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Konstitution mal anders

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DonJohnny:

--- Zitat von: Beral am 17.07.2012 | 15:07 ---Nicht im geringsten. Selbst wenn du alle Kampfsportler nimmst, bist du immer noch im Promille- oder niedrigen Prozentbereich. Das ist kein vernünftiger Maßstab für ein biologisches oder soziologisches Modell, wie sie bei der Abbildung von Charaktereigenschaften verwendet werden.

--- Ende Zitat ---

Das ist Quatsch. Es ist nicht so dass das von dir vorgeschlagene System bei extremen Fällen versagt, es ist nur so, dass die von dir behauptete aber nicht existierende Korrelation von Attraktivität und Konstitution beim Durchschnittsmenschen genau so wenig vorhanden ist wie bei extremen Beispielen, nur bei letzteren wird sie sehr viel augenscheinlicher.

Was noch dazu kommt ist die Tatsache dass man bei Rollenspielen sehr oft (in diesem Sinne) extreme Personen spielt.

OldSam:

--- Zitat von: DonJohnny am 17.07.2012 | 14:19 ---Konstitution mit Attraktivität zu verbinden macht so viel Sinn wie Konstitution mit einem x-beliebigen Attribut zu verbinden. Ganz ehrlich. Und die genannten Beispiele warum das so ist fand ich sehr einleuchtend.

--- Ende Zitat ---

Natürlich ist es völlig richtig, dass kein einziges Attribut alleine Attraktivität bestimmen kann, ebensowenig wie es allein auf Aussehen, soziale Faktoren oder irgendwelche besonderen Merkmale zurückgeht! Generell ist Attraktivität höchst subjektiv, so dass die "statistisch allgemein richtige Aussage" auch nicht unbedingt von einem selbst nachvollzogen werden kann.
Zudem sollte man beachten, dass solche konkreten Bildbeispiele wie hier sehr unwissenschaftlich sind, da sie keinerlei Repräsentativität beinhalten, sondern hier lediglich durch ein paar einzelne Präferenzen beurteilt werden, was statistisch kaum relevant ist ;)

Was Konsti angeht: Doch! Es ist aus wissenschaftlicher Sicht definitiv ein wichtiger Zusammenhang zwischen Attraktivität und Gesundheit/Fitness/Körperbau=>Konstitution gegeben, das geht schlicht aus der Evolutionsbiologie hervor, da gibt es eigentlich nicht viel zu diskutieren ;)
Der Punkt ist allerdings, dass man sich trefflich (und zu recht) darüber streiten kann wie groß der Anteil von Konsti am Gesamtkonzept Attraktivität ist, das bleibt offen.
Im Verhältnis dazu ist jedenfalls klar anzunehmen, dass andere Attribute wie Geschicklichkeit, Intelligenz und Stärke kulturübergreifend und in der Gesamtstatistik definitiv eine geringere Rolle spielen! Aussehen z.B. ist dagegen schon viel wichtiger, irgendeine Form von "Charisma" (was schwer zu quantifizieren ist), sozialem Status/Prestige etc. ebenfalls.



--- Zitat von: Surtur am 17.07.2012 | 15:38 ---Und genau darum geht es. Denn wenn das Attribut Aussehen mit dem Attribut Konstitution zusammengelegt würde, dann würde das implizieren, dass Hohe Konsti = Gutes aussehen.

--- Ende Zitat ---

Das wäre in der Tat falsch, aber so ist der Zusammenhang auch nicht.
Es gilt vielmehr: Höhere Konsti = (etwas*) höhere Wahrscheinlichkeit für höhere Attraktivität!
(*: Quantifizierung schwer bestimmbar)

Ausserdem machst Du einen wichtigen Fehler: Attraktiv != gutes Aussehen. Attraktivität ist ein Gesamtkonzept mit vielen Faktoren, wovon gutes Aussehen nur ein (mehr o. weniger großer) Teil ist. Speziell für die weibliche Wahrnehmung gilt das umso mehr als bei uns Männern.

DonJohnny:

--- Zitat von: OldSam am 17.07.2012 | 15:58 ---Es gilt vielmehr: Höhere Konsti = (etwas*) höhere Wahrscheinlichkeit für höhere Attraktivität!
(*: Quantifizierung schwer bestimmbar)

--- Ende Zitat ---

Und diese höhere Wahrscheinlichkeit ist (wie aus den Beispielen ersichtlich ist) nicht annährend so groß, dass ich die beiden Attribute zusammenlegen würde.

OldSam:

--- Zitat von: DonJohnny am 17.07.2012 | 16:11 ---Und diese höhere Wahrscheinlichkeit ist (wie aus den Beispielen ersichtlich ist) nicht annährend so groß, dass ich die beiden Attribute zusammenlegen würde.

--- Ende Zitat ---

Jopp. Ohne enorm wichtige Zusätze wie Boni/Mali durch Aussehen, soziales Geschick im Umgang mit dem anderen Geschlecht etc. einfach ein und dasselbe daraus zu machen würde ich definitiv auch nicht empfehlen, wenn man es halbwegs realistisch haben möchte. Aber von den typischen RPG-Attributen stellt dieses die beste "Basis" dar (so setzt es z.B. auch GURPS um, als Ausgangsbasis aber nicht als Gleichsetzung).

LöwenHerz:
Prominentes, phantastisches Gegenbeispiel: Raistlin Majere. Ein gebrochener und kränklicher Magier, der trotz sein er körperlichen Defizite eine enorme Ausstrahlung hat. Finde ich jetzt persönlich nicht sonderlich abwegig.
(alternativ könnte man den Imperator nennen oder auch gern Cyrano de Bergerac, wenn man es handfester braucht)

Warum nicht einfach auf die Spieler vertrauen und diese bitten, auch einen gesunden Charismaten zu spielen, wenn man als SL sonst mangelnde Konsistenz fürchtet?

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