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Was ist besser: Höhere Anfangskosten oder nicht?

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Teylen:

--- Zitat von: Gummibär am  7.07.2012 | 01:43 ---Bei körperlichen Stufe ist die 5. Stufe ohne die ersten vier nicht besser als die erste Stufe. Bei den genannten Beispielen ist eine höhere Stufe deutlich besser als die 1. Stufe. Diese Stufe ist auch ohne die vorhergehenden Stufen besser.
--- Ende Zitat ---
Schon, nur definiert sich die 5. Stufe Stärke, Seelenstärke oder Geschwindigkeit schließlich dadurch die ersten 4 Stufen zu beeinhalten.

La Cipolla:
Ich beziehe mich im Folgenden vorrangig auf die nWoD, was die Regeln angeht.

Die kumulierenden Punktekosten sind imho nicht für die Balance, sondern für die Spielwelt -- es ist eben NICHT ausbalanciert, einen Skill für sonst wie viele Punkte auf 5 zu bringen, und genau deshalb hat es auch kaum jemand. Finde ich schon logisch und anreiztechnisch vernünftig (und im übrigen auch minimal realistisch), das Problem ist halt nur, dass es die charakterzentrierte Figurenerstellung in Richtung der Mechanismen verzerrt, weil sie leider auf anderen Rechnungen basiert.
Eine simple und stumpfe Möglichkeit, dieses Problem zu umgehen: Charaktere "einfach" mit 156 EP erstellen (alle Attribute auf 1, alle Skills auf 0), sollte der Wert sein, mit dem man auch Standard-Charaktere hinkriegt. Voila. Ist natürlich etwas komplexer.

Dann wiederum benutze ich lieber einen simpleren Mittelweg -- Achtung, die folgende Aufstiegstabelle spiegelt noch unsere Gelegenheitsspielerkurve wieder, Vielspieler sollten vielleicht alles mal zwei nehmen! Bei der Charaktererstellung gibt es nur die Änderung, dass nicht nur der fünfte, sondern auch schon der vierte Punkt doppelt kostet.

Ein Attribut erlernen/erhöhen (bis ●●●): 5 EP
Eine Fertigkeit erlernen/erhöhen (bis ●●●): 3 EP
Einen Vorzug erlernen/erhöhen (bis ●●●): 2 EP
Eine Spezialisierung erlernen: 2 EP
(●●●● und ●●●●● kosten immer jeweils das Doppelte!)

Die Essenz dieses Problems ist für mich letztendlich, dass die Charaktere nicht mit den Mechanismen erstellt werden, mit denen sie aufsteigen, und dadurch entstehen einige Anreize, die zwar mit ziemlicher Sicherheit gewollt sind (Spezialistenteam!), aber imho nicht unbedingt zu diesem Spiel passen. Die WoD braucht meiner Meinung nach keine Spezialisten, sondern eher charakterzentrierte Figuren, egal welche Fähigkeiten sie haben.

Ein Dämon auf Abwegen:

--- Zitat ---Die Essenz dieses Problems ist für mich letztendlich, dass die Charaktere nicht mit den Mechanismen erstellt werden, mit denen sie aufsteigen, und dadurch entstehen einige Anreize, die zwar mit ziemlicher Sicherheit gewollt sind
--- Ende Zitat ---
Wobei mMn bei dem Generierungssystem eh irgendwas schief ist, zu mindestens was die Freebie-Kosten angeht.
Ich hab jedenfalls irgendwie den Eindruck das da was in der Kostenrelation zwischen Attributen, Fähigkeiten und Disziplinen auf der einen und Hintergründen, Willenskraft, Vorzügen und Schwächen auf der anderen nicht stimmt.

Gummibär:
@ 1of3

--- Zitat --- Im Grunde sind solche kumulierenden Punktkosten völlig unnütz. Das einzige was tatsächlich Balancing bringen kann, sind feste Obergrenzen, gern auch in versteckter Form wie FATE das macht. Ansosnten sorgen steigende Kosten nur dafür, dass sich die Spieler immer noch die Rosinen rauspicken und eben noch weniger Anderes einkaufen.
--- Ende Zitat ---
Also das ist falsch. Vielleicht mag es des öfteren schlecht umgesetzt sein. Aber das Prinzip ist sinnvoll. Wenn ich mir bei DSA 4 überlege, ob ich lieber ein Talent von 20 auf 21, oder ein anderes von 0 auf 7 steigere, dann kann die Entscheidung so oder so ausfallen. Wenn ich aber die Wahl habe, ob ich ein Talent von 20 auf 21, oder ein anderes von 0 auf 1 steigere, dann steigere ich 20 auf 21, denn mit nem 1er Talent kann man eh nix anfangen.

@ Teylen

--- Zitat --- Schon, nur definiert sich die 5. Stufe Stärke, Seelenstärke oder Geschwindigkeit schließlich dadurch die ersten 4 Stufen zu beeinhalten.
--- Ende Zitat ---
Man kriegt pro Stufe stärke gleich viel Bonus.

@ Ein Dämon auf Abwegen
Ja, sowohl die Attributs- und Fähigkeitspunkte, als auch die Freebies zerstören die Spielbalance im Vergleich zu den späteren Erfahrungspunkten. Wer Spielbalance möchte, der sollte dringend mit EP generieren. Wer keine Spielbalance möche, der soll sich dann auch nicht über Minmaxing beschweren.

Ein Dämon auf Abwegen:

--- Zitat ---Ja, sowohl die Attributs- und Fähigkeitspunkte, als auch die Freebies zerstören die Spielbalance im Vergleich zu den späteren Erfahrungspunkten.
--- Ende Zitat ---
Das ist mir klar, worauf ich hinaus wollte ist, das die Freebie-Kosten nicht nur im Vergleich zu den Späteren XP-Kosten sondern auch zwischen Dingen die man dafür Kaufen kann mMn nicht gut balanciert sind.

Ein zusätzlicher Disziplinspunkt kostet z.B. 7 Punkte, was mir im Vergleich dazu was ich bekomme wenn ich die 7 Punkte z.B. in Hintergründe oder Vorzüge stecke zu teuer erscheint. Und anders rum kriegt man für die meisten Schwächen mMn keinen akzeptablen Gegenwert wenn man die Punkte in Fertigkeiten, Attribute und Disziplinen investiert. 

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