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[Zwei Spielleiter] Gebt mir Ideen...

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LöwenHerz:
Beral hat zwischen den Zeilen schon einen wichtigen Punkt genannt. Ich formuliere mal drastischer (aus eigener Erfahrung):
Ihr solltet unbedingt Eure Aufgaben definieren und fest verteilen. Tohuwabohu sollte am Tisch vermieden werden.

Asdrubael:
Was mit so spontan in den Sinn kommt ist, dass so ein Konstrukt die Möglichkeit bietet, dass die Spieler ihre eigenen Antagonisten spielen könnten.
Also am Beispiel Warhammer: die eine Gruppe sind die Chaos Kultisten, die die Herrschaft über eine Stadt übernehmen wollen (oder ein dunkles Ritual starten usw.
Die andere Runde beschäftigt sich mit der Verhinderung und versucht einem solchen Kult auf die Schliche zu kommen

Nun müssen sich beide SLs einigen, wie die Verantwortungsbereiche abgegrenzt werden. Also wer betreut welche NSC und wer darf diese über die Klinge springen lassen... hat der andere SL ggf ingame ein Veto-Recht. usw.
Dann sollte der Plot, also zB die Stadt und die Haupt-NSC sollten von beiden SLs gemeinsam erstellt werden, ebenso wie die Einigung, welche Resourcen welche Gruppe bekommt

xergazz:
Meines Erachtens kann man das Spiel mit zwei Spielleitern auf verschiedene Weise angehen (kein Anspruch auf Vollständigkeit):

Möglichkeit 1: Aufgabentrennung
Jeder Spielleiter erfüllt bekanntlich gleich mehrere Aufgaben, die im diesem Fall zwischen den beiden Spielleitern aufgeteilt werden könnten. Die Schwierigkeit besteht darin, eine klare Grenze zu ziehen und Grauzonen auszuschließen, sodass es nicht zu Missverständnissen kommt. Beispielsweise könnte einer der beiden für die Szenerie und der andere für die NPC's zuständig sein (ist damit dann alles abgedeckt? Wahrscheinlich nicht)

Möglichkeit 2: Antagonistisch
Die beiden Spielleiter handeln in gegensätzlichem Interesse. Das wäre besonders interessant, wenn dies durch den Inhalt des Spiels unterstützt würde. Also beispielsweise wenn es um den inneren Konflikt des Charakters geht, um ein Setting mit einer Real- und einer Parallelwelt oder wenn die Helden zb dämonisch Besessene spielen. Hierbei stellt sich die Frage, welcher der beiden Spielleiter wann reden darf und wann nicht. Dazu sehe ich wieder mehrere Möglichkeiten:

+ Die Spielleiter bekommen eine Ressource (Brotkrumen, Token, Würfel, etc) und müssen sich ihr Erzählrecht bei dem anderen Spielleiter oder vielleicht auch bei den Spielern erkaufen. In dem Fall bestimmt der Spielleiter selbst, wann er etwas beitragen möchte und ist damit immer dann aktiv, wenn er am kreativsten ist. Auf der anderen Seite wird den Mitspielern das Entscheidungsrecht aus der Hand genommen.

+ Der Zufall entscheidet, welcher Spielleiter das Erzählrecht besitzt. Es werden also zb eine Münze geworfen. Hier kann der Zeitpunkt, zu dem das Münzewerfen passiert interessant sein. Vielleicht passiert es immer zu Anfang einer Szene. Vielleicht durch ein bestimmtes Ereignis.

+ Jeder Spieler kann eine Ressource ausgeben, um einem Spielleiter seiner Wahl das Erzählrecht zu geben. Das Erzählrecht wechselt, wenn jemand Anderes erneut eine Ressource ausgibt. Diese Entscheidung kann auch nur den Spielern vorbehalten sein. Interessant ist die Rate, mit der sich die Ressouce auffrischt.

Ich kann mir auch Mischungen zwischen den drei Möglichkeiten vorstellen. Ein Nachteil aller drei ist sicherlich, dass man gefahr läuft, einen der beiden Spielleiter zu langweilen, weil er vielleicht nicht so oft oder nicht sehr lange zum Zug kommt.

Möglichkeit 3: Synchron
Die beiden Spielleiter quatschen quasi durcheinander. Damit das trotzdem einen gewinnbringenden Weg einschlägt kann man sich zB so verhalten, wie bei dem Verhältnis zwischen den Spielern: Es wäre mehr ein Gespräch und ein sich den Ball gegenseitig zuwerfen. Dies funktioniert natürlich nur in einem gewissen Rahmen. Beispielsweise könnten die Spielleiter eine eigene Charakterebene besitzen, also selber einen Charakter spielen, der eine gewisse Allmacht besitzt.

Grundsätzlich sieht man hierran, wie in manchen Fällen die Grenze zwischen Spieler und Spielleiter verschwimmen kann, sobald man mit zusätzlichen Spielleitern arbeitet. Gibt es letztendlich überhaupt noch einen Unterschied zwischen den beiden? Was bringt es dann noch, die beiden Rollen zu trennen?

Bad Horse:
Schau dir dazu vielleicht mal Polaris an. Da ist es im Prinzip so, dass in jeder Szene nur ein Spieler einen Charakter spielt, der Rest übernimmt eher SL-Aufgaben: Der, der ihm gegenübersitzt, übernimmt alle Gegner und ist auch für Szenengestaltung hauptverantwortlich. Einer der anderen Spieler übernimmt alle NSCs, die auf persönlicher Ebene mit dem Char zu tun haben; der andere übernimmt alle NSCs, die auf hierarchischer Ebene mit dem Char zu tun haben.

Ansonsten haben wir auch gute Erfahrungen mit Regel-SLs gemacht - also einen Spieler, der den ganzen Regelkram weiß und da erklärt, wie die Dinge funktionieren. Das ist besonders dann zu empfehlen, wenn der Autor eines Spiels mitspielt (ich hab bisher Vermi bei DangerZone und Enkidi bei Fate2Go erlebt).  :)

Holothuroid:
OK. Also wie du es beschreibst, geht es dir darum, dass zwei Leute keinen eigenen Protagonisten spielen. Mal sehen...

Du könntest ein bisschen wie Polaris vorgehen. Ein Teilnehmer macht den Antagonisten, der die Party bedroht, Gegner spielt etc. Der andere könnte Mond spielen und alle verbleibenden, freundlichen und neutralen NSCs übernehmen. Die könnten regeltechnische Entscheidungen immer so verteilen, dass sie der gerade nicht direkt Beteiligte trifft.

Edit: Böses Pferd hat mich rechts überholt.

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