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[Engel] Antagonistenidee: Projekt Kyffhäuser - "Agenten" aus der Vorzeit
Waldviech:
;D Jawoll!!! DAS ist schön !!! :d
Jetzt müsste man mal überlegen, ob das nicht gegebenenfalls anderweitig zu Problemen führen könnte. Unter anderem müssten die Gründer der Kirche dann die Position der anderen Bunker gekannt haben. Das alte technische Knowhow der Kirche könnte mit dem Fall Trondheims verschwunden sein. Eine weitere Frage wäre, ob die Kirchenobersten noch wissen, dass sie aus dem Projekt hervorgegangen sind.
Pyromancer:
--- Zitat von: Waldviech am 28.09.2012 | 15:17 --- ;D Jawoll!!! DAS ist schön !!! :d
Jetzt müsste man mal überlegen, ob das nicht gegebenenfalls anderweitig zu Problemen führen könnte. Unter anderem müssten die Gründer der Kirche dann die Position der anderen Bunker gekannt haben.
--- Ende Zitat ---
Falls einer der Bunker vom Feind kompromittiert würde, würden sämtliche Bunkerpositionen in Feindeshand landen. Deshalb wissen zwar die Bunker, dass es andere Bunker gibt, aber nicht, wo genau sich diese befinden. Der Plan war, sich nach dem Aufwachen "zusammenzutelefonieren".
Waldviech:
...und aus irgend einem Grunde wurde nicht telefoniert. Vielleicht würde so ein Schuh draus:
Eine der Bunkerbesatzungen wachte tatsächlich nach den vorgegebenen Jahrzehnten auf und fand sich im finstersten Zeitalter nach dem Fall wieder. Irgendwann um das Jahr 2150 hüpfen sie aus der Tiefkühlkiste und machen sich daran, ihren Auftrag zu erfüllen. Unter den desolaten Umständen, in denen sich das Europa jener Tage befindet, wird entschieden, dass der wohl beste Weg zum Aufbau einer neuen Ordnung der einer neuen Religion wäre. Da die Leute den Regierungen der alten Welt die Schuld an der Apokalypse geben, wäre es ein Fehler gewesen, als Repräsentanten eben jener alten Ordnung aufzutreten. Zudem fehlt den Überlebenden der zwei Veitztanzwellen jedwede Bildung und man muss praktisch bei Null anfangen. Die einzigen "Verbündeten", die die Reanimierten haben, sind ein paar ürbig gebliebene katholische Priester - oder solche, die meinen, es zu sein.
Also geben sich die Projektagenten als christliche Missionare und predigen einfache Botschaften der Hoffnung. "Wunder" und Ähnliches gehen auf höher entwickelte Technologie der Bunkerbesatzung zurück. Viele der angelitischen Dogmen gehen auf jene Zeit zurück.
- Das Zeugungsgebot diente schlicht der Wiederbevölkerung und dem Aufbau.
- Der "Technologiebann" besagte ursprünglich nur, dass gefundene Technologie erstmal nur den kirchlichen Experten zugänglich sein sollte. Viele technologische Überbleibsel aus der Zeit vor dem Zusammenbruch hatten ein hohes Gefahrenpotential und sollten erst einmal gesichert werden.
- Mit der "unindustriellen" Ausrichtung der angelitischen Gesellschaft wollten die Bunkeragenten eine ökologisch bewusstere und weisere Zivilisation gründen, die die Fehler der alten Welt nicht wiederholen würde. Von Wissenschaftsfeindlichkeit gab es ursprünglich keine Spur - von krasser Technologiefeindlichkeit eigentlich auch nicht.
- Das Leben nach dem Tod u.ä. wurden aus der religiösen Doktrin gezielt ausgeschlossen um spätere Konflikte zwischen Religion und sekulärer Wissenschaft von vornherein auszuschließen.
Das hätte vielleicht funktioniert, wäre 2162 nicht die dritte Veitztanzwelle ausgebrochen, die die meisten Bunkeragenten gleich mit umbrachte. Übrig blieben ein paar halbgebildete Helfer der Agenten, die ein paar Handlungsanweisungen und bruchstückhafte Technologiekenntnisse, aber keinen "Masterplan" besaßen. Die Folge -weitgehend die Historie von Engel, wie wir sie kennen.
Tjorne:
Gute Idee!
Wenn die Kyffhäuser etwas mächtiger sind (oder werden, unter Umständen auch nur regional), könnte sich herausstellen, dass auch sie ideologisch verblendet sind - nur eben mit unserer heutigen Ideologie. Demokratie (oder was der "Standard Republikaner Ami" darunter versteht), Kapitalismus (bloß kein Kommunismus!), Menschenrechte etc. ... im Prinzip eine Art Öko-Diktatur. Und das ganze wird den ungebildeten Massen übergestülpt - ob sie wollen oder nicht.
==> Man stelle sich ein Afghanistan vor, in dem _niemand_ wusste, dass es Amerika gibt, bis die (und wir) da 2001 einmarschiert sind.
Waldviech:
Sie bräuchten nicht mal richtig verblendet zu sein - sie müssten sich einfach nur den mittelalterlichen Umständen des 27. Jahrhunderts anpassen, um sich durchsetzen zu können! Es ist ja nicht so, als würde nur die angelitische Kirche ein Gewaltregiment führen. Selbst die im Vergleich aufgeklärten Herrscher Europas erinnern im Vergleich eher an die Diktatoren von heute. Die Möglichkeiten stehen gut, dass die Kyffhäuser sich den rauhen Sitten anpassen und irgendwann auch mit Schwert und Gewehr regieren - auch wenn ihre Grundordnung prinzipiell "demokratisch" ist.
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