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[Pathfinder] Nehmt mir die Angst vor Pathfinder

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Tudor the Traveller:
Hi, ich fasse mich kurz und komme direkt zur Sache  ;)


--- Zitat von: Little Indian #5 am  2.07.2012 | 08:44 ---Deshalb möchte ich hier um ein Feedback von den aktiven Pathfinder-Spielern bitten (besonders gerne von solchen, die ohne größere Vorkenntnisse zu D&D oder Rollenspielen insgesamt mit Pathfinder eingestiegen sind):
--- Ende Zitat ---

Ist es ohne extremen Zeitaufwand machbar, die Pathfinder-Regeln zu beherrschen und eine Kampagne vernünftig zu leiten, ohne dass man von den Spielern mit besserer Regelkenntnis (von meinen Spielern kennt das System zur Zeit noch keiner) über den Tisch gezogen wird oder ständig Regeln nachschlagen muss?

Meiner Erfahrung nach: klares NEIN. Wenn du als SL Regellücken hast, können Spieler die leich ausnutzen. Ein Beispiel ist z.B. die Frage nach Gelegenheitsangriffen. Da gibt es zwar eine Tabelle, aber da steht auch nicht alles drauf; v.a. Spezialfähigkeiten sind da so eine Sache.
Was das Nachschlagen angeht: kommt halt drauf an, wie sehr es euch stört, wenn die Regeln nicht genau eingehalten werden. Da aber meiner Erfahrung nach der "Teufel" bei Pathfinder oft im Detail liegt (was geht jetzt, was geht nicht; Stichwort Zustände etc.; da kommt es nicht selten auf den genauen Wortlaut an), ist das sehr tricky.

Inwieweit kann man Aufgaben auf die Spieler übertragen, um sich zu entlasten?

Nun, soweit man den Spielern eben vertraut. Man kann sich beispielsweise darauf verlassen, dass die Spieler alle Regeln kennen, die ihre Chars betreffen, und diese als SL dann jeweils ansagen lassen, sodass man diese Regeln nicht noch extra wissen muss. Vor allem Spezialfähigkeiten und Zauber sind solche Fälle. Ob es dann stimmt, steht auf einem anderen Blatt.

Kann man ggf. spielstörende Regelelemente weglassen, um das Spiel zu vereinfachen?

Joa, geht so. Es gibt sicherlich Bausteine, die man rauslassen kann. Allerdings reißen die u.U. größere Lücken als man dachte. Will man beispielsweise den berüchtigten "Grapple"-Mechanismus kicken, verliert nicht nur ein großer Haufen an Monstern eine wichtige Fähigkeit, auch einige Zauber funzen dann nicht mehr bzw. man muss sich dann für die etwas anderes überlegen.

Welche Regeln muss der Spielleiter auf jeden Fall präsent (oder auf einem Spickzettel) haben?

Die oben angesprochenen Gelegenheitsnagriffe; Auswirkungen der Zustände; was mit welcher Aktionsart (Standard, Move, Swift (Immediate)) gemacht werden kann...  Edit: Bonusarten und wie sie addiert werden.

Sind einige Klassen deutlich "arbeitsintensiver" als andere?

Ja! V.a. die Zauberwirker, aber auch der Mönch. Entgegen der Aussage von Luxferre bin ich jedoch der Meinung, dass Magier da am umgänglichsten sind, während Druiden und Kleriker viel Arbeit bedeuten. Der Grund ist die Anzahl der zur Verfügung stehenden Zauber. Die ist beim Magier ja an diejenigen in dessen Zauberbuch gekoppelt, weshalb man das (in Absprache) recht einfach deckeln kann. Auch beim Sorcerer ist die Anzahl der bekannten Zauber übersichtlich. Druiden und Kleriker können jedoch alle Zauber ihrer Liste jederzeit nutzen. Da ist es fast unmöglich eine Übersicht drüber zu haben.
ZUm Mönch: Durch dessen Ki-Pool und die vielen speziellen Fähigkeiten, die teilweise durch Ki aktiviert werden, teilweise aber auch nicht, ist diese Klasse halt auch sehr unübersichtlich. Diese Klasse würde ich eher nur erfahrenen und regelfesten Spielern empfehlen.

Marduk:
wie mein Vorposter schon sagte sind die PF Regeln sehr zeitaufwändig zu erlernen und wenn Zeit ein begrenzender Faktor ist Pathfinder da eher ungünstig. Mir geht es bei PF so, daß ich sehr häufig Sachen nachschlagen muss und da die Spieler nicht wirklich Regelfit sind, muss ich halt für sie oft auch noch nachschlagen. Du solltest also, wenn möglich, einen Teil des Regelaufwandes auf deine Spieler verlagern können und selbst dann benötigst du später für die Vorbereitung auf die Kämpfe recht viel Zeit.

Gruß

Marduk

Guennarr:
Die Angst muss sehr grosz sein und v.a. hat der kleine Inder nun in jedem Forum andere Antworten erhalten. ;)

LG
G.

Little Indian #5:

--- Zitat von: Guennarr am  3.07.2012 | 20:53 ---Die Angst muss sehr grosz sein und v.a. hat der kleine Inder nun in jedem Forum andere Antworten erhalten.

--- Ende Zitat ---

Also:

1. Heißt es Indianer und nicht Inder  ;) und

2. war doch klar, dass in Pathfinder-Forum alle ihr eigenes System loben (was aber nicht heißt, dass das Lob nicht gerechtfertigt ist) - hier ist das Meinungsspektrum aber wohl etwas breiter...

Marduk:

--- Zitat von: Guennarr am  3.07.2012 | 20:53 ---Die Angst muss sehr grosz sein und v.a. hat der kleine Inder nun in jedem Forum andere Antworten erhalten. ;)

LG
G.

--- Ende Zitat ---

Naja, ich kann ihn ja verstehen, so gut Pathfinder auch sein mag, es ist doch sehr komplex und gerade für jemand mit wenig Zeit ist es doch etwas einschüchternd vor den ganzen Regeln zu stehen. Ich muss sagen für mich war es ein großer Fehler Pathfinder mit der jetzigen Gruppe anzufangen, da ich auch nicht mehr so viel Zeit habe und mir die Gruppe bei der Regellast nicht gerade behilflich ist. Ich bin leider keine zwanzig mehr, da war das alles kein Problem aber jetzt...

Ich kann dem OP nur den Vorschlag geben, daß wenn er PF spielen will er sicher gehen sollte, daß seine Gruppe ihn da auch mit den Regeln voll unterstützt.

Gruß

Marduk

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