Pen & Paper - Spielsysteme > 13th Age

[13th Age] Small Talk

<< < (251/405) > >>

Oberkampf:

--- Zitat von: kalgani am 21.03.2015 | 12:19 ---aber zu behaupten mit weniger als 2 kämpfen pro abend hat man seine zeit vergeudet ist "stuss".

--- Ende Zitat ---

Selganor hat dazu eigentlich das Wichtigste schon gesagt, es ist eine Geschmacksfrage, aber ich ergänze dazu mal meinen bisherigen Eindruck (zugegebene nur 1. Stufe): Die Kämpfe in 13th Age sind so fix spielbar, dass sie kaum Realzeit schlucken. Selbst das Aufmalen einer genauen Battlemap kann man sich ja schenken, da 13th Age Bewegung und Positionierung grobkörnig regelt (aber nicht der Beliebigkeit überlässt).

In einem vierstündigen Spielabend kann ich mit 13th Age locker eine actionreiche Abenteuergeschichte spielen, in der es zu drei, vielleicht sogar vier kleinen Scharmützeln kommt, und habe trotzdem noch Zeit für Atmosphäre-, Informations-, Schauspiel- und Plottwistszenen. Wenn Planungsszenen (im schlimmsten Fall ohne handlungsrelevante Hintergrundinformationen) dazu kommen, geht vielleicht weniger, aber dabei kann man als SL ein bisschen unterstützen, indem man mehr Infos herausrückt oder zumindest Optionen schafft, Informationen aktiv zu erspielen.

Wenn ich ein Spiel spielen wollte, in dem deutlich weniger gekämpft wird und die Stories/Abenteuer sich nicht um Kämpfe drehen, sondern irgendetwas anderes, sei es Charakterentwicklung, Diplomatie, Horror oder sonstwas, und jede Spielsitzung käme maximal ein Kampf zustande, würde ich zumindest wahrscheinlich eher nach einem anderen Rollenspiel greifen.

Scimi:
Was an 13A als Anfängerprodukt halt nervt ist, dass das GRW Grundkenntnisse in D&D voraussetzt. Bestimmte Begriffe und Werte und Würfelwürfe werden halt gar nicht erklärt. Daher wäre so ein "Beginner Game" wie bei SW von FFG schön, wo man einfach die Packung aufreißt, jeder ein Heftchen bekommt und man sofort ein Tutorial-Szenario losspielen kann, das einem dann von Szene zu Szene durch das Spiel die Regeln erklärt, so dass man am Ende alles mal gehört und gesehen hat und es ein wenig einschätzen kann.

Aber Brettspiele wie z.B. Descent oder Arkham Horror finde ich deutlich frickliger als 13A, zumal man da für einen Fehler sehr viel mehr auf die Mappe kriegt, als es bei 13A überhaupt möglich ist, wenn der SL nicht aktiv einen TPK verfolgt. Wobei unterstützendes Spielmaterial wie Power Cards und Kurzreferenzen das Erlebnis natürlich sehr beschleunigen können.

Achamanian:

--- Zitat von: Scimi am 22.03.2015 | 19:26 ---
Aber Brettspiele wie z.B. Descent oder Arkham Horror finde ich deutlich frickliger als 13A, zumal man da für einen Fehler sehr viel mehr auf die Mappe kriegt, als es bei 13A überhaupt möglich ist, wenn der SL nicht aktiv einen TPK verfolgt. Wobei unterstützendes Spielmaterial wie Power Cards und Kurzreferenzen das Erlebnis natürlich sehr beschleunigen können.

--- Ende Zitat ---

Allerdings! Arkham-Horror-Spieler hätten mit 13th Age sicher leichtes Spiel ... ich gehe bei Einsteigern halt eher von Mensch-ärgere-dich-nicht-Spielern aus.

Luxferre:
Ich finde die Messlatte, die für Anfänger/Einsteiger gesetzt wird übrigens verdammt skurril ;)

Auf der einen Seite sollte das System für jedermann zugänglich sein, aber selbst einfachen Systemen wird das andererseits abgesprochen. Ich denke, dass einige Leute zu wenig Vertrauen in die Aufnahmefähigkeiten von anderen Menschen haben, wenn ich hier und andernthreads so lese, was man sich so vorstellt.
Da draußen leben ja nicht nur Vollidioten, Hirnies und Spackos. Ich habe gehört, dass dort Leute leben sollen, die gar nicht mal so doof sind und auch komplexere Sachverhalte verstehen  ~;D

Wenn mir meine Einsteigergruppe das Feedback gibt, dass das System unintuitiv, überkomplex und schwer zu verstehen sei, dann ist das etwas, das ich verdammt gut nachvollziehen kann. Ich wette, dass die deutlich weniger Probleme mit 13A haben werden. Ich werde berichten.

Achamanian:

--- Zitat von: Luxferre am 23.03.2015 | 08:38 ---Ich denke, dass einige Leute zu wenig Vertrauen in die Aufnahmefähigkeiten von anderen Menschen haben, wenn ich hier und andernthreads so lese, was man sich so vorstellt.
Da draußen leben ja nicht nur Vollidioten, Hirnies und Spackos. Ich habe gehört, dass dort Leute leben sollen, die gar nicht mal so doof sind und auch komplexere Sachverhalte verstehen  ~;D

--- Ende Zitat ---

Es geht gar nicht drum, ob Leute komplexe Sachverhalte verstehen können, sondern schlicht, ob Einsteiger bereit sind, sofort das nötige Maß an Arbeit aufzubringen, um komplexere Regeln zu verstehen. Es gibt ja genug Leute, die natürlich nicht zu dumm sind und gerne mal mitmachen wollen, aber keinen Bock haben, irgendwelche Regelbücher zu lesen oder sich mit Regelkonzepten auseinanderzusetzen.
Bei Einsteigern, die eh motiviert sind, sich mit dem Regeln auseinanderzusetzen, hätte ich auch keine Vorbehalte dagegen, Rolemaster oder Splittermond zu verwenden. Und bei "normalen" Einsteigern funktioniert 13th Age sicher auch; aber für Low-Level-Einsteiger ist es schon auf der Kippe ...

Ansonsten bin ich der Meinung, dass ich auch ganz gut mit komplexen Sachverhalten klarkomme, und finde den Fighter bei 13th Age halt trotzdem nicht total easy runterzuspielen ... okay, ist wohl auch eine der komplexeren Klassen. Trotzdem glaube ich, dass man als Rollenspieler meistens schon eine ziemlich verzerrte Sicht auf Komplexität von Spielregeln hat. Die meisten Einsteiger finden es doch absurd, dass es überhaupt ein ganzes Buch voller Regeln gibt ...

Navigation

[0] Themen-Index

[#] Nächste Seite

[*] Vorherige Sete

Zur normalen Ansicht wechseln