sie im Regal ohne Buchrücken untergehen würden.
Ulrich Schmidt:
--- Zitat von: Slayn am 9.07.2013 | 23:41 ---Dem muss man klar eines entgegenhalten: Ist es ein "Produkt" oder ist es ein "Marketinginstrument".
Das spannende an Diskussionen wie dieser hier, wenn man nicht involviert ist, besteht doch darin die Reaktionen der Teilnehmer zu vergleichen. Archoangel scheint ja vom Marketinginstrument auszugehen, da er von einem möglichen Kundenmultiplikator spricht. Darin bestehen schon gewaltige Unterschiede, vor allem wenn bedenkt dass es auch "Lossseller" gibt, deren einzige Ziel darin besteht andere Produkte dann zu pushen, etwa die GRWs.
--- Ende Zitat ---
Ich würde die Einsteigerbox eher als Produkt sehen.
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