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[Iron Kingdoms] Neue Version unterwegs

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CaerSidis:

--- Zitat von: Scorpio am  8.10.2012 | 21:23 ---Naja, Savage Worlds gibt auch alles immer nur in Zoll an und davon hat sich auch noch keiner aufhalten lassen. ;)

--- Ende Zitat ---

Nun solange es bei IK eine ähnlich einfache Rechnung gibt um Meter Angaben zu erhalten, wie bei SW, ist es wirklich kein Problem.

Stelle mir das bei Inch aber komplexer vor als ein einfaches x2. Zudem liefert SW die Angaben wie ohne Minnis gespielt wird gleich mit. Ist das bei IK auch so?

Scorpio:
Man soll davon ausgehen, dass 1 Zoll auf dem Spielfeld 6 Fuß "in der Realität" bedeutet. Es werden aber überall sowohl Zollangaben fürs Spielfeld, als auch innerweltliche Entfernungsangaben genutzt, so dass man nur in Ausnahmefällen umrechnen muss. Zum Einsatz ohne Minis gibt es ganz am Ende einen kurzen Abschnitt, der halt darauf hinweißt, dass es für Modelleinsatz ausgelegt ist und der Einsatz von Schablonenwaffen daduch problematisch ist. Eine Lösung bieten sie aber nicht an.

Zu den Fertigkeiten, die nichts mi Kamp zu tun haben, gebe ich einfach mal die Liste weiter:
Alchemy, Bribery, Command, Vraft, Cryptography, Deception, Disguise, Escape Artist, Etiquette, Fell Calling, Forensic Science, Forgery, Interrogation, Law, Lock Picking, Mechanikal Engineering, Medicine, Navigation, Negotiation, Oratory, Pickpocket, Research, Rope Use, Sailing, Seduction, Sneak, Streetwise, Survival und Tracking. Dazu gibt es allgemeine Fertigkeiten: Animal Handling, Climbing, Detection, Driving, Gambling, Intimidation, Jumping, Lore, Riding und Swimming. Bei den sozialen Fertigkkeiten wird dankenswerterweise auch direkt angegeben, wie sie funktionieren und welche Auswirkungen ein Erfolg und ein bestimmer Erfolgsgrad hat. Weniger klar ist jedoch das dazugehörige Attribut, bei dem meistens auf die Entscheidung des SLs verwiesen wird. Und das ist knifflig, da wie erwähnt kein Charisma-Attribut existiert. Das man Seduction mi Intelligenz kombiniert, um etwa eine adlige Dame mit dem Rezitieren von Gedichten zu umschwärmen sehe ich ein. Aber das Beeindrucken mit dem Körper mit Physique (Konstitution?) zu kombinieren sehr fragwürdig. Demnach müssten gerade Trollkin-Damen es leicht haben andere zu verführen, weil sie so dicke Muskeln haben...

Den Vorwurf, dass man außer Kampf aber nichts machen kann, kann ich so nicht stehen lassen. Der Fokus liegt auf Kampf, aber es vergisst darüber hinaus nichts, was auch andere Rollenspiele liefern, die wir seit Jahren spielen (sofern ich das aktuell überblicken kann).

CaerSidis:
Okey klingt nicht nach unüberwindlichen Hindernissen. Mal sehen was sich in Sachen Übersetzung noch tut und wers dann macht und obs dann taugt :)

Oberkampf:
Es gibt ja jede Menge Runden, die beim sozialen Interaktionen vollkommen auf Würfel verzichten und ihre Zaubereffekte jenseits der kampfrelevanten Werte lieber selbst beschreiben, als eine Buchbeschreibung sklavisch zu befolgen (z.B. die Ausprägungen bei Savage Worlds), insofern verstehe ich nicht, was ein Rollenspiel, das nur ein Kampfsystem und vielleicht ein paar körperliche Skills liefert, an rollenspielerisch notwendigem Material vermissen lässt. Mir persönlich wäre es zu wenig, weil ich in sozialen Situationen neben der Beschreibung immer würfeln will, aber ich habe oft genug bei Gruppen mitgespielt, wo auf solche Elemente des Rollenspiels verzichtet und nur für Kämpfe gewürfelt wurde.

Weltengeist:
Das ist halt der Punkt: Es gibt verschiedene Spielstile, und das neue Iron Kingdoms scheint sich für einen entschieden zu haben, der eine ganz bestimmte Spielerklientel anspricht. Sie sind da (Stichwort Warhammer 3. Edition) in bester Gesellschaft, und vielleicht ist das nicht mal verwunderlich, denn auch Privateer Press verdient sein eigentliches Geld mit Tabletop-Spielen und wendet sich daher zunächst an diese Spieler. Ist in meinen Augen also nicht verwerflich. Aber mein Ding ist das nicht. So wie mir übrigens auch das Setting zu sehr auf das Thema Krieg, auf Metaplot und aufs Zeitschriftabo- und Zinnminiaturenverkaufen ausgelegt ist. Leider, denn einige gute Ansätze des Hintergrundes mag ich nach wie vor gerne. Aber ich werd's dann wohl eher modifizieren und mit einem Universalsystem bespielen (Savage Worlds oder Renaissance wahrscheinlich, je nach gewünschtem Schwerpunkt). Die dritte Edition brauche ich dafür als glücklicher Besitzer der alten PDFs wohl eher nicht.

Schön fände ich, wenn es endlich mal Abenteuer für die Iron Kingdoms gäbe. Für ein System, das seit zehn Jahren existiert, finde ich es ein bisschen dünn, immer nur auf die Witchfire-Trilogie zu verweisen (zumal diese bei allen unbestreitbaren Vorzügen das Setting nicht ausreizt).

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