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[13th Age] Small Talk

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Lasercleric:
Das Spiel mE nicht wirklich komplex und die wenigen Subsysteme auch nicht kompliziert. Der Zugang wird mE dadurch erschwert, dass die Regeln derivativ von 3.x bzw. 4E erklärt werden. Wie soll da ein D20-Unkundiger durchsteigen?


--- Zitat von: Rumspielstilziel am 21.03.2015 | 18:18 ---Für mich heißt einsteigerfreundlich z.B.: Wenn mich mir (innerhalb von 15-30 min.) meinen SC gemacht habe, dann muss ich hinterher im Spiel nur noch auf meinen (einseitigen) Charakterbogen gucken und brauche sonst keine Listen oder Hilfsmittel (außer halt Sachen wie Tokens, Würfel, Bleistift und Radiergummi). Sobald man anfangen muss, sich die Regelperipherie seines SC selbst zu "organisieren", hat man m.E. die meisten Einsteiger schon verloren ...

--- Ende Zitat ---

Dazu werden bei 13th Age ja auch die Klassen in eine Komplexitätsreihenfolge gebracht. Barbarian, Ranger, Paladin dürften diese Voraussetzungen ohne Weiteres erfülle. Ich persönlich meine ja, dass dies bei allen Klassen aus dem Grundregelwerk (vielleicht mit Ausnahme Sorcerer/Wizard) so ist - ymmv.

Mapugnar:
Charaktererschaffung 13thAge:
(One unique thing)
(Icon relationships)
(Backgrounds)
class
race
ability scores
class features
HP, AC, PD, MD berechnen
powers/spells
feat(s)

Fertig. Schreibt man sich das Ganze direkt raus (oder kopiert es aus einem pdf) und ergänzt die Werte, dann ist man ohne Details definitiv innerhalb von 30 min fertig. Mit Details sollte es nicht länger als ne Stunde dauern, ansonsten liegt es an mangelnder Entscheidungswilligkeit.

Einen fest vorgegebenen Charakterbogen würde ich nicht empfehlen. Lieber alles so aufschreiben/zusammenkopieren.

@Rumspielstilziel: Nenn mir bitte mal ein in deinen Augen anfängerfreundliches System. Ich kenne kein System bei dem man nicht selbst ein bißchen aktiv werden muss.

Achamanian:

--- Zitat von: Mapugnar am 21.03.2015 | 20:09 ---
@Rumspielstilziel: Nenn mir bitte mal ein in deinen Augen anfängerfreundliches System. Ich kenne kein System bei dem man nicht selbst ein bißchen aktiv werden muss.

--- Ende Zitat ---

Gumshoe; DSA1; Dungeonslayers (auch wenn ich ansonsten kein Fan davon bin); sicher viele OSR-Spiele; Der Eine Ring (für SL etwas vertrackter, für Spieler extrem einfach); Destiny Dungeon; Ich vermute mal auch Aborea und Fate Accelerated ... mit Abstrichen Numenera (wobei du da auch schon je nach Typ einige Sonderfertigkeiten verwalten musst).

Ich wollte übrigens  auch nicht behaupten, dass die SC-Erschaffung bei 13th Age lange dauert; die Liste dessen, was für mich ein einsteigerfreundliches System ausmacht, umfasst durchaus auch einiges, was bei 13th Age gegeben ist.

Achamanian:
Zum Komplex "Ist 13th Age" kompliziert fällt mir noch ein anderer Aspekt ein, der mich sehr fasziniert: Die sechs Attribute.

Für Einsteiger muss sich, sobald sie die Funktionsweise des Systems kapiert haben, eigentlich die Frage stellen: "Moment, wenn es am Ende nur auf die Attributsboni ankommt, warum kaufe ich mir dann erst mit einem Pool aus Punkten nach einer Umrechnungstabelle wiederum andere Punkte, aus denen ich dann wieder anhand einer Tabelle die Boni ablese, die das sind, was ich für's Spiel eigentlich brauche? Warum spare ich mir nicht Schritt 1 und 2 und kaufe mir die Boni direkt?"
Jeder erfahrene Rollenspieler weiß natürlich, dass das historische Gründe hat und ein Stück Nostalgiefaktor ist. Insofern hat das auch seine Berechtigung (wobei ich selbst diese Nostalgie nicht erlebe, da ich so wenig AD&D gespielt habe, und nichts dagegen hätte, einfach gleich Boni zu verteilen). Neueinsteiger müssen sich aber erst mal fragen, ob sie das System vielleicht einfach nicht kapier haben - irgendeinen Sinn muss diese Dreischrittigkeit doch haben? Wenn man dann die historischen Gründe erklärt, erntet man (zu recht) ungläubige Blicke ... ist mir so übrigens tatsächlich passiert.

Das eigentliche Spiel wird natürlich durch die Boniberechnung kein bisschen komplizierter; die Einsteiger gucken aber erst mal regelmäßig auf ihr Blatt und überlegen, ob sie jetzt ihren Wert oder ihren Bonus verwenden müssen (habe ich auch schon oft so erlebt, nicht nur bei 13th Age, sondern auch bei anderen Spielen, die mit Werten und Boni arbeiten) ... so was sind alles Konzepte, die sich nicht von selbst erklären und die man erst mal lernen muss. Für totale Rollenspielneulinge kommt da eine Menge zusammen.

Da sind Systeme, die beispielsweise jeder Eigenschaft/Fähigkeit prinzipiell nur einen Wert zuordnen (und am besten alle Fähigkeiten/Eigenschaften auf der gleichen Skala ansiedeln) auch ohne Vorwissen sehr viel einfacher zu durchschauen.

Crimson King:
Man sollte bei einem Einsteiger auch nicht ignorieren, ob er bis dato bereits Computer-RPGs oder komplexere Brettspiele kennen gelernt hat. In dem Fall sind auch die komplexeren Klassen gut beherrschbar.

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