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Den Indie-Horizont erweitern!
Harry:
--- Zitat von: Rumspielstilziel am 12.06.2012 | 13:47 ---EDIT: Wenn du ausgefallene Konzepte willst, gibt es noch den Indie-Horror DREAD, der mit einem Jenga-Turm statt mit Würfeln gespielt wird. Ich finde das Spiel persönlich nicht gut, ein klassisches Beispiel für ein selbstverliebtes Konzept, das Spieler und SL letztlich mit der Anweisung "machen Sie alles möglichst toll und stimmungsvoll" allein lässt. Aber das System hat seine Freunde, und der Regelmechanismus ist wirklich ausgefallen.
--- Ende Zitat ---
Genau, das System hat seine Freunde, unter anderen mich. Ich empfehle es sehr, und zwar nicht primär wegen dem Gadget-Faktor ("Ein Rollenspiel mit Jenga-Turm? Abgefahren!"), sodern weil für mich die direkte Verbindung Körperliche Anspannung wegen Geschicklichkeitsspiel <-> Erlebte Spannung im Spiel richtig, richtig gut funktioniert.
Die Kritik ist trotzdem berechtigt. Aber in meinem persönlichen Intensitäts-Erleben kommt bislang wenig an DREAD ran. Vielleicht noch Polaris. Ist aber anekdotische Evidenz, das ist mir klar.
Achamanian:
--- Zitat von: Harry am 12.06.2012 | 17:40 ---Genau, das System hat seine Freunde, unter anderen mich. Ich empfehle es sehr, und zwar nicht primär wegen dem Gadget-Faktor ("Ein Rollenspiel mit Jenga-Turm? Abgefahren!"), sodern weil für mich die direkte Verbindung Körperliche Anspannung wegen Geschicklichkeitsspiel <-> Erlebte Spannung im Spiel richtig, richtig gut funktioniert.
Die Kritik ist trotzdem berechtigt. Aber in meinem persönlichen Intensitäts-Erleben kommt bislang wenig an DREAD ran. Vielleicht noch Polaris. Ist aber anekdotische Evidenz, das ist mir klar.
--- Ende Zitat ---
Das leuchtet mir auch unmittelbar ein, dass diese Verbindung eine tolle Idee ist. Ärgerlich finde ich einfach nur, dass sich die Autoren nicht die Mühe gemacht haben, ein Indie-Spiel um diese Idee herum zu entwickeln, das auch Anreize zur Entwicklung von Geschichten liefert. Stattdessen quillt das Buch über von Allgemeinplätzen zum Thema Spannung und Horror, die sich ständig wiederholen. Der Effekt, den ich von vielen guten Indie-Spielen kenne, dass sich schon beim Lesen die Storyideen und Verwicklungen im Kopf entspinnen, fehlt mir bei DREAD völlig.
Zu diesem Effekt fällt mir übrigens ein: Lese gerade den hier schon erwähnten Indie MONSTERHEARTS, der erscheint mir auch sehr gelungen. Sehr konkrete Anregungen für Charaktere und Situationen, ein ganz einfaches Regelsystem mit Mechanismen, die darauf abzielen, dass die Spieler nicht nur ihre eigenen Charaktere, sondern auch die der anderen zu drastischen und konfliktträchtigen Handlungen anstiften. Man muss allerdings so wie es aussieht damit klarkommen, ein Stück Kontrolle über seinen Charakter aus der Hand zu geben, nicht an den SL oder die anderen Mitspieler, sondern an die Regeln.
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