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[Kino] Cloud Atlas

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alexandro:
Die Ausnahme wäre wohl "Fight Club", aber da ist das Buch auch dermaßen grottenschlecht, dass der Film nur besser werden kann.

Drudenfusz:

--- Zitat von: alexandro am 24.11.2012 | 00:18 ---Die Ausnahme wäre wohl "Fight Club", aber da ist das Buch auch dermaßen grottenschlecht, dass der Film nur besser werden kann.

--- Ende Zitat ---
Tatsächlich hat mir auch da das Buch gefallen, wohl vor allem weil der Schluß da mehr nach meinem Geschmack war, der Film hat halt zu sehr klassisches Hollywood Ende (Protagonist gewinnt und bekommt das Mädchen). aber mich jetzt hier nicht Falschverstehen, der Film ist mein Lieblingsfilm, während das Buch nicht mal in die nähe meiner wirklichen Lieblingsbücher kommt. Für mich bei Fight Club das Buch und der Film halt einfach zu unterschiedlich als das die von mir wirklich verglichen werden können.

Als Beispiel wo mir der Film besser gefallen hat als das Buch wird von mir gerne Das Schweigen der Lämmer angeführt, hauptsächlich aber nur wegen einer einzigen Szene, die der Film so viel besser macht und dabei Zeigt wie man ideen die im Buch die ganze Zeit mitschwingen Visuel großartig umsetzen kann.

Zurück zum Thema: War inzwischen nochmals drin im Film, wieder zu Tränen gerührt am Schluß, aber viel mehr Deteils entdeckt die mir beim ersten schauen alle noch entgangen waren. Konnte so beim zweiten schauen zum Beispiel geniesen das tatsächlich in jeder Zeitepoche die Geschichte der vorherigen aufgegriffen wird (Tagebuch, Briefe, Der Dedektivfall als Roman-Manuskript, Clavindishs Geschichte wurde verfilmt, und die Pristerin hat ein quasi heiligen Text der von Somni gesprochen worden war).

Kann es immer noch kaum glauben wie brilliant die 6 unterschiedlichen Geschcihten ineinandergreifen, und wenn man die Narrative einzelner Charaktere hört dabei aber Bilder aus einer anderen Zeit bekommt und es dennoch paßt, wie perfekt es das Thema trägt das alle Leben miteinander verwoben sind. Oh, und was die Schauspieler mit den teils sehr unterschiedlichen Charakteren die sie spielen so machen ist auch großartig. Genial wie die da das Medium nutzen um die Geschichte zu erzählen und quasi ein Wunder das es tatsächlich funknioniert!

alexandro:
Sehe ich auch so. Selbst wenn es sonst nichts wird mit den Oscars (wäre schade, aber der Film kam halt nicht zur "Oscar season" raus und die Academy hat allzu oft bewiesen, dass sie die Aufmerksamkeitsspanne einer Eintagsfliege besitzen), zumindest die Kategorien "Beste Maske" und "Bester Schnitt" dürften diesem Film sicher sein.

Horatio:
Mochte ihn nach anfänglicher Skepsis noch im Film am Ende auch sehr :).

Dass die Wachowskis keine 1:1 Verfilmungen bringen und bestimmte Themen haben dürfte inzwischen ja bekannt sein; dennoch waren V und Cloud Atlas gute Filme; da bin ich ja froh die Vorlage nicht zu kennen und die Filme für sich selbst betrachten zu können ;).

Aber der Film ist was die tiefere Aussage dahinter betrifft doch sehr in your face und sehr Wachowskis:

(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)- Wir gehören uns nicht alleine, wir sind alle von der Güte und der Hilfe anderer Menschen abhängig und müssen genauso Verantwortung für andere übernehmen.

- Wir dürfen uns nicht von aufoktruierten Glaubenssetzen leiten lassen sondern müssen uns von ihnen  lösen um die Wahrheit zu sehen; oft sind die Dinge anders als sie scheinen und das was heute noch als wahr gilt, kann sich in späteren Zeiten als falsch herausstellen.

- Wir überleben in dem was wir anderen hinterlassen und prägen darüber die Zukunft selbst wenn wir es nicht mehr erleben.

- Davon abgesehen natürlich noch die ganze Karma und man begegnet sich immer zweimal Geschichte und dass man für das was man für richtig hält kämpfen muss selbst wenn es einem keinen Vorteil oder gar Nachteile bringt; egal ob gegen sich selbst oder gegen den Rest der Welt
Insofern kann ich nicht verstehen, wie man den Film nicht allerwengisten schön und gut finden kann, selbst wenn man ihn als überaufgeklärter Mensch als keine große Sache mehr wahrnimmt ;). Mit 16 wäre er auf jeden Fall spontan einer meine Lieblingsfilme gewesen, da bin ich sicher :).

Sashael:
Hab ihn jetzt auf BluRay gesehen und bin begeistert. Verstehe nicht so ganz, wie man den Film wirklich schlecht finden kann. Mit welchen Erwartungen muss man da reingehen, um dann so enttäuscht zu sein?

Anyway, ich persönlich bin allerdings auch ein Riesenfan von Filmen, in denen Schauspieler mehrere unterschiedliche Rollen spielen. Und das hat hier einfach auf einem Level funktioniert, der für mich einfach Megakino ist. Der letzte Film, wo ich von den Schauspielern so begeistert war, war diese eigentlich total seichte Episoden-Liebeskomödie "Die Relativitätstheorie der Liebe" mit Katja Riemann und Oli Dittrich. Besonders Tom Hanks hat imo sehr schön seine Wandlungsfähigkeit gezeigt. Und Hugo Weaving war einfach großartig. Ich sag nur: Krankenschwester!  ;D

Mein Fazit ist daher: Großartige Bilderflut in einem Filmmix, der voll auf meiner Wellenlänge ist.

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