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[Vampire] Sind Vampire "Superhelden mit Fangzähnen"?

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Auribiel:
Vielleicht liegt's dran, dass ich gerade etwas übermüdet bin, aber wo liegt jetzt nochmal genau das Problem?

V:tM lässt sich durchaus als "Superhelden/-schurken mit Fangzähnen" spielen und wurde auch in vielen Editionen so unterstützt.
Aber nur weil man das System aushebeln kann, heißt das noch nicht, dass das System komplett unsinnig für das eigentliche Anliegen ist: Mitte der 90er hat meine Runde mit einem mit der WoD sehr vertrauten SL ordentlich personal horror gespielt, abseits jeder "SH+FZ"-Schiene - und das zu Zeiten, wo gerade noch die SRler zu Vampire überschwappten, wegen der "kewl powerz". Und wir hatten kein Problem, das mit dem System entsprechend abzubilden, da der SL diese Art Spiel (auch durch sinnige Regelnutzung) unterstützt hat und die Settings entsprechend ausgelegt waren.
Im Nachhinein betrachtet muss ich sagen, dass Lord Verminards (hatte den Beitrag ja schonmal verlinkt) Ansatz, diese Art von Spiel noch besser unterstützt, aber SO schlecht waren die Original-Regeln dafür auch nicht. Und verantwortlich dafür, dass manche Spieler das System zu anderen Gunsten ausgehebelt haben, sind Autoren und Regeln auch nicht. Munchkins finden immer und überall ihre Nischen. Abgesehen davon: die meisten Systeme kann man auf mehr als nur eine Art spielen - und solange alle Mitspieler damit zufrieden sind, gibt es doch auch kein Problem?

Xemides:
Komisch, ich hatte nicht das Gefühl, das die Leute die ich kannten alles SR-Spieler waren, die das bei Vampire weiter führten, auch die LARPer, die bei mit mitspielten nicht.

Wie ich schon schrieb, war das auch bei mir nicht so. Ich hatte kurz vorher die Romane von Anne Rice gelesen und war vm Intrigenspiel begeistert.

Allerdings hörte ich von Berliner Spielern, die einen dortigen SL auf einer längeren Autofahrt mit SR-Geschichten nervten.

Wobei auch SR bei mir kein Superhelden-Rollenspiel ist, was vielleicht daher kommt, das ich von dem Romanen William Gibsond zum Cyberpunk gelangt war und das eigentlich das war, was ich spielen wollte.

6:

--- Zitat von: Teylen am  4.10.2012 | 21:44 ---3: Geruch von Blut (hungrig)
4: Anblick von Blut (hungrig), Angepöbelt werden, Lebensgefahr, verspottet
5: Zur Weißglut provoziert, Geschmack von Blut (hungrig)
6: Geblieter in Gefahr
7: Demütigung

--- Ende Zitat ---
Steht die Zahl für die Anzahl der Erfolge oder für die Schwierigkeit? Wenn ich mich nicht ganz täusche war das zumindest in der ersten Edition die einfache Schwierigkeit.

--- Zitat ---Neben denen für Flucht-Raserei respektive Rötschreck.
Der Charakter braucht nach wievor immernoch fünf Erfolge mit dem Pool Selbstbeherrschung. Wobei der Selbstbeherrschungs-Pool zwischen 2 bis 5 liegen wird.

--- Ende Zitat ---
5 Erfolge gegen welche Schwierigkeit oder war die 5 eher die Schwierigkeit? (Dran denken: Die feste Schwierigkeit von 8 kam, wenn ich mich nicht ganz irre, erst mit der nWod)
Abgesehen davon hattest Du glaube ich die Möglichkeit mit Willpower Erfolge zu kaufen.

Oberkampf:

--- Zitat von: Naldantis am  4.10.2012 | 23:12 ---
Ich sehe im da selten Unterschiede, außer daß der Faktor 'Politik und Gesellschaft' bei Superhelden weniger wichtig ist.


--- Ende Zitat ---

Das sehe ich völlig anders. Natürlich steht der Umgang der Politik und Gesellschaft mit Metamenschen im Mittelpunkt, aber das geht doch ein bisschen über das Niveau der Machtkämpfe adliger Verbrecherbanden hinaus. Vampirpolitik (also in besagtem V:tM) beschränkte sich eigentlich darauf, das, was man in Fantasy-Settings als Hofintrigen gespielt hat, nachts in einem Gegenwartssetting stattfinden zu lassen.


--- Zitat von: GIGiovanni am  4.10.2012 | 22:33 ---Das Böse zu spielen ist genau so langweilig wie das Gute spielen

--- Ende Zitat ---

Klar, ist halt s'ne Sache und schon im anderen Thread angesprochen. Drow, Vampire, Orcs... ist halt nicht so wirklich meins, ich finde es spannender, Leute zu spielen, die wie (der zu Unrecht als Emo verschrieene) Spiderman, die versuchen, das Richtige zu tun, auch wenn die Situation schwierig ist.


--- Zitat von: GIGiovanni am  4.10.2012 | 22:33 ---Vampire Superhelden mit Fängen empfinde ich auch als Abwertung wie Teylen, es implizit eine Art zu spielen, die ich persönlich schlecht finde.

--- Ende Zitat ---

Das Interessante scheint ja zu sein, dass viele Vampir-Spieler diese Bezeichnung als eine Abwertung empfinden, die ich persönlich als eine unangemessene Aufwertung ansehen würde. Klar gibt es im Bereich der Urban Fantasy das Potential für "superheldiges" Rollenspiel. Buffy und Harry Dresden sind auf ihre Art "Superhelden", bei denen ich kein Problem mit der Bezeichnung hätte.

Der Fehler ist bloß, diesem spezifischen Spiel dieses Label anhängen zu wollen. Man kann den Begriff "Superheld" nicht an den coolen Powers festmachen! Bloß weil ein Spiel mechanisch nicht viel anderes als eine Ansammlung cooler Powers liefert, ist es kein Superheldenspiel.

Xemides:
Witzigerweise emopfinde ich Superhelden nicht als trgisch oder dramatisch. Für mich sind das immer halt Menschen mit mehr oder weniger Superfähigkeiten, die gegen böse Verbrecher kämpfen. Werder Spiderman noch jemand anderen habe ich als Emo oder tragische Figur empfunden.

OT-Spoiler

(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Die Wahrheit über Superhelden erfährt man hier:

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