Pen & Paper - Spielsysteme > D&D - Dungeons & Dragons

Sind hochstufige D&D-Charaktere Superhelden?

<< < (45/63) > >>

Talim:
Zu Thor haben wir schon vorher was geschrieben.
Magneto und Captain Amercia funktionieren auch ohne Helm/Schild und Wolverine verliert ohne Skelett nur einen Teil seiner Offensivkapazität (wobei man sich Fragen muss ob das Skelett wirklich Ausrüstung und nicht eher ein Teil von ihm ist)

Talim

Tudor the Traveller:

--- Zitat von: Talim am 23.10.2012 | 18:01 ---Zu Thor haben wir schon vorher was geschrieben.
Magneto und Captain Amercia funktionieren auch ohne Helm/Schild und Wolverine verliert ohne Skelett nur einen Teil seiner Offensivkapazität (wobei man sich Fragen muss ob das Skelett wirklich Ausrüstung und nicht eher ein Teil von ihm ist)

--- Ende Zitat ---

Und das gilt für D&D Chars genauso. Sie fallen ohne Ausrüstung ja auch nicht auf 0 zurück.

Feuersänger:

--- Zitat von: alexandro am 23.10.2012 | 17:49 ---Wealth-by-level gilt für die ERSCHAFFUNG, nicht das Spiel an sich (mal ganz abgesehen davon, dass es nichts, aber auch gar nichts, an meinem Vorwurf der Verfügbarkeit eines passenden "Komplettsets" hochstufiger Ausrüstung ändert. Leseverständnis!).

--- Ende Zitat ---

Und wieso sollte ein von Hand hochgespielter Charakter weniger Besitz haben als ein hochstufig erschaffener?
Tatsächlich ist die WBL-Tabelle schlicht eine Abkürzung. Wenn du es ganz genau haben willst:
- es ist genau festgelegt, wieviel Schatzwert ein Encounter jedes CRs im Durchschnitt abwerfen soll; es gibt auch da Zufallstabellen aber es gibt einen Normsatz, der im Durchschnitt erreicht werden soll;
- es ist genau definiert, dass Aufstiege (einer 4-köpfigen Party) im Schnitt alle 13,33 Encounter von level-gleichem CR erfolgen sollen;
- somit kann man EXAKT ausrechnen, wieviele Schätze die SCs im Laufe ihrer von Hand durchspielten Karriere erbeuten sollen;
- und davon wiederum sind so etwa 10% für laufende Kosten, Consumables etc. vorgesehen.
Und wenn man diese Upkeepkosten von der Gesamtbeute abzieht, was bleibt? Bingo, WBL! Die Werte stehen da echt nicht zufällig in der Tabelle.  ::)

Und was hat man als SL davon, wenn man den Spielern den Zugang zur Wunschausrüstung verwehrt? Die Caster der Party nehmen je ein bis zwei Item Creation Feats, und Schwupp! bekommen sie ihre Wunschausrüstung zum halben Preis. Die XP-Kosten? "Exp is a river", wie der Amerikaner sagt.

Meinetwegen gehen wir mal davon aus, dass die Helden sich jeweils mit dem ausrüsten, was sie irgendwo aufgesammelt haben, und sich so eine Flickenteppichausrüstung zusammenstellen. Ja und? Das _vergrößert_ die Distanz zum Superheldengenre noch weiter, denn wo hätte man je gehört, dass ein Superheld sich mit zusammengefundenen/geklauten Gegenständen ausrüstet?

So oder so, völlig unabhängig davon wo die Ausrüstung nun herkommt; gefunden, gestohlen, selbstgekauft oder selbstgebaut: es geht bei D&D _ständig_ um die Hatz nach dem Schatz. Das ist und bleibt ein massiver Unterschied zum Superheldengenre. Da kannst du dich auf den Kopf stellen und mit den Zehen wackeln.

Oberkampf:

--- Zitat von: tartex am 23.10.2012 | 11:44 ---Stimmt, ich habe auch eher diesen generellen Vibe hier empfunden. Ist aber auch nicht andersrum. Beide Argumente kann man verkürzen zu:

Superhelden mag ich nicht, also können D&D-Chars keine Superhelden sein.

--- Ende Zitat ---

Sympathien und Antipathien spielen sicherlich eine Rolle, sind aber nur teilweise ausschlaggebend. Im parallelen Vampir-Thread gab es Leute, die beides mögen, aber trotzdem die Gleichsetzung (V:tM-)Vampir = Superheld abgelehnt haben. In diesem Thread würde ich mich selbst zu einer Fraktion zählen, die Superhelden und D&D mag, trotzdem sehe ich das als zwei paar Schuhe an.

Wormys_Queue:

--- Zitat von: Eulenspiegel am 19.10.2012 | 02:10 ---Ihr hattet tatsächlich schonmal D&D Charaktere mit der Macht vom Superman oder Silver Surfer gespielt? 
--- Ende Zitat ---

Im Prinzip ja. Es geht um die Stellung der Charaktere innerhalb des jeweiligen Settings bzw. ihr Machtverhältnis relativ zum normalen Bewohner dieses Settings. und da sehe ich eben keinen relevanten Unterschied zwischen hochstufigen D&D-Charakteren und den genannten Superhelden. Ob man die Superfähigkeiten nun mit der Strahlung einer gelben Sonne, der Ernennung zum Herold eines gottgleichen Wesens oder eben mit Magie begründet spielt für mich keine grundlegende Rolle.

Die Notwendigkeit des Ressourcenmanagements ist in der Realität auch nur eine rein theoretische Einschränkung (Stichwort: 5-Minuten-Tag). Und während der SL zwar theoretisch jederzeit mit Gegnern aufwarten kann, die den SC klar überlegen sind, wird er sich das in der Praxis tunlichst überlegen, wenn er nicht ganz schnell seine Spieler verlieren will. Ich möchte mal den Spielleiter sehen, der es wagt, den SC seiner Spieler so den Hintern zu versohlen, wie das mit den Superhelden regelmäßig passiert (selbst unter der Prämisse, dass die SC am Schluss trotzdem gewinnen, wie das meist in den Comics der Fall ist). Die Zeiten sind in D&D lange rum.


Einen gravierenden Unterschied gibt es allerdings: Comic-Superhelden folgen im Allgemeinen der Maxime Spider-Mans: With great power comes great responsibility. In D&D heisst das meistens: With great power comes great power. Mit Ausnahme des Paladins, der sich gerade deswegen einer gewissen Unbeliebtheit erfreut.

Navigation

[0] Themen-Index

[#] Nächste Seite

[*] Vorherige Sete

Zur normalen Ansicht wechseln