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[13th Age] Small Talk
Lasercleric:
--- Zitat von: Klaus am 20.03.2015 | 09:23 ---Hallo zusammen,
ich hatte mir überlegt am GRT eine Runde 13th Age anzubieten. Allerdings muss ich gestehen, dass ich nicht so recht überzeugt bin, ob ich Ein- und Umsteiger des Rollenspiels nicht überfordere? So sehr ich die liebevolle Kleinarbeit der Spielmechaniken der einzelnen Klassen (und Rassen?) auch mag, so ist es doch zum Teil sehr ... kleinteilig?
Der eine muss auf den Escalation Die aufpassen, der andere auf Recharge, der nächste ob sein Angriffsfwurf gerade bzw. ungerade ist! Ich bin ja echt ein Freund von diesen Power Cards am Tisch, um den Überblick zu behalten, ob eine Power für diesen Kampf bzw. für den Tag schon gewirkt wurde, aber das nimmt dann auch sehr schnell Überhand - oder nicht? wtf?
Außerdem weiß ich nicht, ob für eine Einführungsrunde sofort die Icons und One unique thing (out) so zum Tragen kommen?
Gruß,
Klaus.
--- Ende Zitat ---
Eine Überforderung halte ich ehrlich gesagt für ausgeschlossen, wenn Du vorgefertigte Charaktere verwendest und die Klassen aus 13 True Ways meidest. Gegenüber den Einsteigern bietet sich aber sicherlich an, die Klassen nach Komplexität geordnet vorzustellen. Ob die OUTs zum tragen kommen hängt sicherlich von Deiner Art zu leiten ab - bei einem one-shot sollte dies aber eigentlich kein großes Problem sein. Die Icons würde ich unbedingt ad-hoc einbauen - da müsstest Du einmal näher beschreiben, wo Du das Problem siehst. Zur Abenteuergestaltung bei 13th Age one-shots und Einbindung der icons gebe ich Dir gerne nähere Tipps, falls Du die benötigen solltest. Ich habe auch ein Abenteuergerüst herumliegen, welches ich für solche Gelegenheiten verwende.
Power Cards braucht man mE nicht um den Überblick zu behalten, so viele Powers sind es ja wirklich nicht. Jedenfalls habe ich die Erfahrung gemacht, dass es besser ist, einfach das SRD zur Klasse auszudrucken und den Spielern an die Hand zu geben.
Lasercleric:
--- Zitat von: Luxferre am 20.03.2015 | 09:45 ---" Du spielst Grimcor Graublut, den zwergischen Kämpfer, dessen rechter Arm aus Eisen besteht, was ihn einzigartig unter allen Zwergen macht. Seine Rauflust und Trinksucht suchen ihresgleichen, aber sein Herz sitzt am rechten Fleck und seine Freunde können sich immer auf ihn verlassen. Er wurde als Minenkämpfer ausgebildet, was ihn zu einem passablen Anführer und Späher in Gewölben, Höhlen und Kavernen macht. Seine Jugend verbrachte er bei einer befreundeten Elfenfamilie in einem nahegelegenen Tal, wo er neben der elfischen Sprache auch das Leben in der freien Natur kennenlernte."
--- Ende Zitat ---
So sehr ich Luxferre schätze - so würde ich es bei 13th Age nicht machen (no offense!), wenn ich 13th Age als System vorstellen möchte. Es geht doch - by the book - gerade auch darum improvisatorisch gemeinsam die Welt mit ihren Gegebenheiten zu ermitteln/erfinden und nicht zu definieren. Bei one-shots stelle ich die Icons vor und lege die Map auf den Tisch. Danach stelle ich eigentlich nur noch dumme Fragen um mit den Spieltisch gemeinsam die Rahmenbedingungen für das Abenteuer zu ermitteln. Nach und nach werden gerade die Dinge die Luxferre nennt am Spieltisch ausgeformt. Die Entwicklung des Charakterhintergrundes aus den Backgrounds heraus ist doch ein wesentlicher Teil des Spiels.
Scimi:
Ich habe sehr gute Erfahrungen mit den vorgefertigten Charakteren von Tales of the 13th Age gemacht. Sehen ansprechend aus, alle Werte und Powers stehen übersichtlich auf einem Blatt und man sieht auf einen Blick, wie komplex oder simpel der Charakter zu spielen ist. Da hat bisher noch jeder was gefunden.
Bei den Charakteren fehlen noch OUT, Backgrounds und Icon Relationships. Das ist schnell erklärt und durchgespielt und so hat jeder schnell seinen Charakter individualisiert. Die Icons von 13th Age sind so stereotyp, dass Neulinge allein aufgrund der Illustrationen eine recht gute Vorstellung davon haben. Die OUTs machen schnell jeden Charakter zu etwas Besonderem.
Meiner Erfahrung nach kann man nach 10-15 Minuten losspielen. Ich hatte noch niemanden in der Runde, der gar keine Ahnung von Rollenspielen oder zumindest komplexeren Brettspielen hatte, aber auch ohne Vorkenntnisse von D&D oder Derivaten davon hat eigentlich jede Runde reibungslos funktioniert.
Einfach vorher alles ausdrucken, großen Escalation Die besorgen und ausprobieren.
Ginster:
Ich habe bisher nur diese Pregens verwendet (Von der Ressourcenseite). Das hat auch gut funktioniert. Backgrounds, OUT und Icon Relationships wurden dann zusammen am Tisch erstellt.
Meiner Erfahrung nach ist das System für komplette Rollenspielneulinge aber doch komplexer als man denkt.
Achamanian:
Ich muss gestehen, dass ich 13th Age als Spieler durchaus recht kompliziert finde. Es macht Spaß, aber ich habe schon ein bisschen gebraucht, um mich in meine Klasse (Fighter) einzulesen. Okay, ich habe auch praktisch keine D&D-Erfahrung, aber die darf man ja auch bei Neulingen nicht voraussetzen.
Vor allem kann man 13th Age halt in den Kämpfen nicht spielen, ohne dabei seine Feats/Maneuvers/wiesienochheißen ständig im Blick zu behalten. Und das ist tatsächlich ein ganz schöner Brocken für alle, die keine Rollenspiele mit Haufenweise Sonderfertigkeiten gewohnt sind.
Ich finde 13th Age bisher toll - aber wir haben bei unserer Runde nicht ohne Grund schon nach der zweiten Session das Prinzip "nach jedem Spielabend ein Aufstieg" fallenlassen, weil die meisten einfach schon auf der ersten Stufe ihre Spezialfähigkeiten nicht mehr überblicken konnten.
Im direkten Vergleich finde ich beispielsweise Gumshoe oder Numenera deutlich einfacher, und auch Dungeonslayers (obwohl ich es nicht mag).
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